TV-Programm NDR 23.10.

   
   Was läuft beim TV Sender NDR

Was läuft im TV-Programm von NDR am 23.10.?

Das NDR Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
00:45 Versicherungsvertreter 2 - Mehmet Göker macht weiter
Infosendung ~70 Min
Mehmet Göker räkelt sich zufrieden im Fahrersitz seines Porsche-Geländewagens. Rechts sieht man das türkisfarbene Wasser der Ägäis schimmern. Nein, er hat kein Problem damit, nicht mehr nach Deutschland zu können. Nur das ''deutsche Kino, ''ne Currywurst und der Weihnachtsmarkt'' würde ihm ''abgehen''. Seit September 2012 wird Mehmet Göker mit internationalem Haftbefehl gesucht. Doch hier in der Westtürkei ist er sicher. Die Türkei liefert nicht an EU-Staaten aus. Und trotz Verfolgung tut Göker, was er immer getan hat: Er verkauft weiterhin private Krankenversicherungen an deutsche Kunden. Auch wenn Konzerne beteuern, sie würden wissentlich nicht mit Mehmet Göker zusammenarbeiten. Göker schaltet einfach einen Makler aus Deutschland dazwischen. Früher war Göker sehr beliebt bei den Versicherungsvorständen. Er sorgte für Umsatz. Wie, war ihnen egal. Sie waren stolz, mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen. Besonders die AXA und die Alte Leipziger/Hallesche. Deren Vertriebschef Kettnaker freut sich in diesem Film: Er habe ''die Gunst der ersten Nacht'' mit Vertriebsgenie Göker gehabt und will ihn auch noch in ''25 Jahren'' als ''Flankenläufer weiter begleiten''. Das zeigt recherchiertes Material von einer MEG-Firmenfeier, das 2008, nur ein Jahr vor der Insolvenz, gedreht wurde. Die MEG AG, gegründet von Göker und einst zweitgrößte Vermittlerin von privaten Krankenversicherungen in Deutschland mit 1.000 Mitarbeitenden, ist längst pleite und schuldet den Versicherern Millionen. Doch noch immer sind junge Vertriebsmitarbeitende, nicht selten Migranten, fasziniert von Göker, an den sie wie an einen Guru glauben. Sie bewerben sich über Facebook und ziehen ins türkische Kusadasi, um an der Seite des ''Vertriebs-Messias'' das scheinbar leichte Geld zu verdienen. Die Ernüchterung kommt schnell. Für Mehmet Göker wird die Luft dünner. Von Drehtermin zu Drehtermin wirkt er abgekämpfter. Staatsanwalt, Gläubiger und der Insolvenzverwalter sind ihm auf den Fersen. Die großen Versicherer werden nicht müde zu verkünden, nie wieder mit ihm Geschäfte machen zu wollen. Und er beteuert, er sei unschuldig und alles andere als pleite. Der Dokumentarfilm ''Versicherungsvertreter 2. Mehmet Göker macht weiter'' aus dem Jahr 2015 zeigt intime Einblicke in die Welt der Versicherungsverkäufer und -optimierer und was aus dem einstigen Musterschüler der Versicherungen geworden ist. Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren ließ sich der per Haftbefehl gesuchte einstige ''Liebling der Versicherungen'' von Grimme-Preisträger Klaus Stern bei seinen Aktivitäten begleiten.
