TV-Programm arte 05.02.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft im TV-Programm von arte am 05.02.?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
03:00 Big Pacific
Infosendung ~45 Min
Der Mensch hat alle Landregionen der Erde, die Meeresoberfläche und einen guten Teil des Sonnensystems erforscht. Aber über die Tiefen des Pazifischen Ozeans weiß er sehr wenig. Trotz aller Bemühungen gibt dieses Meer seine Geheimnisse nur widerwillig preis. Zu ihnen zählt die alljährliche Arribada, die jeden September in Costa Rica stattfindet: Hunderttausende Schildkröten kehren zu ihrem Geburtsstrand zurück, um ihre Eier abzulegen. Dass sie es dabei schaffen, aus teils mehreren Tausend Kilometern Entfernung jedes Jahr den gleichen Küstenstreifen wiederzufinden, scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Für die Reptilien bietet das Meer jedoch zahlreiche Anhaltspunkte, deren Bedeutung der Mensch erst langsam begreift. Einer dieser Wegweiser ist möglicherweise die vor der kolumbianischen Küste gelegene Insel Malpelo, die Spitze eines über 3000 Meter in die Tiefe reichenden vulkanischen Meeresrückens. Obwohl die Insel nur ein kleiner Punkt in den Weiten des Ozeans ist, kommen dort immer wieder Hunderte Haie aus dem gesamten Pazifik zusammen. Die Dokumentationsreihe ''Big Pacific'' zeigt den Pazifischen Ozean und seine faszinierenden Bewohner in nie dagewesener Präzision. Für ''Big Pacific'' haben Kamerateams den Ozean durchkreuzt, um bekannte Meeresriesen ebenso wie noch unentdeckte Tierarten zu filmen. Es geht um die Gewalt, das Geheimnis, die Leidenschaft und die Gier des größten und tiefsten Ozeans der Erde.
16:9
08:45 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
Kirchenmalereien: Wunder der mittelalterlichen Bourgogne Das Neukaledonien der Maler aus der Normandie Saturday Night Fever in Chicago (1): Das Neukaledonien der Maler aus der Normandie Mitten im Pazifik liegt die Inselgruppe Neukaledonien mit ihrer weltweit unvergleichbaren Artenvielfalt. Von Festlandfrankreich aus gesehen liegt dieses kleine Paradies am anderen Ende der Welt. In den 30er Jahren verschlug es zwei Maler aus der Normandie in das Überseegebiet: Paul und Roland Mascart entdeckten und malten Nouméa und seine Umgebung. Ihre Bilder sind eine Hommage an die großzügige Natur und zeigten die melanesischen Ureinwohner aus einer neuen Perspektive. (2): Kirchenmalereien: Wunder der mittelalterlichen Bourgogne Geschmiegt an sanfte Hügel setzen mittelalterliche Kirchen und Schlösser besondere Akzente in die grünen Landschaften von Puisaye. Hinter den Mauern der religiösen Gebäude dieses Teils der Bourgogne verbergen sich erstaunliche Wandmalereien aus dem Mittelalter: In erstaunlichen Nuancen von Lila, Rot und Ockergelb veranschaulichen sie mit großer Feinheit Szenen aus dem Alten Testament und erzählen auf ihre Art ein Kapitel der Regionalgeschichte. (3): Saturday Night Fever in Chicago Für Baseball-Fans ist der Comiskey Park in Chicago ein wahrer Tempel. Hier feierte das lokale Baseballteam, die Chicago White Sox, seine größten Erfolge. Um ein Haar wäre in dem legendären Stadion auch eines der populärsten Musikgenres der 70er Jahre zu Grabe getragen worden ...
