TV-Programm arte 24.09.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft im TV-Programm von arte am 24.09.?

Das arte Tagesprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
09:35 Native America
Infosendung ~50 Min
Eine längst vergangene Welt, in der bedeutende Zivilisationen entstanden: Die amerikanischen Ureinwohner bauen Amerikas erste Demokratie auf, die später die Verfassung der USA inspirieren wird. Sie legen die Sümpfe des Mississippi trocken und errichten dort die größten Pyramiden der Erde. An den Hängen der Anden bewirtschaften sie Felder und ernähren Millionen Menschen. Sie züchten Pflanzen, die heute 60 Prozent der weltweit verbrauchten Lebensmittel ausmachen. Die amerikanischen Ureinwohner entwickeln eine Lebensweise, die eng mit der Erde, dem Himmel, dem Wasser und allen Lebewesen verbunden ist. Diese Folge führt von den faszinierenden Felsmalereien im westbrasilianischen Amazonas-Regenwald zu den eindrucksvollen Ruinen der ersten Hopi-Siedlungen in den Wüsten New Mexicos bis zum Grand Canyon, wo das Pueblo-Volk der Zuni seine Spuren hinterlassen hat. Weiter geht es zu Teotihuacáns Tempel der Gefiederten Schlange, der ein funkelndes kosmisches Sternenheiligtum birgt, bis an die südkalifornische Küste, wo die Chumash bis heute die flachen Kanus ihrer Urahnen nutzen. Die amerikanischen Ureinwohner erbauten in sechs Richtungen auf den Kosmos ausgerichtete Städte - wie etwa Chaco, Uxmal, Teotihuacán und Palenque in Mexiko, Cuzco und Chavín de Huántar in Peru oder auch Cahokia in den USA. Die überlieferten Traditionen und die archäologischen Artefakte sprechen dafür, dass die verschiedenen Völker des amerikanischen Doppelkontinents ein historisches Erbe eint und dass sie letztlich von einem Volk abstammen. Auch jüngste DNA-Analysen bestätigen dies. Ihr Leben war sowohl von einem wissenschaftlichen Verständnis der Zyklen der Erde und der Himmelskörper als auch von der spirituellen Suche nach ihrem Platz in der Welt geprägt. Dieses Glaubenssystem, das unterschiedliche Kulturen teilen, wirkt bis heute in den religiösen Zeremonien der Urvölker fort.
Untertitel16:9
11:20 Der Vulkan, der die Welt veränderte
Infosendung ~55 Min
Am 10. April 1815 bricht der Vulkan Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa in einer gigantischen Explosion aus. Die Eruptionssäule steigt auf über 40 Kilometer in die Höhe. Als Folge breitet sich ein riesiger Aerosol-Schleier in der Stratosphäre aus, der weltweit für nie dagewesene Klimaturbulenzen sorgt. Das Jahr 1816 geht in die Geschichte ein als das Jahr ohne Sommer. Besonders für die Landwirtschaft sind die Auswirkungen katastrophal. Weil Regen und Kälte auf der Nordhalbkugel dramatische Missernten verursachen, grassiert eine Hungersnot in weiten Teilen Europas. Hunderttausende verhungern oder fallen entkräftet Krankheiten zum Opfer. In der Hoffnung auf ein besseres Leben machen sich viele auf den Weg in die USA - die ersten großen Auswanderungswellen des 19. Jahrhunderts. Menschen, die es sich nicht leisten können auszuwandern, rebellieren gegen das System. In England führt die ''corn bill'', ein umstrittenes Gesetz, das Getreide stark besteuert, zu massiven Ausschreitungen in London und anderen Großstädten. Noch Jahrzehnte später sind die Auswirkungen des Ausbruchs spürbar. Ungewöhnliche Wetterturbulenzen in Indien bereiten einem gefährlichen Bakterium den Boden. Es ist der Beginn der ersten weltweiten Cholera-Pandemie, die Millionen Opfer fordert. Der Ausbruch des Tambora vor 200 Jahren war fast in Vergessenheit geraten. Die Dokumentation untersucht die globalen Folgen dieser verheerenden Naturkatastrophe und begleitet Wissenschaftler, die entschlüsseln, wie dieser Vulkan Geschichte schrieb.
Untertitel16:9


Nachmittag
 


Abend
 
22:40 Helfen im Namen Allahs
Infosendung ~55 Min
Etwas tun gegen die Armut in Frankreich, gegen den Hunger in der Welt, Kriegsverletzten helfen - die Dokumentation beleuchtet die humanitäre Arbeit muslimischer Hilfsorganisationen und begleitet einige ihrer Protagonisten. Aurore ist für ein umfangreiches Hilfsprojekt des französischen Secours Islamique in Mali zuständig, für die gleiche Organisation kümmert sich Nadia in der Pariser Banlieue um Obdachlose. In Deutschland hilft der junge Konvertit Abdurrahman Bedürftigen in seinem Stadtviertel, verschickt Spenden nach Syrien und unterstützt den Bau einer Moschee in Ghana. In der humanitären Hilfe sehen sie alle eine Pflicht des Islams; was jedoch den politischen Islam anbetrifft, gehen ihre Vorstellungen stark auseinander: Der Secours Islamique misstraut ihm, Abdurrahman und sein Verein haben ihn sich dagegen auf die Fahnen geschrieben. Die Dokumentation geht der Motivation dieser jungen Muslime auf den Grund, die sich im Namen ihres Glaubens engagieren, während religiöse Identitäten gleichzeitig immer stärkeren Spannungen ausgesetzt sind. Die Jahresspenden an die Secours Islamique sind im Durchschnitt zweieinhalb Mal so hoch wie die an das Rote Kreuz. Muslimische Hilfsorganisationen sind mittlerweile aus ihrem Schattendasein an die Öffentlichkeit getreten. Sie verteilen in der ganzen Welt Hunderte Millionen Hilfsgelder, zur Verfügung gestellt von Staaten, Organisationen oder einzelnen Gläubigen wie etwa für die Flüchtlingslager in der Türkei, den Zivilschutz in Syrien oder Direkthilfen. Muslimische Hilfsorganisationen sind mittlerweile fester Bestandteil der humanitären Welt.
16:9