Untertitel16:9
01:55 Der schönste Kleingarten des Nordens
Infosendung ~50 Min
In dieser Folge tritt Björn Hanssen für Hamburg an. ''En beten scheef hett Gott leef'' (ein bisschen schief hat Gott lieb), lautet die Devise im Kleingarten des Hamburger Familienvaters. Für die Gestaltung wurde fast nichts neu angeschafft, sondern die bereits vorhandenen oder auch geschenkten Dinge wurden den eigenen Wünschen nach umgebaut bzw. umfunktioniert. So sind beispielsweise aus alten Europaletten und Gehwegplatten Hochbeete entstanden, ausgediente Ölfässer dienen dem Süßkartoffelanbau. Die über 40 Jahre alte Laube ist ein echter Hingucker und besticht durch einen ganz eigenen Charme. Zwei Jahre hat ihr Um- und Ausbau gedauert, Streetart-Künstler haben die Außenwände bemalt. Das Sonnendeck neben der Laube wurde aus den Planken eines Kakaospeichers gebaut. Was Björn Hanssen an Fachwissen fehlt, macht er durch Experimentierfreude und Tatendrang wieder wett. Sein ökologisches Engagement will er dokumentieren und Menschen zeigen, seit knapp drei Jahren macht er das sogar in einem Blog. Hier ist alles erlaubt, was nicht unbedingt der Norm entspricht, darum wird man auch keinen ''Hygge-Glanz'' oder Modern Design im knapp 400 Qudratmeter großen Garten von Björn Hanssen finden. Er und seine Familie lieben es, mit beiden Händen in der Erde zu wühlen und dabei etwas zu erschaffen. Der Garten ist ihr Hafen zum Ankommen im Hier und Jetzt, ein Ruhepol in der Metropole, in dem aber auch gerne Partys gefeiert werden.
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06:35 Die Bewegungs-Docs
Infosendung ~45 Min
Back to play, zurück ins Spiel Rückenschmerzen Arteriosklerose Bewegung als Medizin: In der Fortsetzung dieses einzigartigen Fernsehformats wird Menschen geholfen, die an ihren massiven Gesundheitsproblemen fast verzweifeln. Die ''Docs'' Melanie Hümmelgen, Christian Sturm und Helge Riepenhof, alle erfahrene Mediziner, wollen mit gezielten Bewegungsstrategien Symptome deutlich verbessern und Krankheiten sogar heilen. Auf ihrer Hausboot-Praxis mitten in der Stadt knüpfen die Bewegungs-Docs mit diesem Coachingformat an die Behandlungserfolge der Kollegin und Kollegen von den Ernährungs-Docs an. Die Bewegungs-Docs beweisen, dass mit speziellen Bewegungstherapien schon innerhalb weniger Monate erstaunliche Ergebnisse erzielt werden können. Medizin, die etwas bewegt, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. In dieser Folge ''Die Bewegungs-Docs'' kommt Doreen S. an Bord der Hausboot-Praxis. Sie hat ständig Rückenschmerzen. Schon beim Aufstehen am Morgen fragt sie sich, wie sie die Treppe im Reihenhaus herunter kommen soll. Die 56-jährige Buchhalterin leidet unter einer Spinalkanalstenose, einer Einengung des Rückenmarks. Orthopäde Christian Sturm erklärt ihr, sie habe einen Gleitwirbel und zieht einen Vergleich zu einem schlecht gespannten Zelt. Es muss versucht werden, wieder Spannung in das gleitende Segment zu bekommen. Im Keller des Hauses der Familie lagern viele Sportgeräte, doch bislang hat Doreen S. vergeblich versucht, gegen den Schmerz anzutrainieren. Jetzt hofft sie auf die maßgeschneiderte Therapie und darauf, einer Operation zu entkommen. Ihr droht die Verschraubung der Wirbelkörper. Der Student Hendrik N. hat schon eine große Operation hinter sich. Der 26-Jährige spielte früher leidenschaftlich gern Fußball. Eine kleine Bewegung, ein plötzlicher Richtungswechsel sorgte für gleich mehrere schwere Verletzungen: Kreuzband, Meniskus, Innenband, alles gerissen. Dazu kommt ein Knorpelschaden. Totalschaden also? Alles vorbei? Sportmediziner Helge Riepenhof hat schon viele Fußballer wieder aufs Spielfeld gebracht. Er behandelt alle, von den Profis des AS Rom, für den der Orthopäde als Mannschaftsarzt tätig war, bis zum Hobby-Kicker. Back to play, zurück ins Spiel, heißt das große Ziel, erklärt der Bewegungs-Doc. Spielerisch wirken auch die Übungen, die der Arzt für Hendrik zusammengestellt hat, um den vorderen und den hinteren Oberschenkelmuskel zu trainieren. Auch Carsten K. hat große Sorgen. Er leidet unter Arteriosklerose, einer Verkalkung der Herzkranzgefäße, die das Herz mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Die sogenannte Koronare Herzerkrankung betrifft mehr als fünf Millionen Deutsche. Sieben Stents, fünf Weitungen mit einem Ballon und drei Bypass-Operationen hat der Lkw-Fahrer bereits über sich ergehen lassen. Doch immer noch plagen ihn Erschöpfung und ein Engegefühl hinter dem Brustbein. Auf dem Praxisboot gibt Bewegungs-Doc und Kardiologin Melanie Hümmelgen den Kurs vor für die wichtige Anschlusstherapie, denn alle Gefäße sind betroffen, auch die klitzekleinen. Da kommt man mit dem Ballon gar nicht hin und kann auch keinen Stent setzen. Genau dann ist Bewegung die beste Medizin.
