TV-Programm ORF2 24.09.

   
   Was läuft beim TV Sender ORF2

Was läuft im TV-Programm von ORF2 am 24.09.?

Das ORF2 Tagesprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
01:35 kulturMontag
Infosendung ~45 Min
''Grand Hotel Abgrund'': Die Politagenden der Kunst beim steirischen herbst Neue Dokumentation ''Peter Turrini - Eine komische Katastrophe'' Die Suche nach Erlösung: Karl Markovics'' neuer Film ''Nobadi'' Wer war Albrecht Dürer? Ein Porträt des Renaissance-Genies Wer war Albrecht Dürer? Ein Porträt des Renaissance-Genies (anl. der Albertina-Schau ab 20.9.) Ob Rasen oder Hasen, radikale Selbstporträts oder grimmige Heilige - Albrecht Dürers Bilder sind Meilensteine der Kunstgeschichte. Mit Erstmaligkeiten hat es in seinem Werk kein Ende. Doch wer war dieser Beau in weißen Handschuhen mit christlichem Sex-Appeal, der seinen Stichen und Altarbildern Jesus etwas von seinem Antlitz einhauchte? Der den Menschen in das Heiligenbild holte und damit das Heilige in den Menschen, der ihn an- oder auszog und damit seine Seele freilegte. Ein sexueller Befreier, ein genialer Marketingstratege, der sich an der irdischen Wirklichkeit orientierte, ein Innovator, Theoretiker und Kosmopolit, der seiner Zeit immer voraus war. Als Heimat seiner weltberühmten Ikonen zeigt die Wiener Albertina ab 20. September mit rund 140 Arbeiten eine beeindruckende Schau mit internationalen Leihgaben. Der ''kulturMontag'' begibt sich auf Spurensuche des Renaissance-Genies zwischen seiner Geburtsstadt Nürnberg und dem Ort, wo Dürers letzte DNA verwahrt wird. Die Suche nach Erlösung: Karl Markovics'' neuer Film ''Nobadi'' (Kinostart: 4.10.) Ein 93-jähriger Mann kommt zu seiner Tierärztin: statt seinem Hund hat er einen illegalen Flüchtling mitgebracht, der am Fuß verletzt ist. Heinz Trixner spielt einen alternden Nazi, der zuerst eigentlich Hilfe dabei braucht, seinen toten Hund zu vergraben. Dafür bezahlt er einen Afghanen, gespielt von Borhanulddin Hassan Zader, der 2012 tatsächlich als Flüchtling ins Land kam. Vor vier Jahren hat Filmemacher Karl Markovics diese Geschichte niedergeschrieben, inspiriert von den politischen Ereignissen rund um die Flüchtlingskrise 2015. In seiner dritten Filmregiearbeit ''Nobadi'' behandelt er große Fragen der Menschheit und lässt kammerspielartig Gegensätze aufeinander prallen. Gut trifft auf Böse, beide Seiten waren in einem Lager, beide tragen Tätowierungen. Der eine von der SS, ein Trauma, das sein Verhältnis zum Geflüchteten prägt. Der Andere wurde mit seinem Rufnamen ''Nobadi'', den er im NATO-Militärlager in Afghanistan als Übersetzer bekam, gebrandmarkt. Markovics'' neuer Film feierte vor kurzem beim renommierten Filmfestival in Toronto Weltpremiere. Anlässlich des Kinostarts am 4. Oktober reflektiert der Regisseur im ''kulturMontag''-Studio über den Umgang der westlichen Welt mit der Migrationsbewegung und über die verdrängte Nazivergangenheit, über schlechtes Gewissen, Schuld und Sühne. ''Grand Hotel Abgrund'': Die Politagenden der Kunst beim steirischen herbst Angesichts des aufkeimenden Faschismus polemisierte der ungarische Philosoph und Marxist Georg Lukács 1933 in seinem Moskauer Exil gegen die Haltung europäischer Intellektueller und Kulturschaffende. Während sie es sich gemütlich in einem komfortablen ''Hotel Abgrund'' eingerichtet hätten, versuchte er selbst im Hotel ''Gulag'' zu überleben. Für die Intendantin des steirischen herbst, Ekaterina Degot, eine Metapher, die ihre Gültigkeit nicht verloren hat. Jene Terrasse des gleichen Grand Hotels ist auch heute gut besucht, es haben sich lediglich andere Protagonisten eingefunden. Degot dient der Titel als Motto für die diesjährige Festival-Ausgabe, denn ''Hedonismus sei Teil unserer Lebenskultur - in Europa und hier in Graz''. Die Avantgarde der 1910er- und 1920er-Jahre wollte etwa etwas ''Ungenießbares'' auf den Tisch bringen und dadurch anregen, über das Leben und die Politik nachzudenken. Wie engagiert Künstler/innen in brüchigen Zeiten agieren, das will der steirische herbst in diesem Jahr in den Fokus rücken. So etwa beschäftigt sich das Kollektiv ''Theater im Bahnhof'' in '' Menschenmarkt'' mit dem Ausbrechen aus dem Teufelskreis Armut. Der britische Künstler Jeremy Deller, der mit seiner ''Fuck Brexit- Kampagne'' als vehementer Gegner des EU-Austritts seines Landes für Aufmerksamkeit sorgte, analysiert in seiner neuen Videoinstallation die irre Sehnsucht nach Abschottung und die Verbreitung von Rechtspopulismus.
Untertitel16:9


Nachmittag
 


Abend