TV-Programm WDR heute

   


Was läuft im TV-Programm von WDR?

Vormittag
 
03:40 Wunderschön! Sylt im Winter - Sehnsucht nach Meer
Infosendung ~45 Min
Sylt im Winter - Sehnsucht nach Meer Heiße Tipps für kalte Tage Wind und Wellen am Südkap Naturgewalten im Museum Dorfidylle in Keitum Stefan Pinnow und die Bestsellerautorin Dora Heldt, die auf Sylt geboren wurde, entdecken den besonderen Charme, den die Nordseeinsel im Winter entfaltet: Spaziergänge an fast menschenleeren Stränden, eisiger Nordwind, der den Kopf frei pustet, und Aufwärmen in einer gemütlichen Teestube. Am Ellenbogen rund um den nördlichsten Punkt Deutschlands verrät Dora Heldt ('Tante Inge haut ab') ihre ganz persönlichen Sylt-Geheimnisse. Und auf dem Kliffweg zwischen Kampen und Wenningstedt lernen sie einen Ganzjahresschwimmer kennen. Stefan Pinnow stellt das idyllische Kapitänsdorf Keitum vor, erforscht in List die Naturgewalten, gibt Wellnesstipps und macht Vorschläge für eine rauschende Silvesternacht. Naturgewalten im Museum Wie die Naturgewalten das Leben auf der Insel prägen und geprägt haben, lässt sich unter freiem Himmel erleben - oder im Erlebnis-Museum: Im Naturgewaltenzentrum in List kann man hautnah erfahren, wie sich Windstärke 8 anfühlt oder wie hoch die Nordsee-Wellen bei Sturm sind. Dorfidylle in Keitum Im 18. Jahrhundert ließen sich wohlhabende Sylter Kapitäne in Keitum nieder. Der frühere Hauptort ist das schönste Dorf der Insel: Mit seinen Reetdachhäusern, den geheimnisvollen Friesenwällen und der Kirche St. Severin aus dem Jahr 1216 verströmt es ein ganz besonderes Flair. Heiße Tipps für kalte Tage Während der Wind um die Ecken pfeift, locken viele kleine Teestuben und Cafés zum Aufwärmen. Stefan Pinnow begibt sich auf eine 'Teetour' und gibt heiße Tipps für kalte Tage: von der Strandsauna über die Salzgrotte bis zur Algenbehandlung. Wind und Wellen am Südkap Auf drei Seiten von Meer umgeben, spürt man am Südkap von Sylt die Macht der Elemente am stärksten - besonders an stürmischen Wintertagen. Beim Strandspaziergang an der Hörnumer Odde trifft Stefan Pinnow den Künstler Hans Hushan, der riesige Skulpturen aus Strandgut herstellt.
09:45 Kindertafel: Haben unsere Kinder nicht genug zu essen?- Unterwegs im Westen
Infosendung ~30 Min
Kindertafel: Haben unsere Kinder nicht genug zu essen? Für den ersten Hunger stehen schon Schüsseln mit Gemüse und Obst bereit. Ein warmes Mittagessen gibt es um 14 Uhr, wenn alle da sind. Viele Kinder haben noch nichts gegessen, bevor sie mittags zur Wuppertaler Kindertafel kommen. Warum ist das so? Warum bekommen Kinder in Deutschland nicht genug zu essen? Bundesweit gibt es etwa 40 Kindertafeln, eine davon befindet sich seit 2007 in Wuppertal, einer Stadt, in der überdurchschnittlich viele Menschen arbeitslos sind und Hartz 4 beziehen. Die Kindertafel liegt gleich neben der Tafel für die Erwachsenen, beide bekommen Lebensmittelspenden von Supermärkten. Ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die Kinder, geben ihnen zu essen, spielen mit ihnen und machen Hausaufgabenbetreuung. Da ist zum Beispiel der achtjährige Dean, der eigentlich nach der Schule lieber nach Hause als zur Tafel möchte, was seine alleinerziehende Mutter nicht erlaubt. Jasmin ist ebenfalls acht Jahre alt und ein kleines Mathegenie. Wenn sie gefördert würde, könnte sie das Abitur schaffen, sagen die ehrenamtlichen Helfer der Kindertafel. Und Nettmia kommt eigentlich immer ausgehungert bei der Tafel an. 'Wuppertal ist relativ strukturschwach, wir haben eine relativ große Arbeitslosigkeit und wir haben dementsprechend ein höheres Armutsrisiko bei Kindern', erklärt Miriam Kusebauch, die Leiterin der Kindertafel. Manchmal seien den Eltern oder alleinerziehenden Müttern die Verpflegungskosten in der Schule einfach zu hoch oder aber sie haben keinen Platz in der Ganztagesbetreuung der Schule bekommen. Daher müssen sie zur Kindertafel gehen. Autorin Diana Ahrabian zeigt in ihrer Reportage eindrücklich, welche Probleme die Kinder der Wuppertaler Kindertafel haben und was sie sich vom Leben wünschen.


