TV-Programm 3sat heute

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von 3sat?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender 3sat - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Einziges Gemeinschaftsprogramm des deutschen Sprachraums. Gesendet wird ein Vollprogramm mit kulturellem Schwerpunkt, es gibt keine Werbung.

Vormittag
 
00:00 Reporter Wunderkinder
Infosendung ~20 Min
Wunderkinder (3/4): Thierry malt - die ganz besondere Begabung des Autisten Thierry Bouvard Wunderkinder: Thierry malt - die ganz besondere Begabung des Autisten Thierry Bouvard Thierry Bouvard ist Autist. Er kann nicht sprechen, aber er kann malen. Und er malt, wo immer er Platz für Papier und Stifte findet. Dabei hat er seine ganz eigene, geniale Technik. Thierry Bouvard aus dem zürcherischen Dietlikon ist 19 Jahre alt. Als er ein Jahr alt war, verstummte er. Zwei lange Jahre später erhielten seine Eltern die niederschmetternde Diagnose: frühkindlicher Autismus. Es traf sie wie ein Blitz. Thierrys Eltern, André und Joan Bouvard, nahmen seine Therapie selbst in die Hand, vernetzten sich mit anderen Betroffenen und halfen Thierry, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Damals hatten sie noch die Hoffnung, ihr Sohn könne seinen Entwicklungsrückstand aufholen und eine ''normale'' Schulkarriere absolvieren. Diese Hoffnung hat sich inzwischen zerschlagen. Trotzdem hat Thierry enorme Fortschritte erzielt: In jüngeren Jahren warf er sich auf den Boden und schrie lauthals, wenn er im Einkaufscenter von einem Bodenbelag auf einen anderen treten musste. ''Er war total unflexibel, kleinste Veränderungen im Alltagstrott warfen ihn völlig aus der Bahn'', erinnert sich André Bouvard. Trotz allem - Joan und André versteckten ihren Sohn nicht. Thierry malt, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Als Vorlage dienen ihm Fotos, Postkarten und Bilder aus dem Internet. Diese interpretiert er auf seine ganz eigene Art: Er malt nicht, sondern setzt einzelne Striche zu Flächen zusammen und interpretiert Farben. An der Vernissage seiner zweiten Ausstellung traf Reporterin Helen Arnet den Künstler und ehemaligen Kunstdozenten Emil Müller, alias ''mülleremil'', der Thierrys Werke als genial bezeichnet: ''Seine Zeichnungen haben etwas, das sehr tief geht.''
16:9
11:15 Der Apokalypse-Code
Infosendung ~45 Min
Kein Text hat unsere Vorstellungen vom Weltende so geprägt wie die Johannes-Apokalypse. Eigentlich heißt Apokalypse ''Entschleierung'' oder eben ''Offenbarung''. Doch das erste Wort des griechischen Originals ''Apokalypse'' wurde zum Gattungsbegriff für alle Untergangsszenarien. Die Schrift hat Redewendungen geprägt, die noch heute in aller Munde sind. Sie spricht von ''vier apokalyptischen Reitern'', vom ''Buch mit sieben Siegeln'', von einem ''Tausendjährigen Reich'' und ''Armageddon'', dem Schauplatz des Endkampfes zwischen Gut und Böse. Bis in die Gegenwart hinein werden die rätselhaften Sprachbilder aus der Apokalypse von Warnern, Mahnern und Untergangspropheten aller Art benutzt, um ihren eigenen Spekulationen vom nahen Weltende Geltung zu verleihen. Namhafte Bibelforscher sind nun dabei, die wahre Bedeutung des Apokalypse-Codes zu entschlüsseln. Für sie enthalten die kosmischen Szenarien Hinweise auf ganz konkrete, irdische Ereignisse, die von den einstigen Lesern des Johannes auch genau verstanden wurden. Die Archäologie der Apokalypse liefert nicht nur den Schlüssel zur Deutung und Datierung des kryptischen Offenbarungstextes, sie lässt auch die Identität ihres geheimnisvollen Verfassers zum Vorschein kommen. Die Suche auf den Spuren der Apokalypse und ihres Autors führt zunächst nach Patmos. Auf der kleinen Sporadeninsel soll Johannes nach eigenen Angaben - während eines Verbannungsaufenthaltes - seine Visionen erlebt und aufgezeichnet haben. Weitere wichtige Stationen der filmischen Recherche sind das Ausgrabungsgelände von Ephesus in der heutigen Türkei sowie die Papyrussammlung in Wien. Als Experten auf der Suche nach dem Schlüssel zum letzten Buch der Bibel wirken mit: Thomas Söding, Professor für neutestamentliche Exegese an der Ruhr-Universität Bochum, Manfred Lütz, Leiter des