Was kommt heute im Fernsehprogramm?

Folgesendung
Info-Sendung
22:45
30min
Gefährlicher Roller-Rausch
(Gefährlicher Roller-Rausch: E-Scooter und die mobile Zukunft) E-Scooter und die mobile Zukunft Dokumagazin, Deutschland 2019 Kamera: Ken Kabelitz - Oliver Hans Wolf

Seit Sommer 2019 sind in vielen Städten elektronische Roller verfügbar. Die Reaktionen darauf sind gespalten: Sind sie smarte Mobilitätslösung oder eine Plage im Straßenverkehr? Die Nutzer flitzen auf den sogenannten E-Scootern mit bis zu 20 km/h durch unsere Städte. Die Roller sollen ein Baustein der Verkehrswende werden, Fahrspaß inklusive. Doch es gibt Bedenken: bei Fragen der Sicherheit, der Parkmöglichkeiten und der Umweltbilanz. Prellungen, Brüche, Kopfverletzungen - das sind Verletzungen, die bei einem Scooter-Unfall häufig auftreten, berichtet die Unfallchirurgin Anika Wichmann. Im Interview mit ''ZDFzoom'' schildert sie typische Unfallszenarien und den mit Abstand häufigsten Grund für Stürze und schwere Verletzungen: Fahren unter Alkoholeinfluss. Selbst wenn das Fahren auf den Scootern leicht aussieht, gibt es eine Unfallgefahr auch ohne Alkoholeinfluss. Gemeinsam mit dem Verkehrsexperten Guido Mihatsch findet die Autorin Julia Fiedler heraus, wie gefährlich das Rollerfahren werden kann. So unterscheidet sich das Bremsverhalten der Scooter je nach Anbieter extrem und ist vom Fahrer vorab schwer einzuschätzen. Zudem gibt es keine Blinker - trotz der Pflicht des Fahrers, das Abbiegen anzuzeigen. Das erschwert die kontrollierte Fahrt auf den Rollern. Scooter werden aber auch für Anwohner und Fußgänger zum Ärgernis. Wenn die Fahrgeräte Gehwege blockieren, umgestürzt kreuz und quer herumliegen. Eine Strategie für den Umgang mit diesem Problem scheint zu fehlen. Bezirksbürgermeister Martin Hikel aus Berlin-Neukölln kritisiert im ''ZDFzoom''-Interview, ''dass es überhaupt keine Regularien dafür gibt. Ich glaube, dass es chaotisch werden kann.'' ''ZDFzoom'' zeigt auf: Wo hakt es in Deutschland, und welche Strategien haben Städte in anderen europäischen Ländern entwickelt, in denen es E-Scooter schon länger gibt? Mehr unter www.zoom.zdf.de

Info-Sendung
22:10
55min
Kirill Serebrennikov
Kunst und Macht in Russland Porträt, Deutschland 2018 Regie: Katja Fedulova

Kirill Serebrennikov ist einer der produktivsten Film- und Theaterregisseure Russlands. Zuletzt musste er fast zwei Jahre in Moskau im Hausarrest verbringen. Der Vorwurf: finanzielle Unregelmäßigkeiten bei einem seiner Kunstprojekte. Der Prozess, in dem viele eher ein Verfahren gegen die Freiheit der Kunst sehen, dauert noch an, der Hausarrest wurde mittlerweile aufgehoben. Doch Serebrennikov versteht sich nicht als Dissident. Bei der künstlerischen Freiheit geht er allerdings keine Kompromisse ein. Mit seinen Arbeiten hat er immer wieder seismographisch die Bruchstellen der russischen Gesellschaft aufgespürt - oftmals zum Missfallen konservativer Kreise. Und doch erfreute sich der Regisseur auch lange Zeit der Fürsprache des Kremls. Zuletzt sorgte seine ''Nurejew''-Inszenierung am Bolschoi-Theater für Furore, Serebrennikov war kurz vor der Premiere verhaftet worden. Auch bei der Premiere seines Filmes ''Leto'' in Cannes 2018 konnte er nicht dabei sein. Doch die besondere Produktivität des Künstlers konnte auch der Hausarrest nicht stoppen: Mit Hilfe seines Regieteams brachte Serebrennikov von Moskau aus erfolgreiche Operninszenierungen in Zürich und Hamburg auf die Bühne. Der Film zeigt, wie Serebrennikov in seinen Werken von den ersten Erfolgen im Theater bis zu den Spielfilmen auf aktuelle Entwicklungen in Russland reagiert. Und wie Aufstieg und Fall des Regiestars auch ein Spiegel der russischen Kulturpolitik ist, von der kurzen Blüte der Kunstfreiheit unter Medwedew zu einer zunehmend konservativ geprägten Kultur, die auch mit autoritären Maßnahmen durchgesetzt wird.