Nachmittag
 


Abend
 
22:40 Westart
Infosendung ~40 Min
Ruhrpottroman auf der Bühne: 'Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte' 'Das Junge Rheinland'. Ausstellung im Düsseldorfer Museum Kunstpalast 'New Joy'. Ein Zukunftsspektakel von Eleanor Bauer in Bochum Orte der Leidenschaft: Fotoband 'Treffpunkt Trinkhallen' 'Kriegskinder'. Die neue History App des WDR Harald Welzer: 'Alles könnte anders sein' Orte der Leidenschaft: Fotoband 'Treffpunkt Trinkhallen': Ob Büdchen, Kiosk oder Trinkhalle: Die kleinen Verkaufslädchen gibt es im Ruhrgebiet fast überall 'umme Ecke'. Sie bieten nicht nur belegte Brötchen und Kaffee, Klümpken, Zeitungen und Zigaretten - sie sind vor allem Treffpunkt und Kommunikationszentrum für die ganze Nachbarschaft. Erfunden wurden sie vor über 100 Jahren zur Versorgung der Arbeiter mit Mineralwasser. Heute sind sie aus dem Ruhrpott-Alltag nicht wegzudenken. 'Orte der Leidenschaft' nennt sie der Fotograf Reinaldo Coddou H. Gemeinsam mit dem Autor Jan-Henrik Gruszecki ist er durchs Revier gereist und hat die schönsten und skurrilsten Trinkhallen porträtiert. Westart ist den Spuren der beiden Westfalen gefolgt. Harald Welzer: 'Alles könnte anders sein': Dass 'ziemlich viel falsch gelaufen ist in der Vergangenheit', ist der Ausgangspunkt für Harald Welzers neues Buch. Aber nicht als Startschuss für ein großes Lamento. Ganz im Gegenteil. Der Soziologe entwirft Szenarien für eine gute, eine lebenswerte Zukunft. Mit Weitsicht und Phantasie skizziert er Möglichkeiten der Veränderung - unter anderem in den Bereichen Mobilität, Arbeit, urbanes Leben und Umgang mit Migration. Alles könnte anders sein - davon ist Harald Welzer überzeugt. Wir brauchen nur eine Vorstellung davon, wie es sein sollte. Und den Mut, endlich zu handeln. Ruhrpottroman auf der Bühne: 'Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte' Rotzfrech und respektlos ist die Geschichte von Mitzi und Omma, zwei Damen aus dem Rotlichtmilieu im Ruhrgebiet, und Ommas Berliner Enkelin Bianca. Anna Basener hat sie in ihrem Debütroman 'Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte' erzählt. Jetzt bringt Gerburg Jahnke die turbulente Tragikomödie auf die Bühne - mit Songs von Tommy Finke, die er den Figuren auf den Leib geschrieben hat. Es geht hoch her, wenn die Damen aus dem Puff sich selbstbewusst gegen die ihnen aufgedrängte Opferrolle wehren und der raue Ruhrpott-Charme aufs hippe Berlin trifft. Die Uraufführung ist am 16. Februar. Westart ist beim Probenendspurt dabei. Zu Gast bei Westart: Gerburg Jahnke: Gerburg Jahnke ist ein waschechtes Ruhrpottgewächs. Seit vielen Jahren ist die Oberhausenerin als Kabarettistin und Moderatorin unterwegs. Bis Ende 2018 hat sie im Ersten zur 'Ladies Night' eingeladen und mit Vorliebe gegen Männer, Ehemänner und andere Alltagskatastrophen gestichelt. Jetzt will sie am Theater Dortmund als Regisseurin Neues ausprobieren. Bei Westart erzählt sie, was den Original-Pütt-Sound ausmacht und warum ihr die 'Omma' von Anna Basener auf Anhieb gefiel. 