TV-Programm 3sat heute

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von 3sat?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender 3sat - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Einziges Gemeinschaftsprogramm des deutschen Sprachraums. Gesendet wird ein Vollprogramm mit kulturellem Schwerpunkt, es gibt keine Werbung.

Vormittag
 
05:00 DOK
Infosendung ~40 Min
''Klein-Venedig'' wird Ljubljana auch gern genannt. Denn viele Brücken schwingen über den Fluss Ljubljanica, und Bauwerke im Jugendstil und italienischem Barock prägen das Stadtzentrum. Doch für städtebauliche Highlights in der Hauptstadt Sloweniens hat vor allem der Architekt Jože Plecniks gesorgt. Er baute die Stadt um, entwarf Brücken und Gebäude, bei denen er antike und moderne Formelemente auf eine eigene Weise kombinierte. Plecniks Entwurf gilt als ein weltweit bedeutendes ganzheitliches Kunstwerk des 20. Jahrhunderts. Ljubljana ist mit seinen 280 000 Einwohnern eine der kleineren Hauptstädte Europas. Seit 2016 trägt sie den Titel ''Grüne Hauptstadt Europas''. Damit wurde sie von der EU für ihr herausragendes Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet. Dazu gehören die vollkommen autofreie Altstadt sowie ein einmaliges menschen- und umweltfreundliches Konzept der kostenlosen Stadtbeförderung. Ljubljana wirkt nach außen entspannt. Doch hinter den Kulissen herrscht energiegeladene Aufbruchsstimmung, spürt man Innovation und kreative Ideen. Es ist eine grüne und lebendige Metropole, in der sich Alt und Neu wunderbar ergänzen: Der Stadtbauer Andrej Persin bringt jeden Morgen mit einem Handkarren sein Gemüse auf den Zentralmarkt, während der Kavalierfahrer Zoran Stojinovic in einem Elektrocaddy seine Runden durch die Altstadt dreht und Spela Zupanc mit Stand-up-Paddling auf der Ljubljanica die Stadt erkundet. Belgrad, Bukarest, Ljubljana, Sofia und Sarajevo - bei diesen europäischen Hauptstädten treffen Orient und Okzident, Religionen und Kulturen, Geschichte und Moderne aufeinander. Die Reihe stellt diese fünf Städte vor, die eines gemeinsam haben: Sie haben ihre sozialistische Vergangenheit abgeschüttelt und befinden sich im Aufbruch.
16:9