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11:30 Die Nordreportage: TÜV für die Köhlbrandbrücke
Infosendung ~30 Min
TÜV für die Köhlbrandbrücke Für Brückenmeister Frank Zetzsche beginnt eine zweitägige Mammutaufgabe: Brücken-TÜV, Straßenbauarbeiten und eine Vollsperrung. Bei der Köhlbrandbrücke wird nur einmal in sechs Jahren jede Schraube und jede Schweißnaht bei der sogenannten Bauwerkshauptprüfung kontrolliert. Frank Zetzsche ist seit 17 Jahren verantwortlich für Hamburgs Wahrzeichen über dem Köhlbrand, einem Seitenarm der Elbe, und arbeitet für die Hamburg Port Authority, die das Hafenmanagement betreibt. Für ihn bedeutet das Wochenende auch eine logistische Herausforderung, denn bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Drei Monate lang hat er alles vorbereitet. Die ''alte Dame'' über dem Köhlbrand, wie er die Brücke liebevoll nennt, ist 3.618 Meter lang und schon 45 Jahre alt. Ihre Ost- und Westrampe bestehen aus Beton, die Mitte ist aus Stahl und hängt an 88 Seilen. Die Köhlbrandbrücke ist die wichtigste Verkehrsverbindung im Hamburger Hafen. Mit Bauwerksprüfer Martin Boldt arbeitet Frank Zetzsche schon viele Jahre lang Hand in Hand. Boldt kontrolliert mit seinem Team auf einem Kragarm in 45 Metern Höhe mögliche Mängel im Beton. In Hohlstellen könnte sich Wasser sammeln und den Spannbeton durchfeuchten. Boldt muss jeden kleinen Mangel aufspüren und dokumentieren. Die Köhlbrandbrücke ist in die Jahre gekommen und wird stark belastet. Mittlerweile überqueren jeden Tag 36.000 Fahrzeuge die Brücke, davon ein Drittel Lkw. ''Wir haben hier extreme Spurrillen, dreieinhalb Zentimeter tief, das ist unglaublich'', sagt Zetzsche. Deshalb laufen neben der Mängelkontrolle auch Straßenbauarbeiten auf der Brücke. Die ist mit einer Durchfahrtshöhe von 52 Metern auch nicht mehr zeitgemäß. ''Mit der Weiterentwicklung der Containerschifffahrt werden die Schiffe immer größer. Und viele der größten Kategorie schaffen es nicht mehr, unter der Köhlbrandbrücke bis zum Terminal Altenwerder durchzukommen. Die Brücke ist zu tief'', erzählt Zetzsche weiter. Für ihn sei die Brücke aber ''das schönste Wahrzeichen Hamburgs'' und kommt für ihn gleich nach seiner Familie. Doch ab 2030 soll die Brücke ersetzt werden. Ob durch eine höhere Brücke oder gar einen Tunnel, darüber hat der Hamburger Senat noch nicht entschieden. Das NDR Team begleitet Brückenmeister Zetzsche zwei Tage lang durch sein stressiges Wochenende auf der Brücke. Der Ablauf ist zeitlich genau geplant: Straßenbauarbeiten, Seilresonanzschwingungsmessungen, Flüge der Helicopterkamera sogar im engen Brückenpfeiler, statische Messungen in der Nacht, Kontrollfahrten der Bauwerksprüfer auf der Arbeitsbühne direkt unter der Betonrampe. Und sogar Höhenretter seilen sich von einem 135 Meter hohen Pylonen ab. Und dann muss Zetzsche auch noch die Vollsperrung der Köhlbrandbrücke in den Griff kriegen. Wird ihm das gelingen? Und: In welchem Zustand befindet sich die Köhlbrandbrücke tatsächlich? Ist sie noch fit für die nächsten Jahre bis zum Abriss?