'Das Junge Rheinland'. Ausstellung im Düsseldorfer Museum Kunstpalast: 'Zu schön, um wahr zu sein.' So hat Max Ernst die Künstlervereinigung 'Das Junge Rheinland' beschrieben. Am 24. Februar jährt sich ihre Gründung zum hundertsten Mal. Zwischen 1919 und ihrer Auflösung 1933 gehörten ihr über 400 Maler, Bildhauer, Architekten und Designer an. Sie stammten überwiegend aus Düsseldorf oder der näheren Umgebung. Neben Max Ernst waren unter anderem auch Otto Dix, Gert H. Wollheim und Arthur Kaufmann dabei. In einer großen Überblicksschau zeigt das Düsseldorfer Museum Kunstpalast die Vielfalt, aber auch die Zerrissenheit der Gruppe. Die Ausstellung ist bis zum 2. Juni 2019 zu sehen. 'Kriegskinder'. Die neue History App des WDR: Wie haben Kinder die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg erlebt? Welche Erinnerungen haben sie an die Bombardierung von Köln? An das von der deutschen Luftwaffe zerstörte London? Oder an die Blockade Leningrads? Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die von ihren Erfahrungen erzählen können. Mit der History App 'WDR AR 1933-1945' geht der WDR neue Wege. Mithilfe der 'Augmented Reality'-Technik holt sie die Erlebnisse von damals in die Gegenwart. Dafür wurden Zeitzeugen-Interviews digitalisiert und visuell so aufbereitet, dass sie als Hologramm in unserer unmittelbaren Umgebung begreifbar werden.
23:50 Berberian Sound Studio
~85 Min
70er Jahre - der schüchterne Gilderoy, der bisher ausschließlich in England als Sound-Ingenieur arbeitete nimmt das Angebot eines italienischen Filmteams an, um den Sound ihres neuen Films abzumischen. Er erhofft sich davon ein neues Betätigungsfeld, glaubt aber, der Film behandelt ein familientaugliches Thema. 'Berberian Sound Studio' ist jedoch ein schäbiges Tonstudio in Italien, in dem nur die billigsten Horrorstreifen vertont werden. Hierhin verschlägt es Gilderoy, den schüchternen und unscheinbaren Tontechniker aus England, der für den neuesten Giallo-Thriller des Regisseurs Santini die Tonmischung übernehmen soll. Doch schon bald steckt Gilderoy knietief in einem bedrohlichen Szenario von verbitterten Schauspielern, kapriziösen Geräuschemachern und einer verwirrenden Bürokratie. Je länger sich Gilderoy mit dem Abmischen von spitzen Schreien und dem markerschütternden Sound gehackter Kohlköpfe beschäftigt, umso mehr befällt ihn das Heimweh nach seinem kleinen, gemütlichen Tonstudio im Garten seines Hauses in Dorking. Die Briefe seiner Mutter schwanken zwischen banalem Tratsch und ominöser Hysterie - und ähneln damit der eigenartigen Stimmung von Santinis Film, für dessen Orchestrierung Gilderoy verantwortlich ist. Während sich die Realitätsgrenzen um ihn herum verschieben, verliert sich Gilderoy allmählich in einer Spirale aus akustischem und persönlichem Chaos. Der Film lief im Wettbewerb in Locarno 2012 und gewann bei den British Independent Film Awards 2012 in den Kategorien Best Director, Best Actor und Best Achievement In Production.