TV-Programm hr 21.08.

   
   Was läuft beim TV Sender hr

Was läuft im TV-Programm von hr am 21.08.?

Das hr Tagesprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
00:45 Das Bernstein-Amulett
Spielfilm ~90 Min
Der Mann, den Barbara (Muriel Baumeister) überglücklich in die Arme schließen will, ist nicht ihr Ehemann Alexander (Michael von Au), sondern ein entlassener Kriegsgefangener. Von ihm erfährt sie, dass Alexander lebt und in einem Kriegsgefangenenlager auf seine baldige Heimkehr hofft. Trotz ihrer starken Gefühle für den fürsorglichen russischen Offizier Belajew (Merab Ninidze) bleibt sie auf dem elterlichen Gut zurück, um auf Alexander zu warten. Was Belajew nicht ahnt: Barbara erwartet ein Kind von ihm. Als die russischen Besatzer den Osten Deutschlands nach ihren sozialistischen Idealen umstrukturieren, sind davon auch Barbara und ihre Schwiegermutter Gunhild (Nadja Tiller) betroffen. Barbaras gekränkte und einsame Stiefschwester Elisabeth (Nadeshda Brennicke), die im sozialistischen Gleichheitsgedanken ihr Lebensideal findet, sorgt dafür, dass die beiden Frauen das Schlossgut räumen müssen - Schloss Hagenow geht in ''Volksbesitz'' über und wird unter Elisabeths Leitung später zu einem Kinderheim umfunktioniert. Als Alexander endlich aus der Gefangenschaft zurückkehrt, möchte er von den Nöten und Wirrungen während der Zeit seiner Abwesenheit nichts wissen. So akzeptiert er den kleinen Sohn Konstantin ohne weitere Fragen. Nach einer letzten Aussprache zwischen Barbara und Belajew, der sie mehrfach aufsucht, entscheidet sich Barbara schließlich dafür, mit Alexander einen Neuanfang zu wagen. Es gelingt dem Paar, sich unter dem neuen kommunistischen Regime einzurichten. Barbara und Alexander bekommen zwei weitere Kinder, und Alexander erhält mit Elisabeths Hilfe endlich wieder eine angesehene Stelle als Physiker in der Forschung. Aber der nächste Schicksalsschlag lässt nicht lange auf sich warten: Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wird Alexander als Westspion verurteilt. Erst fünf Jahre später, 1961, gelingt es Barbara, ihn zu besuchen. Geschockt vom schlechten Zustand ihres Mannes, bittet sie Belajew um Hilfe. Er fordert ein Pfand: ihr Bernstein-Amulett... Der abschließende zweite Teil der bewegenden Liebesgeschichte ''Das Bernstein-Amulett'' schildert den Überlebenskampf der Familie Reichenbach in den Nachkriegswirren und unter der russischen Besatzung in Ostdeutschland. Muriel Baumeister (''Gefühle im Sturm'') beeindruckt als selbstbewusste Frau, die zwischen zwei Männern hin- und hergerissen ist. Michael von Au (''Scheidung mit Hindernissen'') überzeugt als traumatisierter Kriegsheimkehrer und Nadeshda Brennicke (''Affäre zu dritt'') glänzt als gekränkte und einsame Stiefschwester. Abgerundet wird das hervorragende Ensemble von Merab Ninidze (''Nirgendwo in Afrika'') und Nadja Tiller (''Ein Albtraum von 3 1/2 Kilo'').