Alexianer-Krankenhauses für psychisch Kranke in Köln, und Elaine Pagels, Professorin für Religionswissenschaften an der Princeton University. Sie alle können von ihrem Fachgebiet her interessante Rückschlüsse auf Autor, Text und Sprachbilder liefern. Letztlich ist es die Verschlüsselung selbst, die die entscheidenden Hinweise liefert. Die Kodierung des Textes mit rätselhaften und teilweise dem Alten Testament entliehenen Sprachbildern soll Autor und Leserschaft vor Verfolgung schützen. Sie sorgen auch dafür, dass die Johannes-Apokalypse als literarisches Werk universale Bedeutung erlangt und das Verfallsdatum der im Text angesprochenen Ereignisse um Jahrtausende überlebt.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
12:00 37 Grad: Mutig, cool und unverschleiert
Infosendung ~30 Min
Marlene Löhr und Seyran Ates sind Musliminnen. Sie träumen von einer Moschee, in der Männer und Frauen gemeinsam beten können und in der ein liberaler Islam gelebt wird. Mit der Gründung der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee geht 2017 ihr Traum in Erfüllung. Doch die Realität holt die beiden Frauen schnell ein: Morddrohungen und Personenschutz durch das LKA gehören bald zu ihrem Alltag. Wie hoch ist der Preis, den sie für ihren Traum zahlen? ''Der halbe Himmel gehört uns Frauen!'' Das zumindest sagt Marlene Löhr, die vor drei Jahren zum Islam konvertierte und irgendwann feststellen musste, dass tradierte Wertvorstellungen eines konservativen Islam-Verständnisses nicht zu ihrem Leben passen. Sie ist überzeugt: Gleichberechtigung und Islam - das geht zusammen. Heute ist sie die Pressesprecherin der ersten liberalen Moschee in Berlin, in der Männer und Frauen nebeneinander beten und in der Frauen die Predigten leiten. Sie sei schon lange eine Suchende gewesen, so beschreibt sie sich selbst. Zunächst christlich, erfährt sie über ihren damaligen marokkanischen Mann, von dem sie mittlerweile getrennt ist, vom Islam. Sie liest den Koran und konvertiert. Doch die Besuche in den gängigen Moscheen sind für die 33-Jährige oft frustrierend. Frauen würden dort meist behandelt wie Menschen zweiter Klasse, sagt sie. Dann entdeckt Marlene in der Presse Berichte über die Ibn-Rushd-Goethe Moschee, eine liberale Gemeinde, die von der prominenten Menschenrechtsaktivistin und Anwältin Seyran Ates eröffnet werden soll. Die Kamera ist dabei, als die Frauen sich zum ersten Mal begegnen und begleitet die beiden ein ganzes Jahr lang auf ihrem beschwerlichen Weg, eine Moschee zu etablieren, die so ganz anders sein will als alle anderen. Denn hier dürfen auch gleichgeschlechtliche und religionsübergreifende Ehen geschlossen werden, Frauen können auch unverschleiert beten. Manche der Besucher finden das ''cool'', für die allermeisten muslimischen Organisationen in Deutschland aber ist es ein Affront. Sie reagieren mit heftiger Kritik. Anfeindungen und Morddrohungen gehören mittlerweile zum Alltag von Marlene und Seyran. Auch innerhalb der Gemeinde kommt es zu Problemen. Ein Imam ist bis heute nicht gefunden, denn solch ein liberales Islam-Verständnis ist für alle Beteiligten gefährlich. Seyran Ates lebt seit Längerem unter Polizeischutz, und auch Marlene ahnt, dass ihre Tage in Freiheit gezählt sind. Die Moschee-Gründerin Seyran Ates wird rund um die Uhr von mehreren Personenschützern bewacht. Doch es gehe ihr um die innere Freiheit, nicht die äußere, betont sie kämpferisch. Nicht alle Gemeindemitglieder sind so mutig. Einige der einstigen Mitstreiter sind inzwischen abgesprungen. Nicht selten sind diese Austritte aus der Gemeinde auch mit persönlichen Enttäuschungen für die beiden Frauen verbunden. Trotzdem oder gerade deshalb wollen beide weitermachen. ''Ich merke, dass wir hier etwas ganz Einzigartiges, Großes machen. Es ist historisch, und dafür bin ich auch bereit, die Gefahr auf mich zu nehmen'', sagt Marlene, die sich für ein Kopftuchverbot von Lehrerinnen starkmacht, keine Freizeit außerhalb der Moschee mehr hat und nicht selten bis in die Nacht an ihrem Traumprojekt arbeitet. Das Ziel der beiden Frauen sind weitere Moscheen in ganz Europa. Nach einem Jahr hartem Kampf ist klar: In Wien wird die nächste liberale Moschee entstehen.