Nachmittag
 


Abend
 
22:25 makro: Geschäftsmodell Müll
Infosendung ~30 Min
Geschäftsmodell Müll Es ist ein Milliardengeschäft: Der Müll aus Deutschland wird um den ganzen Globus verschifft, verkauft, gehandelt. Bis 2018 landete ein großer Teil unseres Plastikmülls in China. Doch damit ist jetzt Schluss: Die chinesische Regierung hat beschlossen, dass verschiedene Recycling-Materialien nicht mehr importiert werden dürfen, darunter auch Plastikabfall. Ein Schock für die westlichen Industriestaaten. Die Müllströme wurden kurzzeitig nach Südostasien umgeleitet, aber auch diese Länder machen mehr und mehr die Häfen für ausländischen Müll dicht. Das weltweite Müll-Business ist ein lukratives, teils aber auch rücksichtsloses Geschäft. Wie passt das zusammen mit dem Selbstbild der Deutschen als ''Recycling-Weltmeister'' und der peniblen Mülltrennung hierzulande, wenn unser Plastikabfall um die halbe Welt reist? ''makro: Geschäftsmodell Müll'' macht die globalen Ströme des Mülls sichtbar - Abfall als Symbol für die Globalisierung schlechthin. Die Reise führt von China über Singapur nach Malaysia und quer durch Europa. Wie funktioniert der globale Handel mit unserem Müll? Zu Wort kommen unter anderen der Kreislaufwirtschafts-Experte Henning Wilts und der amerikanische Journalist Adam Minter, der seit Jahren auf der Spur des internationalen Müll-Business ist. Außerdem trifft ''makro'' die Gewinner und Verlierer dieses komplexen, vielschichtigen Tauschgeschäfts, bei dem mit unserem Müll weltweit riesige Summen verdient werden. Chinas Offensive entlarvt die bizarren weltweiten Ströme unseres Mülls, bietet Europa aber gleichzeitig neue Chancen. Unser Plastikmüll ist weit mehr als nur lästiger Abfall: Durch moderne Recycling-Methoden können kostbare Wertstoffe aus dem Müll gerettet, neue Arbeitsplätze geschaffen und zukunftsweisende, kreislaufwirtschaftliche Abfall-Strategien entwickelt werden. In den Niederlanden wurde der weltweit erste Fahrradweg aus Altplastik eröffnet. Und ein deutsches Start-up-Unternehmen möchte mithilfe neuer Verfahren eine kleine Recycling-Revolution starten. Unser Müll hat Potenzial. Was aber, wenn Deutschland diese Chance vergibt?
16:9
22:55 Hauptstadt im Krisenmodus
Infosendung ~40 Min
Seit Mitte März ist für viele Menschen nichts mehr so, wie es vorher war. Das Corona-Virus breitet sich aus. Die Politik ergreift Maßnahmen, die einschneidende Auswirkungen haben. Das bekommen auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Hauptstadt zu spüren. Ein Reportage-Team hat einige davon durch die vergangenen Wochen begleitet. Die Reporterinnen und Reporter waren in den vergangenen Wochen mit der Kamera in Berlin unterwegs. Die Stadt ist eine der am dichtesten besiedelten deutschen Metropolen und der Ort, an dem die Entscheidungen über immer weitere Restriktionen gefällt werden. Wie überall sind auch hier einige Bürgerinnen und Bürger mehr betroffen als andere, viele sind in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht, auf manche kommt es jetzt besonders an. Auf die junge Ärztin Anna zum Beispiel. Die Teilzeitarbeit in einer Hausarztpraxis bringt sie an ihre Belastungsgrenze. Verarbeiten kann sie das nur bedingt, denn zuhause fordert sie der familiäre Ausnahmezustand. Ihr Mann arbeitet im Homeoffice, er ist der Hauptverdiener. Als Kreditexperte einer Bank ist er nicht systemrelevant, aber mindestens so relevant wie seine Frau, wenn es darum geht, das System Familie am Laufen zu halten: Die beiden Kinder müssen zuhause beschäftigt werden. Supermarktbetreiber Michael Lind dagegen hat jetzt einen systemrelevanten Beruf. Er ist ein Mann mit einer klaren Mission: die Kundschaft beruhigen. Und klarmachen: Es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe. Außerdem muss er seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen. Das ist nicht einfach, denn Atemschutzmasken sind gerade nicht aufzutreiben und Plexiglas im Baumarkt ist ausverkauft. Blumenhändler Dirk Weyer ist geschockt nach den ersten Meldungen über die Pläne der Bundesregierung, die Läden zu schließen. Wohin mit den Schnittblumen, die jetzt keiner mehr will? Und wie beantrage ich Kurzarbeitergeld für meine Mitarbeiter? Nach Stunden in der Warteschleife des Arbeitsamts weiß er immer noch nicht, wie es jetzt weitergeht. Anne Gersdorff hat Mukoviszidose und sitzt im Rollstuhl. Seit einiger Zeit traut sie sich nicht mehr aus dem Haus. Dabei ist die Risikopatientin auf permanente Hilfe angewiesen. Acht Pflegerinnen kommen im Wechsel zu ihr und achten intensiv auf Hygiene. Mental bereitet sich Anne Gersdorff auf den Ernstfall vor, emotional scheint sie davon überfordert. Lucia Böhlen ist 16 Jahre alt und wohnt in einer Hochhaussiedlung im Osten von Berlin. Statt Corona-Partys zu feiern, will sie älteren Menschen und Risikopatienten helfen. Einkaufen, Hunde Gassi führen, ''was halt so anfällt''. Zunächst meldet sich niemand auf ihre Aushänge, dann muss sie von Supermarkt zu Supermarkt eilen, um die Einkaufslisten abzuarbeiten, denn die Regale sind mal wieder leergehamstert.
Untertitel16:9
23:35 Die Bewacher der Grenze
Infosendung ~30 Min
Jetzt stehen sie wieder im Fokus: Die Schweizer Grenz- und Zollbeamten. Sie sollen Grenzposten schließen und genau hinschauen, wer noch ins Land kommt. ''Reporter'' zeigt, wer sie sind und wie ihre Arbeit aussieht - vor und während der Zeiten von Corona. Als ''Reporter''-Autor Christof Franzen letzten Herbst mit seinem Film über die Schweizer Grenzwächter startete, standen für ihn noch andere Fragen im Mittelpunkt. ''Wer schützt die Schweiz in Zeiten von offenen Grenzen? Braucht es die Grenzwächter noch?'', zum Beispiel. Wie ''Reporter'' zeigt, sind die Grenzschützer heutzutage auch im Landesinneren tätig. Das ''MEK Helvetia'' ließ sich - zum ersten Mal überhaupt - von einer Fernsehkamera begleiten. Das ''Mobile Einsatzkommando'' der Zollverwaltung ist eine Spezialtruppe, die bei der Observation zum Einsatz kommt. Es geht um organisierte Grenzkriminalität: sei dies Schmuggel, Betäubungsmittel, Menschen- oder Waffenhandel und Fiskaldelikte im großen Stil. Die speziell ausgebildeten Grenzpolizeikräfte observieren aber nicht nur. Sie schlagen auch blitzartig zu und nehmen die Verdächtigen fest. ''Reporter'' war bei den Trainings dabei. Mit ihren Nachbarländern kennt die Schweiz seit dem Schengener Abkommen die Personenfreizügigkeit. Das heißt auch, dass es an der Grenze, zumindest vor der Corona-Pandemie, keine systematischen Personenkontrollen mehr geben darf. Kontrolliert wird aber schon - im sogenannten rückwärtigen Raum, also hinter der Grenze. Zum Einsatz kommen dort bei sogenannten Sprungfahndungen auch Armeehelikopter mit Wärmebildkameras. Autor Christof Franzen ist mitgeflogen. Die Eidgenössische Zollverwaltung ist in einer Transformationsphase. Sie will in Zukunft Grenzwächter und Zollbeamte zu einem Beruf zusammenfassen. Neu wird sie Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) heissen. Mit rund 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss die Zollverwaltung auch dafür sorgen, dass Abgaben wie Zölle oder Schwerverkehrsabgabe bezahlt werden. Ein großer Aufwand, zumal täglich über zwanzig Tausend Lastwagen die Schweizer Grenze überqueren. ''Reporter'' war mit dabei in Basel/Weil am Rhein. Eine Herausforderung für Zollbeamte und Grenzwächter ist, dass das Lastwagengeschäft fest in osteuropäischer Hand ist und Lastwagenfahrer oftmals nur Russisch, Ukrainisch oder Rumänisch sprechen. Der Warentransport in und durch die Schweiz soll durch die neuesten Corona-Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden. Aber für ausländische Staatsbürger ist die Schweizer Grenze mit wenigen Ausnahmen dicht.
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