TV-Programm ZDF heute

   
   Was läuft beim TV Sender ZDF

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von ZDF?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender ZDF - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Das ZDF ist eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt in Deutschland und eine der größten Sendeanstalten in Europa. Gemeinsam mit der ARD und dem Deutschlandradio bildet das ZDF den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland.

Vormittag
 
00:10 Auf Nummer sicher?
Spielfilm ~70 Min
Journalistin Sandra (33) soll einen Werbefilm für eine neue Mikrochip-Technologie drehen. Welche Gefahr diese Innovation birgt, wird ihr erst klar, als ein Zeitreisender sie warnt. Die alleinerziehende Mutter ist zwar auf den Auftrag angewiesen, er steht aber in Widerspruch zu ihrem Gefühl gesellschaftlicher Verantwortung. Sie arbeitet weiter an dem Film. Dass dabei ihre Sicherheit auf dem Spiel steht, ist ihr nicht bewusst. Sandra und ihr Sohn Jakob (6) leben seit der Trennung von Sandras Mann wieder bei ihrem Vater Heiner (59), was sie auch finanziell entlasten soll. Der Auftrag des ''Interessenverbandes RFID'' (''Radio Frequency Identification''), einen Werbefilm für eine neue Mikrochip-Technologie herzustellen, stellt eine große Chance für Sandra dar: Der Film soll einen Fachkongress eröffnen. An diesem werden hochrangige Politiker teilnehmen, die über wichtige Beschlüsse zu RFID abstimmen und entscheiden, ob die Technologie nicht nur in die Reisepässe aller deutschen Bürger integriert wird, sondern auch in ihre Personalausweise. Dabei geht es für den Interessenverband um einen potenziellen Milliardenauftrag. Eines Tages steigt an einer Ampel plötzlich ein fremder Mann, Jonas, in Sandras Wagen. Er will sie warnen: Die neue Überwachungstechnologie berge große Gefahren für die Gesellschaft. Sie solle keinen Werbefilm machen, sondern einen Film, der über die Gefahren der neuen Technologie aufklärt - ohne, dass der Verband es vor der Präsentation beim Kongress mitbekommt. Sandra hat Angst vor dem Fremden, steigt aus und ruft um Hilfe. Jonas wird verhaftet, kann sich nicht ausweisen und wird in die Psychiatrie eingeliefert. Dort behauptet er, ein Zeitreisender aus dem Jahr 2020 zu sein. Sandra hört davon und glaubt ihm zuerst kein Wort. Dann jedoch beginnt sie, tiefer zum Interessenverband und seinem Mikrochip zu recherchieren und stößt auf hochbrisante Informationen. Dass das nicht unbemerkt bleibt und sie zunehmend mit ihrer eigenen Sicherheit spielt, ist der jungen Mutter nicht klar. ''Auf Nummer sicher?'' arbeitet neben seiner fiktiven Handlung auch mit Experten-Interviews, echtem Dokumentarfilm-Material und einer narrativen Mischform: In dokumentarischen Aufnahmen agieren fiktive Personen. ''Auf Nummer sicher?'' ist der letzte Film der Reihe ''Wie werden wir leben?''.
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Nachmittag
 