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Nachmittag
 
14:15 die nordstory - Fernfahrer zur See
Infosendung ~60 Min
Fernfahrer zur See Heute Danzig, morgen Kaliningrad und in einer Woche Stockholm: Hunderte Containerschiffe mittlerer Größe fahren von Rotterdam, Bremerhaven und Hamburg aus durch den Nord-Ostsee-Kanal mit ihrer Ladung aus der ganzen Welt in Richtung Ostseehäfen. Es sind die ''Feederfahrer'', Fernfahrer zur See auf Versorgungsschiffen. Kapitän Ingo Drewes versorgt mit der ''Henneke Rambow'' das Baltikum. Insgesamt fahren 14 Mann an Bord des Schiffes. Darunter sind drei Deutsche: Hein von der Hoeden aus Cuxhaven, der 1. Maschinist, Leroy Bentley, der Lehrling mit amerikanischem Vater, und natürlich Kapitän Ingo Drewes aus Hamburg-Cranz. Ingo weiß, was die Feederfahrt bedeutet: vier Terminals in zwei Tagen, Revierfahrt mit Lotse, ohne Lotse. Schlafen? Manchmal vier, manchmal zwei, manchmal nur eine Stunde. Und wer weltweit über die Ozeane fährt, sieht die Familie dreimal im Jahr, bis er keine mehr hat. Ingo ist mit seinem Schiff dreimal im Monat in Hamburg und hat es noch einmal versucht: Er hat noch einmal geheiratet, ein Kind wurde geboren, und schon ist die Sehnsucht nach dem Zuhause wieder da. Maschinist Hein hat sich als junger Mann auf das Abenteuer Hochseefischerei eingelassen. Als 2. Maschinist war er für Monate im Nordatlantik unterwegs. Mit der Fangprämie ging es dann danach in die ''besten Lokale der Stadt''. Es waren wilde Zeiten, andere Schiffe. Die Fracht heute auf der ''Henneke Rambow'' interessiert Hein wenig, aber mit der Maschine, seiner ''Lisbeth'', muss er sich verstehen. Mit Ehefrau Renate versteht er sich sowieso. Deswegen sieht er zu, dass er an den wirklich wichtigen Tagen im Jahr bei ihr ist, im Frühjahr etwa zum Krabbenpulen-Saisonstart. Leroy Bentley ist trotz seines Namens ein Bremerhavener Jung. Die ''Henneke Rambow'' ist nicht gerade sein Traumschiff. Drei Monate als Azubildender an Bord, davon ''gefühlte zweieinhalb'' auf Gangway-Wache, das ist nach Leroys Meinung der lausigste Job an Bord. Mit dem Berufsziel Schiffsmechaniker hat das jedenfalls nichts zu tun. Aber vielleicht kann Leroy an Deck lernen, wie die philippinische Crew Fische aus den Seefiltern der ''Henneke Rambow'' fängt. Und vielleicht hat er am kommenden Tag vor Rügen schon wieder deutsches Netz und kann zu Hause anrufen.
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17:10 Leopard, Seebär & Co.