Untertitel16:9HDTV
12:30 Reporter Wunderkinder
Infosendung ~30 Min
Wunderkinder (3/4): Thierry malt - die ganz besondere Begabung des Autisten Thierry Bouvard Wunderkinder: Thierry malt - die ganz besondere Begabung des Autisten Thierry Bouvard Thierry Bouvard ist Autist. Er kann nicht sprechen, aber er kann malen. Und er malt, wo immer er Platz für Papier und Stifte findet. Dabei hat er seine ganz eigene, geniale Technik. Thierry Bouvard aus dem zürcherischen Dietlikon ist 19 Jahre alt. Als er ein Jahr alt war, verstummte er. Zwei lange Jahre später erhielten seine Eltern die niederschmetternde Diagnose: frühkindlicher Autismus. Es traf sie wie ein Blitz. Thierrys Eltern, André und Joan Bouvard, nahmen seine Therapie selbst in die Hand, vernetzten sich mit anderen Betroffenen und halfen Thierry, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Damals hatten sie noch die Hoffnung, ihr Sohn könne seinen Entwicklungsrückstand aufholen und eine ''normale'' Schulkarriere absolvieren. Diese Hoffnung hat sich inzwischen zerschlagen. Trotzdem hat Thierry enorme Fortschritte erzielt: In jüngeren Jahren warf er sich auf den Boden und schrie lauthals, wenn er im Einkaufscenter von einem Bodenbelag auf einen anderen treten musste. ''Er war total unflexibel, kleinste Veränderungen im Alltagstrott warfen ihn völlig aus der Bahn'', erinnert sich André Bouvard. Trotz allem - Joan und André versteckten ihren Sohn nicht. Thierry malt, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Als Vorlage dienen ihm Fotos, Postkarten und Bilder aus dem Internet. Diese interpretiert er auf seine ganz eigene Art: Er malt nicht, sondern setzt einzelne Striche zu Flächen zusammen und interpretiert Farben. An der Vernissage seiner zweiten Ausstellung traf Reporterin Helen Arnet den Künstler und ehemaligen Kunstdozenten Emil Müller, alias ''mülleremil'', der Thierrys Werke als genial bezeichnet: ''Seine Zeichnungen haben etwas, das sehr tief geht.''
16:9


Abend
 
20:15 Europa - der verunsicherte Kontinent
Infosendung ~45 Min
Ein diffuses Gefühl von Angst und Unsicherheit hat sich in Europa breitgemacht. Die Folgen der IS-Terroranschläge in Paris, Nizza, Brüssel und Berlin sind bei vielen nicht verarbeitet. Hinzu kommt in ganz Europa eine steigende Ablehnung von Flüchtlingen. Übergriffe von Migranten sorgen für Unmut und das Erstarken rechter Parteien sowie rechtsextremer Gruppierungen. Neuer Terror droht von rechts. - ''3satThema'' widmet sich Europas Ängsten. Der Film von Patrick Zeilhofer und Volker Wasmuth zeichnet die schwersten Anschläge der vergangenen Jahre nach. Opfer des Pariser Bataclan-Angriffs und der Kölner Silvesternacht 2015 sprechen über ihre Traumatisierung. Terrorismusforscher Professor Peter R. Neumann analysiert die Strategien der Terroristen - dazu zählt auch, Bilder des Schreckens zu verbreiten. Machen sich Medien zu Komplizen der Täter? ''Bild''-Chefredakteur Julian Reichelt und Wulf Schmiese, Redaktionsleiter ''ZDF heute journal'', schildern ihren Umgang mit solchen Bildern. Auf das Angstgefühl in der europäischen Bevölkerung haben Politik und Sicherheitsbehörden reagiert: mehr Personal, mehr Polizeipräsenz, mehr Kontrollen - so wie die Schleierfahndung entlang der deutschen Grenze. Doch manche Bürger kümmern sich selbst um ihre Sicherheit. Der Film zeigt Geschäftsleute, die in einem ''Anti-Terror-Camp'' bei Frankfurt lernen, wie sie bei bewaffneten Angriffen am besten reagieren. Doch Angst kann Europa lähmen. Der SPD-Politiker Kurt Beck warnt: ''Im Alltag ständig Angst zu haben - das setzt kein Denken und Handeln frei, sondern führt eher zum Zurückziehen.'' Redaktionshinweis: Die Dokumentation ''Europa - der verunsicherte Kontinent'' bildet am Mittwoch, 20. November, ab 20.15 Uhr den Auftakt zum ''3satThema: Europas Ängste''. Im Anschluss um 21.00 Uhr diskutiert im ''3satThema Talk'' Vivian Perkovic mit NN über Terror, Hass und das Phänomen der Angst. Um 21.15 Uhr folgt zum Abschluss die Dokumentation ''Europa - Die Folgen der Angst''.