TV-Sendung
23:05
105min
Rastlos, Renée
(Orpheline) Drama, Frankreich 2016 Regie: Arnaud des Pallières Autor: Christelle Berthevas Kamera: Yves Cape

Renée ist Grundschullehrerin und versucht gemeinsam mit ihrem Freund schon seit längerem, ein eigenes Kind zu bekommen. Als die junge Frau, die sich in Paris ein beständiges Leben aufgebaut hat, plötzlich von einer alten Bekannten aufgesucht wird, gerät ihre Stabilität ins Wanken. Tara, eine selbstsüchtige Spielerin, die soeben aus dem Gefängnis entlassen wurde, hat einige unvollendete Geschäfte mit Renée offen, weshalb sie sie aus Rachsucht an die Polizei verpfeift. Und so kommt es, dass die Grundschullehrerin vor den Augen ihres nichtsahnenden Freunds abgeführt und von ihrer Vergangenheit, die sie erfolgreich verdrängt hatte, wieder eingeholt wird. Schnell wird klar, Renée, die sich seit dem Kindesalter als Waise durchs Leben schlagen musste, hieß nicht immer so ... In vier bedeutende Perioden ihres Lebens unterteilt - Kindheit, Pubertät, Jugend und Erwachsenwerden - zeigt sich ein fragiles Heranwachsen einer komplexen und starken Frau, die auf der Suche nach Freiheit und Stabilität ist.

Adele Haenel ("Renée") - Adèle Exarchopoulos ("Sandra") - Jalil Lespert ("Darius") - Gemma Arterton ("Tara") - Nicolas Duvauchelle ("Kikis Vater") - Solène Rigot ("Karine") - Vega Cuzytek ("Kiki") - Sergi López ("Maurice") - Karim Leklou ("Antonio") - Robert Hunger Bühler ("Lev")
Info-Sendung
22:30
35min
WELTjournal
Mein Prag Auslandsmagazin, Österreich 2019 Moderation: Ernst Gelegs

Prag, die sagenumwobene Goldene Stadt, ist in den vergangenen Jahren zu einem Tourismus-Magnet geworden. Mit mehr als fünf Millionen Touristen im Jahr zählt die tschechische Hauptstadt zu den zehn meistbesuchten Städten Europas. Das historische Zentrum Prags ist UNESCO-Weltkulturerbe, die Architektur geprägt von Gotik- und Barockbauten, wie die Prager Burg und die Karlsbrücke mit ihren magischen Figuren, die Wunder wirken sollen. Osteuropa-Korrespondent Ernst Gelegs berichtet seit fast 20 Jahren aus Prag über die Geschicke Tschechiens und hat dabei die böhmischen Knödel und das weltberühmte böhmische Bier schätzen gelernt. Für das WELTjournal findet Ernst Gelegs heraus, wie echte böhmische Knödel zubereitet werden und warum tschechisches Bier so süffig ist. Weiters erkundet er, warum böhmisches Glashandwerk weltweit so begehrt ist und wirft einen Blick ins Innere der spätmittelalterlichen astronomischen Uhr auf dem Rathausturm am Altstädter Ring. Und er geht der Frage nach, warum Prag bei vielen Touristen als Stadt der Erotik gilt. Die Sexindustrie boomt, Prag hat offiziell mehr als 4.300 Prostituierte und ist auch Zentrum der europäischen Pornoindustrie. Politisch ist Prag nicht weniger turbulent. Massendemonstrationen gegen die bürgerliche Minderheitsregierung unter dem Millionär Andrej Babi dominieren nicht selten die internationalen Schlagzeilen.