Serie ~50 Min
Futtern und andere Freuden bei den Alpakas Großreinemachen im Tropenaquarium Spieglein, Spieglein an der Wand Tigerbespaßung mit Bällen Mausi und Dave Nelde Spieglein, Spieglein an der Wand Tierpfleger Claus Claussen hat ein tolles neues Spielzeug für die Orang-Utans: Er bringt einen Spiegel im Affenhaus an. Die Schlosser von Hagenbeck haben vorsorglich alle Kanten abgeschliffen und sichere Schrauben besorgt. Kaputt gehen kann hier nichts. Gut so, denn die Affen müssen ihre neuen Spielkameraden erst einmal ordentlich abklopfen. Komisch, der Orang-Utan da drinnen hat genau so ein Stöckchen im Mund wie Kejutan. Und Tuans Drohgebärden erschrecken höchstens ihn selbst. So ein Ich-Bewusstsein will eben erarbeitet sein. Mausi und Dave Nelde Die anderen Pfleger haben Frühstückspause. Dave hat Mausi. Der kleine Mausvogel ist im Tropen-Aquarium aus dem Nest gefallen. Jetzt kümmert sich Dave Nelde aufopferungsvoll um sein Ziehkind und füttert es mit der Hand. Dabei muss er zwischendurch auf seine Finger aufpassen, denn wenn Mausi etwas will, dann wird sie rabiat. Tigerbespaßung mit Bällen Die Tiger sind wohl die verschlafensten Tiere in Uwe Fischers Revier. Umso größer ist die Herausforderung, die beiden fürs Ballspiel zu begeistern. Zack, landet der Ball im Wassergraben. Und nun? Bei den Bären und Riesenottern ist die Sache mit dem runden Leder voll eingeschlagen, aber Sascha und Taiga haben es nicht so mit dem Mannschaftssport. Schon gar nicht, wenn man sich dafür die Füße nass machen muss. Großreinemachen im Tropen-Aquarium Im Tropen-Aquarium sind manche Tiere ganz leicht zu entdecken, quasi im Vorbeigehen oder -schwimmen. Aber es gibt hier auch Bewohner, da muss man schon genauer hingucken, um sie zu finden. Die in den unteren Etagen mögen es gern feucht, warm und gemächlich. Heidi Rohr liebt ihre Kellerwesen. Die sind zwar nicht süß und flauschig, aber damit hat es Heidi eh nicht so. Begeistert putzt sie um Skorpione, Frösche und Riesenheuschrecken herum und findet alle so niedlich. Geschmäcker sind eben verschieden. Futter- und andere Freuden bei den Alpakas Bei den Alpakas kommt das Catering, das ganz nach einer Feinschmeckermahlzeit aussieht: Mais, wie lecker. Alle stürzen sich aufs Futter, nur Otcho stürzt sich auf Mora. Die will lieber fressen als für ihren Mann da sein und kämpft sich trotz Otchos hartnäckiger Avancen tapfer Richtung Mais vor.
Untertitel16:9


Abend
 
20:15 Expeditionen ins Tierreich
Infosendung ~45 Min
Zwischen Deutschland und Polen liegt hinter den weißen Ostseestränden die grenzenlose Wildnis des Oderdeltas. Der Weg zum Meer ist durch die Inseln Usedom und Wollin versperrt, die Oder und mehrere andere Flüsse münden in einem Haff. Es ist umgeben von weiten Schilf- und Grasebenen, unverbauten Ufern und ursprünglichen Wäldern. Auf polnischer Seite genug Platz für große Herden wilder Konik-Pferde und Wisente. Es herrscht Einigkeit darüber, dass die Natur unberührt und ursprünglich bleiben soll. Große Bereiche wurden in den vergangenen 25 Jahren der Natur zurückgegeben. Dadurch ist ein überschwemmter Wald zu einer bizarren Wasserwunderwelt geworden. Auf den knorrigen Resten der mächtigen Eichen haben Seeadler ihre tonnenschweren Horste so dicht beieinander gebaut wie sonst nirgends. Im gesamten Delta gibt es mehr als 200 Paare der majestätischen Greifvögel. Dank des Fischreichtums ist das Oderdelta zu einem Seeadler-Hotspot geworden. Das ist einmalig in Europa. An den ruhigen Ufern im Schilf findet sich an einigen Stellen alle 100 Meter eine Biberburg. Sie sind hier wegen der schwankenden Wasserstände besonders hoch. Die genaue Zahl der Biber ist nicht bekannt, doch es sind ungewöhnlich viele. Die beiden Gruppen des östlichen schwarzen Bibers und des westlichen braunen Bibers treffen hier aufeinander und bilden sogar gemeinsame Familien. Christoph Hauschild sind einmalige Einblicke in die innere Architektur einer Biberburg gelungen, die die konstante Bautätigkeit der geschickten Nager dokumentieren. Ein Grund für die große Biberpopulation ist das Moorschutzprogramm von Mecklenburg-Vorpommern. Auf über 25.000 Hektar kann nun wieder Moor entstehen. Es ist das größte Renaturierungprojekt für Moore in Europa. Die grenzenlose Wildnis am Oderdelta zieht auch andere seltene Tierarten an. Das erste Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern zieht hier seit Jahren erfolgreich seine Welpen groß. Seltene Aufnahmen aus dem Familienleben der Wölfe in freier Wildbahn konnte Christoph Hauschild machen. Er konnte erstmals filmen, wie ein neu hinzugekommener Rüde die Jungen des Vorgängers ''adoptiert''. Im Jahrhundertsommer 2018 trockneten flache Wasserstellen des Oderdeltas nahezu aus. Fische waren leichte Beute, über 250 Seeadler versammelten sich und blieben über Wochen im Anklamer Stadtbruch zum großen Fressen. Ein Naturschauspiel, das spektakulärer nicht sein könnte. Das Oderdelta ist ein Refugium für selten gewordene Arten. Hier finden sie genügend Ruhe und Raum zum Leben. Eine grenzenlose Wildnis zwischen Polen und Deutschland, die es auch in Zukunft zu schützen gilt.