16:9
21:15 Europa - Die Folgen der Angst
Infosendung ~45 Min
Die größten Ängste der Europäer sind Zuwanderung, Terrorismus und Überfremdung. Die Dokumentation analysiert die Folgen der Angst und fragt, wie sich die Menschen dieser Angst stellen. Eine Konsequenz ist das Erstarken rechter Parteien. Heute sitzen in 26 europäischen Nationalparlamenten Rechtspopulisten, in zwei Staaten regieren sie sogar alleine. Gewalt gegen Minderheiten ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und bedroht diese. Denn Hass schürt Hass. Der Film zeigt, wie Muslime und Migranten zu Feindbildern gemacht werden. In Italien etwa sieht man, was passiert, wenn Rechte an die Macht kommen: Minderheiten werden vertrieben und entmenschlicht. Extremismus-Experte Matthias Quent erläutert die Gefahren des Rechtspopulismus für die europäische Demokratie. Morde, Gewalttaten und Terroranschläge durch Flüchtlinge liefern den Rechten die notwendigen Argumente. Wie die Vergewaltigungsserie in Freiburg im Breisgau. Die Stadt reagiert mit einem ganzen Paket an Sicherheitsmaßnahmen. Über mangelnden Schutz beklagen sich auch die Muslime, die nicht nur von rechtem, sondern auch von islamistischem Terror bedroht werden. Auch im Brüsseler Stadtteil Molenbeek, der Dschihadisten-Hochburg Europas. Von hier kommen die Attentäter von Paris und Brüssel. Die Molenbeeker leiden unter den vielen Radikalen - und unter den Repressalien, die sie wegen ihnen ertragen müssen. Die Politik bekommt die Situation nicht in den Griff. Der frühere Vizebürgermeister Ahmed El Khanouss warnt vor neuen Anschlägen.
16:9
22:25 Die Akte General
Spielfilm ~90 Min
In der Bundesrepublik der 1950er-Jahre führt der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer einen einsamen Kampf gegen die Vertuschung nationalsozialistischer Verbrechen und das Wegschauen. Doch damit macht er sich viele Feinde, die ihm Steine in den Weg legen. Unterstützt wird er vom jungen Staatsanwalt Joachim Hell, mit dem er ein Verfahren gegen Adenauers engsten politischen Vertrauten Hans Globke in Gang setzen möchte. Doch Bauer ist der festen Überzeugung, dass nur so die junge Demokratie gefestigt werden könne. Nicht nur seine Haltung, sondern auch sein aufbrausendes Temperament machen Bauer angreifbar. Immer wieder formiert sich Widerstand aus Politik, Nachrichtendiensten und dem Justizapparat gegen den Einzelkämpfer. Wohl wissend, dass das Interesse an der Ergreifung Adolf Eichmanns in Deutschland gering ist, versucht Bauer, den israelischen Geheimdienst zu einer Verhaftung des in Argentinien vermuteten Organisators der Massendeportationen zu bewegen. Tatsächlich gelingt es Bauer in geheimen Verhandlungen, die Verhaftung Eichmanns durch den Mossad in Gang zu setzen. Unterstützt vom jungen Staatsanwalt Joachim Hell, lässt Bauer auch danach nicht locker: Mit Material aus den Eichmann-Vernehmungen will er ein Verfahren gegen Kanzleramtschef Hans Globke erreichen, um dessen Verstrickung in die Deportationen zu ahnden, und wagt sich damit an Adenauers engsten politischen Vertrauten. Redaktionshinweis: 3sat zeigt ''Die Akte General'' zum 60. Geburtstag des Schauspielers Ulrich Noethen am 18. November.
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