TV-Programm ORF2 23.07.

   

Was läuft im TV-Programm von ORF2 am 23.07.?


Vormittag
 
00:00 Tatort: Falsch verpackt
Spielfilm ~90 Min
Ein Container stürzt am Alberner Hafen ab, bricht auf und neben ein paar Tonnen tiefgefrorenem Hühnerfleisch fallen auch drei nackte Leichen aus dem Frachtraum. Chinesen. Wenig später wird eine zerstückelte Leiche gefunden. Ebenfalls ein Chinese. Die beiderseitigen Ermittlungen führen zu einem ersten Angelpunkt: Einem Fleischgroßhändler und der Besitzerin eines chinesischen Haubenlokals, Frau Gu, die mit einem Sektionschef verheiratet war, der der Leiter der Wiener Fremdenpolizei und somit für Visa, vor allem für Chinesen, zuständig ist. Alle genannten hatten irgendwie zu den Toten einen Bezug, aber in welchem Zusammenhang? Jedenfalls war dieser aber tödlich. Buch: Martin Ambrosch 87:04 Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Die Filme mit den verschiedenen Hauptdarstellern werden abwechselnd und in loser Folge sonntags um 20.15 Uhr gezeigt, wobei die Ermittler der größeren ARD-Anstalten wie WDR und NDR alle paar Wochen im Einsatz sind und die der kleinen Anstalten wie RB und SR manchmal jahrelang gar nicht auftreten. Zunächst liefen nur etwa elf Folgen im Jahr, Ende der 90er-Jahre waren es 30.
Untertitel16:9HDTV
01:30 kulturMontag
Infosendung ~45 Min
''Leid & Herrlichkeit'' - Pedro Almodòvars neuer semiautobiografischer Film Die neue Lust auf Kunst und Luxus - Vorwärts in den Vollkapitalismus Weg mit dem Weihrauch - Die Neuen beim ''Jedermann'' Weg mit dem Weihrauch - Die Neuen beim ''Jedermann'' Nach fast 700 Vorstellungen in einem knappen Jahrhundert ist Hugo von Hofmannsthals Bühnenstück ''Jedermann'' wohl der zentralste Bestandteil der Salzburger Festspiel-DNA. Unter dem Arbeitstitel ''Veränderung belebt'' geht Regisseur Michael Sturminger mit acht Neubesetzungen in die dritte Runde im Spiel vom Sterben des reichen Mannes. Gemeinsam mit ''Jedermann'' Tobias Moretti will er langsam das traditionsreiche Werk vom Pathos befreien. Durch die Umbesetzungen habe sich eine neue Situation ergeben, die ganz neue Möglichkeiten und Färbungen eröffne, so der Schauspieler, dessen eigene Fassung des Hofmannsthal-Dauerbrenners mittlerweile auch als Buch vorliegt. Im diesjährigen Ensemble ist Valery Tscheplanowa die neue Buhlschaft, die Moretti als ''aufregendste Tartarin'' bezeichnet. Die meisten anderen neuen Kollegen kennt der mittlerweile 60-jährige Schauspieler von früher, einen davon besonders lang - die Rede ist von Bruder Gregor Bloéb. Dieser spielt den Teufel und guten Gesell und somit jene Rollen, die schon sein Bruder vor Jahren am Domplatz verkörpert hat. Die beiden viel Beschäftigten sind ewig nicht gemeinsam auf der Bühne gestanden. Zuletzt in Innsbruck, da war Bloéb 16 Jahre alt. Moretti war damals ein ''rostiger Ritter'', er selbst das ''blinde Arschloch'', erzählt der Schauspieler. Inwieweit Sturmingers säkularisierte Fassung wie nüchterne Lesart und die Neubesetzung beim Publikum ankommen, wird sich nach der Premiere am 20. Juli weisen. Der ''kulturMontag'' bringt einen Vorbericht. ''Leid & Herrlichkeit'' - Pedro Almodòvars neuer semiautobiografischer Film Seine Filme handeln von Verlangen und Identität, von Liebe und Leidenschaft, sind facettenreich, kontrovers und provokativ. Mit Produktionen wie ''Alles über meine Mutter'', ''Volver'' und ''Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs'' hat der 69-jährige Spanier Filmgeschichte geschrieben und wird dafür heuer bei den Festspielen in Venedig für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen geehrt. In seinem neuen, semiautobiografischen Film setzt er sich selber ein Denkmal. In ''Leid und Herrlichkeit'' erzählt er die Geschichte eines alternden Filmemachers, dem sein Rücken große Schmerzen bereitet, der den Tod seiner geliebten Mutter noch nach Jahren nicht verwunden hat, ebenso wenig wie den Verlust seiner ersten großen Liebe, und der sich vor allem nicht mehr dazu hinreißen lassen kann, einen neuen Film zu machen. Die Hauptrolle spielt Antonio Banderas, dessen Karriere Almodóvar wie kein anderer Regisseur geprägt hat. Vor 37 Jahren debütierte Banderas in dessen schriller Komödie ''Labyrinth der Leidenschaften''. Sieben weitere Zusammenarbeiten folgten, wie die international erfolgreiche Tragikomödie ''Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs'' . Mit ''Leid und Herrlichkeit'' beendet Almodóvar die Trilogie über sein Leben. Dass Filmen sein Lebenselixier ist hat der bald 70-jährige einmal mehr auch mit seinem neuen Werk bewiesen. Die neue Lust auf Kunst und Luxus - Vorwärts in den Vollkapitalismus Denkmalgeschützte Schlösser, rissige Gemälde von Alten Meistern, sündhafte teure Uhren, erlesene Weine oder gar Industriebrachen, die in ein neues Kulturviertel verwandelt werden. Auf der Suche nach neuem Profit erfindet sich der Kapitalismus stetig neu und erlebt derzeit einen radikalen Wandel. Waren im 19. Jahrhundert noch Kohle und Erdöl, Viehzucht und Ackerland die zentralen Wertschöpfungsquellen der Gesellschaft, so scheinen fossile Rohstoffe im 21. Jahrhundert von immateriellen Rohstoffen des Geistes abgelöst zu werden. Städte wie Bilbao, Paris oder gar das idyllische Krems an der Donau erfinden sich durch Aufsehen erregende Museumsbauten neu. In Westeuropa ist an die Stelle des klassischen Kapitalismus eine neue ökonomische Form getreten. Werte entstehen durch die Aufwertung der Vergangenheit, eine Verbindung von Luxus und Kultur.
Untertitel16:9


Nachmittag
 


Abend