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21:00 Treckerfahrer dürfen das!
Infosendung ~45 Min
Sven Tietzer und sein roter Porsche-Trecker ''Brunhilde'' tuckern wieder durchs Land. Auch dieses Mal haben sie wieder begeisterte Treckerfans und ihre Schlepper getroffen. Ob auf dem Feld oder im Wettkampf: Bei ''Treckerfahrer dürfen das!'' stehen die Menschen auf den Treckern und ihre Geschichten immer im Vordergrund. Sven und ''Brunhilde'' machen sich diesmal unter anderem auf den Weg nach Meppen. Viermal im Jahr findet dort die größte Landmaschinenauktion Europas statt: Umsätze im zweistelligen Millionenbereich, Händler und Käufer aus 60 Nationen, die weltweit mitbieten, mehr als 1.000 Besucher, Hunderte Maschinen, eine Riesennummer und das mitten im Emsland. Sven Tietzer lässt sich alles zeigen und begleitet einen hoffnungsvollen Verkäufer zum Bieterwettbewerb. Wie haben die Landwirte um 1910 oder 1930 Kartoffeln geerntet? Dieser Frage geht Sven mit ''Brunhilde'' beim Erntefest der Oldtimerfreunde in Jevenstedt nach. Natürlich müssen der Porsche-Traktor und sein Fahrer bei der Ernte dort auch kräftig mit anpacken. In Bollingstedt, im Kreis Schleswig-Flensburg, leben echte deutsche Meister. Und zwar im Buspulling. Die Männer und Frauen sind schon seit ein paar Jahren in Rente, aber für Sven und ''Brunhilde'' nehmen sie nochmal das dicke Seil zum Trecker-Tauziehen in die Hände. Die beiden Mannschaften haben früher nämlich immer mit einem Trecker trainiert, weil sie keinen Bus zur Verfügung hatten. Das will Sven sich anschauen und wird direkt herausgefordert. Seit 2016 ist der Moderator, Reporter und Treckerliebhaber Sven Tietzer auf seinem roten Porsche-Trecker ''Brunhilde'' jeden Sommer im ganzen Norden unterwegs, immer auf der Suche nach Trecker-Verrückten und ihren Schleppern. Trecker sind eben nicht nur zum Arbeiten da, sie machen auch in der Freizeit Spaß und für manche sind sie sogar ein Lebensgefühl. Weitere spannende Informationen und Berichte im Internet unter: www.ndr.de/trecker und in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram.