16:9
11:00 Wildnis am Lago Maggiore
Infosendung ~75 Min
Der Lago Maggiore verbindet mit seiner 212 Quadratkilometer großen Fläche die italienische Schweiz mit Norditalien. Umringt von Strandpromenaden, schicken Hotels und neu gebauten Jachthäfen ist er nicht nur im Sommer ein beliebtes Ziel von Touristen. Bereits im 18. Jahrhundert hat das milde Klima am Lago Maggiore betuchte Gäste aus aller Welt angezogen. In manchen Seeorten gäbe es mehr Besucher als Einheimische, beklagte sich schon 1927 Hermann Hesse. Herrschaftliche Villen und Gärten am Ufer des Sees zeugen heute vom Glanz vergangener Zeiten. Im Hinterland des Lago Maggiore liegt Dino Perrottas andere Welt: das Val Grande. Das verlassene Bergland mit seiner Wildheit und Einsamkeit ist ein reizvoller Kontrast zur touristischen Geselligkeit am Seeufer. Mit seiner Vorliebe zum größten Wildnisgebiet der Alpen ist er nicht allein. Der Deutsche Rolf Platen besitzt seit mehr als 20 Jahren ein kleines Urlaubsdomizil über dem See. Als begeisterter Bergwanderer entdeckte auch er das Val Grande für sich. Beide Männer haben sogar ein Buch über ihre Liebe zu dem Bergland geschrieben: Während sich Rolf mehr mit seiner Geschichte und Bergtouren befasst, beschreibt Dino in einem Fotoband seine Liebe zu den wilden Tieren, die im Val Grande leben. Genau dann, wenn ihn die Tiere zum ersten Mal bemerken - diesen magischen Moment versucht er in seinen Bildern einzufangen. Und wenn es ihm gelingt, so nah an das Wild zu gelangen, dass es seine Anwesenheit zwar bemerkt, ihn aber nicht als Feind auf zwei Beinen sieht, überkommt ihn ein unglaubliches Glücksgefühl. Mit beeindruckenden Flugaufnahmen zeigt der Film von Andrea Rüthlein, wie nah die Wildnis des Val Grande an das Westufer des Lago Maggiore reicht - zwei Welten verbunden durch Dino Perrotta und Rolf Platen.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
17:20 Rituale der Welt
Infosendung ~30 Min
In Äthiopien wagt sich die Anthroplogin Anne-Sylvie Malbranke hoch hinauf: Das Gheralta-Massiv erhebt sich bis in 3.000 Meter Höhe. Es liegt im Norden des Landes, in der Region Tigray, an der Grenze zu Eritrea. Im Herzen dieser massiven Sandsteinfelsen haben die Christen vor über 1.000 Jahren ihre Kirchen gebaut, um Gott noch näher zu sein. Wie ein Finger zeigt ein langgestreckter Felsen zum Himmel. Hier versteckt sich die Kirche, die am schwersten zugänglich ist: Abuna Yemata. Khasa will in einigen Tagen dort ihre drei Monate alte Tochter Arsiema taufen lassen. Khasa lebt nach einer Tradition, die auf das Alte Testament und das Gesetz Moses zurückgeht und vorsieht, dass Mädchen exakt 80 Tage nach ihrer Geburt getauft werden. Bei Jungen sind es 40 Tage. Äthiopien wurde im 4. Jahrhundert als erstes afrikanisches Land christianisiert. Die Rituale haben sich seither nur wenig verändert. Am Tag der Taufe verlassen Khasa und ihre Tochter das Dorf und machen sich auf den Weg zur Kirche. Khasa und ihre Familienmitglieder tragen traditionelle weiße Kleidung und legen einen Fußmarsch von über einer Stunde zurück, bevor sie den Berg erreichen. Bei der Taufe selbst wird der Vater nicht dabei sein. In Äthiopien ist dieses Ritual die Sache der Frauen. Sie sind es, die den beschwerlichen Weg zwischen Himmel und Erde auf sich nehmen, um ihr Kind zur Kirche zu bringen. Am Fuße der Kirche angelangt, muss die junge Mutter zunächst noch eine schwindelerregende Felswand erklimmen - mit bloßen Händen und Füßen krallt sie sich im Fels fest. Der Aufstieg ist angsteinflößend und gefährlich. Die Menschen in Äthiopien nehmen dieses Risiko auf sich, damit ein anderer den Eintritt ins Leben feiern kann.
16:9


Abend
 
18:35 Amur - Asiens Amazonas
Infosendung ~45 Min
Das Flusssystem des Amur bildet eine riesige Wasserlandschaft mit unzähligen Flüssen, Seen und Sümpfen. Aus diesem Einzugsgebiet befördert der gigantische Strom täglich Unmengen an Wasser, Nährstoffen und Sedimenten in den Pazifik und macht den Ozean zu einem der fruchtbarsten Meere der Welt. In diesem Flussdelta entlang der wilden Küste im äußersten Osten Russlands - auf der gegenüberliegenden Seite der Beringstraße liegt Alaska - beginnt die Reise, die flussaufwärts führt. In ihrem Verlauf begegnet man Seelöwen, Braunbären, Schwärmen aus Zehntausenden Seevögeln und ebenso vielen Lachsen auf Wanderschaft. Auf der russischen Seite kommen Sikahirsche auf der Nahrungssuche bis an die Küste, verfolgt von hungrigen sibirischen Tigern. Und dieses einzigartige Ökosystem bietet viele weitere faszinierende Naturschauspiele. So haben die Pazifiklachse bereits eine lange Reise von der kalifornischen Küste hinter sich, wenn sie die Mündung des Amur erreicht haben, und noch liegen über tausend Kilometer vor ihnen, bevor sie in ihren Laichgebieten ankommen. Weiter stromaufwärts erstreckt sich ein beeindruckendes Sumpfgebiet. Das innere Delta ist von einem wahren Labyrinth aus Kanälen und Altarmen durchzogen. Dort bieten unzählige Inseln und Feuchtwiesen, Torfmoore und Seen den wilden Tieren Ostasiens einen vielfältigen Lebensraum. Für einige Arten sind sie der letzte verbleibende Rückzugsort.