Abend
 
20:15 Die Tricks der Lebensmittelindustrie
Infosendung ~45 Min
Ob ballaststoffreich oder kalorienarm, laktosefrei oder bio: Die Lebensmittelindustrie hat für jeden Kundenwunsch etwas im Angebot - und Sebastian Lege weiß, welche Tricks sie dabei benutzt. Einmal mehr verblüfft der Produktentwickler mit Einblicken ins Waffenarsenal der Profitjäger. Diesmal reicht das Spektrum von Fake-Vollkorn-Brötchen bis zum Zuckerersatz aus Ernteabfall. Und wer hätte gedacht, dass nicht nur Pandas Bambus essen, sondern auch wir? Die erstaunlichen Verfahren zur Optimierung des Gewinns demonstriert Sebastian Lege mal in seiner ''Food-Werkstatt'', mal vor Ort bei Herstellern oder Verarbeitungsbetrieben, wo im Mega-Maßstab getrickst wird. Und wie immer sucht er dort den direkten Kontakt zum Verbraucher, täuscht die Sinne und gibt Tipps, worauf jeder beim Einkauf achten kann. Neu dabei: Do-it-yourself-Tipps, denn zum Beispiel bei den beliebten Milchersatz-Produkten sahnt die Industrie kräftig ab, obwohl man etwa Soja- oder Mandelmilch aus günstigen Zutaten schnell und einfach selbst machen kann. Sahnig, cremig, körnig, käsig. Die Konsistenz ist bei Lebensmitteln oft ein entscheidender Genussfaktor - Experten sprechen vom ''Mundgefühl''. In immer mehr Produkten aber täuschen Pflanzenfasern hochwertigere Zutaten vor - etwa in Frischkäse, Tortellini oder Wurst. Wie das funktioniert, zeigt Sebastian Lege am Beispiel von Kichererbsen-Dip. Traditionell erhält Hummus seine typische Konsistenz durch Zutaten wie Sesampaste und Olivenöl. Pflanzenfasern gehören aber inzwischen - ähnlich wie Gelatine oder Kartoffelstärke - zur Allzweckwaffe der Industrie. Sebastian Lege demonstriert in seiner Werkstatt, wie die Billig-Alternativen für schön viel Volumen sorgen und so hochwertige Zutaten eingespart werden. Auch beim nächsten Trick muss man als Verbraucher ganz genau hinschauen: Woran erkennt man eigentlich Vollkorn-Produkte? Die meisten achten vor allem auf eine dunklere Farbe des Teiges. Doch da setzt die Backwarenbranche an und färbt einfach hellen Teig dunkel. Der Farbstoff ist Malz, hergestellt aus Gerste, ebenfalls ein Getreide, und so fällt das Ganze auf der Zutatenliste nicht auf. Vorteil für die Bäcker: Gefärbtes Feinmehl ist viel einfacher und lukrativer zu verarbeiten als Vollkornschrot. Brote und Brötchen werden in vielen Supermärkten und Discountern auf ''Vollkorn'' gefärbt, damit Kunden höhere Preise dafür bezahlen - ohne dafür den Mehrwert echter Vollkorn-Produkte zu erhalten. Eine weitverbreitete Verbrauchertäuschung. Vollreife Mangos waren früher ein Luxusobjekt, doch inzwischen gibt es die aromatischen Tropenfrüchte selbst beim Discounter zum erstaunlich günstigen Preis. Möglich ist das nur durch eine Logistik, die jede Beschädigung der Früchte auf ihrer Reise aus den tropischen Erzeugerländern nach Deutschland vermeidet. Und das bei riesigen Transportmengen. Noch besser: Saisonale Schwankungen im Angebot soll der Kunde nicht merken. Der Trick dabei: Spezielle Gase steuern ganz nach Bedarf den Reifeprozess der Bananen. Wie das funktioniert, demonstriert Sebastian Lege beim Besuch eines Großbetriebes für Obstbehandlung. Dort werden Mangos sogar punktgenau den Wünschen der jeweiligen Supermarkt-Ketten entsprechend vorgereift. ''ZDFzeit'' fragt kritisch nach: Leidet die Qualität dabei? Sind die Gase umwelt- oder gesundheitsschädlich? Und wie wirkt sich der Chemie-Trick auf die Ökobilanz der Fernimporte aus? Der Vegan-Trend ist unaufhaltsam, auch die Furcht etlicher Verbraucher vor Laktose-Unverträglichkeit spielt dabei eine Rolle - und von beidem profitieren Anbieter von Milch-Ersatzprodukten. Ob aus Reis, Sojabohnen, Mandeln, Nüssen oder Hafer - vegane Alternativen zu Kuhmilch gibt es viele. Lebensmittel-Entwickler Sebastian Lege demonstriert in seiner Werkstatt, wie einfach die Rezepte und wie preiswert die Zutaten sind, aus denen solche Produkte hergestellt werden.
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22:15 37° Tiertransporte grenzenlos
Infosendung ~45 Min
Nicht immer wissen die Käufer von Lederwaren, woher das Leder stammt. In dem ''37°''-Film spürt Autor Manfred Karremann die verschlungenen Wege der Tiertransporte auf. Deutschland ist ein Hauptabnehmer von Schuhen, deren Leder aus der Türkei stammt. Gefertigt werden sie auch aus der Haut deutscher Tiere. Und das, obwohl die Exporte von Rindern unter anderem in die Türkei inzwischen stark eingeschränkt oder verboten wurden. Der Grund ist, dass die Transport- und Schlachtbedingungen nicht akzeptabel waren. Trotzdem finden sich nicht nur in Schlachthöfen in der Türkei, sondern auch in Ländern wie dem Libanon und Libyen Tiere, die ursprünglich aus Deutschland stammen. Und das geht so: Ahnungslose Landwirte verkaufen Kälber an einen Händler. Der verkauft sie weiter. Oft gehen die wenigen Wochen alten Tiere anschließend direkt in eine Mast in Länder wie Spanien. Kaum gemästet, sind die deutschen Rinder auf dem Weg in den Nahen Osten oder nach Nordafrika. Aber auch Milchkühe, die zur Zucht exportiert wurden, finden sich in den Schlachthöfen, so die investigativen Recherchen von Manfred Karremann. In einem Fall wurden sogar schwangere Kühe als Zuchttiere ordnungsgemäß aus Bayern nach Osteuropa transportiert. Von dort aber dann nahtlos mit anderen Papieren als Schlachtvieh nach Spanien gekarrt und auf ein Schiff mit Ziel Libyen verladen. Doch: Auch legale Wege führen noch immer aus Deutschland in sogenannte Drittländer. Einfach, indem Rinder aus einem Bundesland mit Exportverbot in ein anderes ohne diese Beschränkung verschoben und von dort ausgeführt werden. Weil sie billig sind, werden daneben Hunderttausende Rinder aus Brasilien in den Nahen Osten und die Türkei transportiert - die Exporte erreichen Rekordzahlen. Oft sind die Frachter aus Südamerika mehr als drei Wochen unterwegs, für die Tiere eine Tortur. Nicht selten wurde für ihre Mast Regenwald abgeholzt. Unzählige Schiffe verpesten Luft und Wasser für solche Lebend-Transporte. Vor allem in der Türkei zu Leder verarbeitet, kommt die Haut dieser Tiere oft auch nach Deutschland. Leder sei nur ein Abfallprodukt aus der Schlachtung, so meinen viele. Doch das stimmt nur zum Teil: Millionen Schuhe, Gürtel und Lederjacken sind auch Teil der Wertschöpfung. Eben nicht nur Fleisch, sondern auch Leder kann aus Tierquälerei stammen, für den Menschen giftig sein und sogar das Klima schädigen.
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