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22:00 Großstadtrevier
Serie ~50 Min
Gastwirt ''Big Harry'' knallt Dirk Matthies ein angefaultes Fleischstück auf den Schreibtisch. Es handelt sich um die zweite Gammelfleischlieferung der Schlachterei Vollmar an ihn innerhalb weniger Tage. Dirk verspricht dem Gastwirt, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Die Besitzerin der Schlachterei, Hilde Sophie Vollmar, ist eine Jugendfreundin von ihm. Damals nannte Dirk die ''wilde Hilde'' liebevoll ''HSV'', sie hatte den Spitznamen ''St. Pauli'' für ihn. Aber das ist lange her. Mittlerweile hat Hilde ein Hüftleiden, lebt allein und zurückgezogen mit ihrem Bruder Karl, der sich aufopferungsvoll um seine Schwester und den Laden kümmert. Hat Karl etwa das Gammelfleisch zu verantworten, weil ihn die Verantwortung für die Schwester und das Geschäft überfordert? Als Dirk die Hintergründe von Hildes Hüftleiden erfährt, schwant ihm ein ganz anderer Verdacht. Drei Wohnungseinbrüche: Alle drei Opfer waren zur Tatzeit bei einer Veranstaltung der Dating-Agentur ''Single in the rain''. Grund genug für die Zivilfahnder Harry Möller und Henning Schulz, undercover an einem Speed-Dating der Agentur teilzunehmen. Der zwölfjährige Schulverweigerer Marvin muss auf richterliche Anordnung hin von den Kollegen vom 14. Revier täglich zur Schule gefahren werden. Und zwar so lange, bis es ihm zu peinlich ist und er freiwillig wieder zur Schule geht. Schade nur, dass Marvin es ziemlich cool findet, im Streifenwagen chauffiert zu werden. Hier sind die pädagogischen Fähigkeiten von Lothar Krüger und Nicki Beck gefragt. Wenn die Polizisten vom Revier auf St. Pauli in Hamburg ausrücken, haben sie es häufig mit den Sorgen und Nöten kleiner Leute zu tun. - Regisseur Jürgen Roland (''Stahlnetz''), Erfinder der langlebigen Serie, wollte den Polizeialltag realistisch und menschlich darstellen.
Untertitel16:9
23:50 7 Tage... Tatortreiniger
Infosendung ~30 Min
Tatortreiniger Eine anonyme Hochhaussiedlung in Berlin. Drei merkwürdige Gestalten machen sich vor einer versiegelten Wohnungstür im vierten Stock zu schaffen. Akribisch ziehen sie sich grellgelbe Ganzkörperschutzanzüge, Sicherheitsstiefel und zwei paar Handschuhe an. Dann verbergen sie ihre Gesichter hinter Atemschutzmasken und Schutzbrillen: Sie müssen sich schützen vor gefährlichen Verletzungen, beißendem Geruch und vor schwer verdaulichen Eindrücken. ''7 Tage... Tatortreiniger'' ist das ungewöhnliche Porträt zweier beeindruckender Menschen, die in ihrem Alltag immer wieder in Ausnahmesituationen geraten. Der Film, für den die NDR Autoren Kira Gantner und Tobias Lickes die Tatortreiniger zwei Jahre lang begleitet haben, zeigt einfühlsam, wie die beiden Tatortreiniger damit umgehen und wie sie mit den Bildern in ihren Köpfen fertig werden. ''Es ist immer noch etwas gruselig, den Tatort zu betreten, selbst wenn ich weiß, was mich erwartet'', erzählt Tatortreinigerin Franka Mantei und betritt zusammen mit ihrem Kollegen Christian Heistermann und dem NDR Reporter Tobias Lickes die Wohnung. ''Ich frage mich dann manchmal: Was hat der Tote als Letztes gesehen, bevor er starb?'', erzählt die gelernte Krankenschwester und blickt sich um. Es ist nicht zu übersehen: Hier hat jemand gekämpft, erst gegen sich selbst, dann gegen die eintreffenden Polizeibeamten. Die Wände sind übersät mit Blut, Türen und Schränke sind teilweise eingeschlagen. Der Arbeitsplatz der beiden Kollegen ist oft extrem: Ihr Job ist es, blutverschmierte Wohnungen und andere Tatorte wieder in eine lebenswerte Umgebung zurückzuverwandeln. Heistermann ist auf diesem Gebiet so erfahren, dass er den Schauspieler Bjarne Mädel für dessen Rolle in der NDR Fernsehserie ''Der Tatortreiniger'' beraten hat. Seine Erfahrungen haben bei ihm aber auch Spuren hinterlassen. Die Arbeit als Tatortreiniger fällt ihm zunehmend schwer. Schon einmal musste er sich eine mehrmonatige Auszeit nehmen. Und auch an diesem Tatort wird es Heistermann wieder zu viel: Überwältigt von den Eindrücken verlässt er überstürzt die Wohnung.
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