Untertitel16:9
10:25 Wanderlust! In Andalusien, Spanien
Serie ~45 Min
Das Frühjahr ist die beste Zeit, um in Andalusien zu wandern. Die Sträucher blühen, die Wälder und Weiden sind grün und die Temperaturen angenehm. Ein Fernwanderweg verbindet die ''weißen Dörfer'', denen einst die Mauren, die muslimischen Eroberer aus dem nahen Afrika, ihr Gesicht gaben. Die Wanderung beginnt in Tarifa, der südlichsten Stadt des europäischen Festlandes. In einem Haus am Wegesrand holt Bradley Mayhew seinen Wanderkameraden ab, den Gewerkschafter und Umweltschützer Quico Rebolledo. 200 Kilometer weit wandern die beiden durch Korkeichenwälder und Karstgebirge, bis nach Ronda, dem größten der weißen Dörfer von al-Andalus, wie die Mauren ihr Herrschaftsgebiet nannten. Die erste Hälfte der Wanderung verläuft durch die Alcornocales, benannt nach der Korkeiche und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete am Mittelmeer. Nach wie vor ist Kork eine wichtige Einkommensquelle. Bradley und Quico treffen einen jungen Korkfabrikanten bei der Arbeit. In einem Kastell lädt sie ein englischer Aussteiger und Gastwirt zu Tortilla mit Flamenco-Begleitung ein. Und wo die Alcornocales bergiger werden, begegnen die beiden Wanderer einer Kräuterfrau, die altes Wissen über die essbaren Pflanzen der Gegend bewahrt und in ihrer Finca wilden Lavendel zu Heilzwecken destilliert. Die zweite Hälfte des Weges führt in die Sierra de Grazalema. Die Karstlandschaft ist für ihre Pinsapo-Tannen bekannt, die hier die letzte Eiszeit überstanden haben. Im weißen Dorf Grazalema kommen die Wanderer an einer Fabrik vorbei, in der Decken aus der Wolle des Merino-Schafs gewoben werden und gewalkt wie vor zweihundert Jahren. Höhepunkt der Wanderung ist Ronda, eine spektakulär auf Felsen thronende Stadt. Bradley ist am Palmsonntag da, die Prozessionen der Semana Santa, der Karwoche, fangen an. Über eine Tonne wiegen die Throne der Christus- und Marienfiguren, die von Büßern durch die Stadt getragen werden, begleitet von Klagemusik. Hinter Ronda geht der Fernwanderweg, der GR7, wie er offiziell heißt, noch über 500 Kilometer weit. Bradley nimmt in der spektakulären Schlucht von El Chorro den Zug zum Flughafen, im Gepäck all die schönen Eindrücke von der Wanderung durch al-Andalus.
16:9


Nachmittag
 
14:30 Die lange Welle hinterm Kiel
Spielfilm ~90 Min
Auf einer luxuriösen Kreuzfahrt kommt es im Indischen Ozean zur schicksalhaften Begegnung zweier Menschen, die sich seit Jahrzehnten nicht gesehen haben. Professor Martin Burian ist ein renommierter Arzt, der Ende des 2. Weltkriegs als tschechischer Regierungsbevollmächtigter unter den verhassten Sudetendeutschen ein Blutbad anrichtete. Dabei kam auch Margarete Kämmerers damaliger Ehemann ums Leben. Als sie erfährt, dass der Mörder ihres Gatten an Bord ist, will sie diesen endlich zur Rechenschaft ziehen. Die exzentrische Millionärin Margarete Kämmerer (Christiane Hörbiger) geht 1990 in Jakarta an Bord eines luxuriösen Kreuzfahrtschiffes. Es ist die letzte Reise der unheilbar Kranken, sie hat Krebs im Endstadium. Ihr Neffe Sigi (Christoph Letkowski) soll nach ihrem Tod die Asche seiner Tante ins Meer streuen - in die lange Welle hinter dem Kiel. Eines Abends weckt in ihr die Stimme eines älteren Herrn am Nachbartisch schmerzhafte Erinnerungen. Die Nachforschungen ihres Neffen bestätigen, dass mit Martin Burian (Mario Adorf) tatsächlich jener Tscheche an Bord ist, der 1945 im Sudetenland viele Deutsche liquidieren ließ - darunter Margaretes erster Mann Sepp Pichler (Michael Steinocher). Um ihren Seelenfrieden zu finden, muss Margarete dessen Mörder richten. Doch Sigi will das Unglück abwenden und weiht Burians Schwiegertochter Sylva (Veronica Ferres) in die Rachepläne seiner Tante ein. Sylva, die von ihrem Mann verlassen wurde und seither Selbstmordgedanken hegt, stellt ihren Schwiegervater zur Rede. Dabei erfährt sie eine ganz andere Version der damaligen Ereignisse: Pichler war ein strammer Nazi, der Burians Bruder auf dem Gewissen hatte. Bei dem Versuch, zwischen den Todfeinden zu vermitteln, kommen Sigi und Sylva einander näher und verbringen die Nacht miteinander. Am nächsten Morgen sind Margarete und Martin spurlos verschwunden. Schuld und Sühne, Liebe und späte Vergebung: Das sind die Themen dieses ungewöhnlichen Melodrams nach dem gleichnamigen Roman des tschechisch-österreichischen Schriftstellers Pavel Kohout. Die ''Traumschiff''-Kulisse täuscht eine Idylle vor: Christiane Hörbiger und Mario Adorf spielen zwei Todfeinde, die sich im Zuge der Auflösung der politischen Machtblöcke im Jahr 1990 ihrer quälenden Vergangenheit stellen. Nikolaus Leytner, mehrfach ausgezeichnet für ''Ein halbes Leben'', inszenierte nach dem Buch von Klaus Richter. Gedreht wurde in Wien und Umgebung sowie in Sri Lanka. Das MDR FERNSEHEN gratuliert Mario Adorf, der am 8. September seinen 85. Geburtstag begeht. (Siehe auch Sa., 05.09., 00:00 Uhr ''Das Geheimnis im blauen Schloss'').
Untertitel16:9HDTV


Abend
 
23:20 Polizeiruf 110: Zwischen den Gleisen
Spielfilm ~60 Min
Auf einem großen Güterbahnhof werden von unbekannten Tätern aus den Waggons hochwertige Waren geraubt. Oberleutnant Hübner überprüft gemeinsam mit einem Kollegen von der Transportpolizei die Situation auf dem Bahnhof und stellt fest, dass die Täter sich gut auf dem Gelände auskennen und unter den Mitarbeitern zu suchen sein müssen. Wachtmeister Subras erhält den Auftrag, verdeckt zu ermitteln. In der Feierabendkneipe stößt er auf Manfred Petzold, der gerade von der Armee zurückgekehrt ist und seinen Einstand feiert. Manfred hat Streit mit seinem Vater, der den Bahnhof leitet und nicht möchte, dass er auf dem Bahnhof weiter arbeitet. Sein Freund Spinner und seine Freundin Susanne hätten schlechten Einfluss auf ihn. Doch Manfred möchte sich von seinem Vater nicht reinreden lassen, denn mit dessen Lebenswandel ist er auch nicht einverstanden. Er hat eine viel jüngere Frau geheiratet und mit ihr, von einer angeblichen Erbschaft, ein altes Haus gekauft, das er nun in jeder freien Minute restauriert. Eines Tages entdeckt Manfred seinen Freund Spinner beim Aufbrechen eines Waggons. Als er ihn zur Rede stellt, deutet Spinner an, dass Manfreds Vater selbst in die Einbrüche verwickelt ist. Manfred will das nicht glauben, bleibt aber misstrauisch und lauert seinem Vater im Büro auf. Hier hört er, wie sein Vater Informationen über den Inhalt der Waggons an Spinner weitergibt. Was der ''Tatort'' für Westdeutschland war, war der ''Polizeiruf 110'' für die ehemalige DDR. Aufgrund der hohen Qualität und Beliebtheit bei den Zuschauern überlebte das Format auch die Wiedervereinigung. Seitdem läuft die Krimiserie als gesamtdeutsche Ausstrahlung auch mit westdeutschen Kommissaren und Einsatzorten.
Schwarz /weißUntertitel