16:9
19:40 Re: Streit um die Weichsel
Infosendung ~35 Min
Streit um die Weichsel - Das Ende eines wildes Flusses? ''Königin der Flüsse'', so nennen die Polen die Weichsel liebevoll. Noch ist sie ein weitgehend naturbelassener Strom. Nun jedoch plant die polnische Regierung die Weichsel zu regulieren, um sie für die Containerschifffahrt befahrbar zu machen. E40 nennt sich das gigantische Wasserstraßenprojekt, das die Ostsee mit dem Schwarzen Meer verbinden soll. Umweltschützer sehen darin eine Gefährdung einer der letzten urwüchsigen Flusslandschaften in Europa. Binnenschiffer hingegen setzen voll auf die E40: Sie hoffen, dass dadurch ihr Beruf endlich wieder eine Perspektive bekommen könnte. Cecylia Malik ist Künstlerin und einer der bekanntesten Umweltaktivisten in Polen. Sie liebt die Weichsel in ihrer wilden Schönheit. Durch die geplante Wasserstraße sieht sie Fische und die Tiere rund um den Fluss, Wasserpflanzen und Auenwälder bedroht. Um das Umweltbewusstsein der Polen mit bunten Aktionen zu wecken und gegen die E40 mobil zu machen, hat sie die Gruppe ''Siostry Rzeki'' (Flussschwestern) gegründet. Doch was sich in den Augen der jungen Aktivistin und ihre Mitstreiterinnen als drohende Katastrophe für die Umwelt darstellt, erscheint für polnische Binnenschiffer - wie Czeslaw Blocki - als Chance auf das Ende eines jahrelangen Kampfes um ihre Existenz. Denn die Weichsel mit ihrem niedrigen Wasserstand ist schwer zu befahren und braucht - aus Perspektive der Schiffer - dringend Staustufen und Dämme, damit Containerschiffe zuverlässig vom Süden des Landes in den Norden fahren können. Europaweit stellt sich die Frage nach dem Umgang mit unseren Flüssen. Wie können wirtschaftliche Entwicklung, verkehrspolitische Konzepte und Umweltschutz miteinander vereinbart werden? Der Streit um die Weichsel steht zudem für ein erwachendes Umweltbewusstsein, insbesondere getragen von einer neuen Generation von Polen und Polinnen.
16:9
20:15 Lou Andreas-Salomé
Spielfilm ~105 Min
1933 lebt Lou Andreas-Salomé in Göttingen. Mit dem Germanisten Ernst Pfeiffer lässt sie ihr Leben Revue passieren: 1861 in Sankt Petersburg geboren, beschäftigt sich die junge Lou gegen den Willen ihrer Mutter bald mit Philosophie und schreibt Gedichte. Auf ihren Reisen begegnet sie den Philosophen Paul Rée und Friedrich Nietzsche, die von der klugen und selbstbestimmten Frau so fasziniert sind, dass sie ihr beide einen Heiratsantrag machen - ohne Erfolg. Doch als der junge, damals noch unbekannte Autor Rainer Maria Rilke auf der Bildfläche erscheint und die erfolgreiche Schriftstellerin mit Gedichten umwirbt, verliebt sie sich und wird seine Ratgeberin und Förderin. Zum ersten Mal lässt sie sich auf eine Affäre ein. Weitere Liebschaften folgen. Lou Andreas-Salomé war als Philosophin, Schriftstellerin und Psychoanalytikerin eine der gelehrtesten und produktivsten Frauen ihrer Generation. Ihr Werk umfasst unter anderem zahlreiche Romane und Briefe zur Philosophie und Psychologie. Sie zählte zu den führenden Intellektuellen ihrer Zeit und gilt als Muse der großen Dichter und Denker des späten 19. Jahrhunderts. Als eine kämpferische, emanzipierte Persönlichkeit war sie ihrer Zeit voraus, eine besondere Figur mit einem besonderen Leben. In ihrem Spielfilmdebüt erzählt Cordula Kablitz-Post die bewegte und bewegende Lebensgeschichte einer Frau, die nicht nur von großen Gelehrten wie Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke umworben wurde, sondern diese auch entscheidend in ihrem Schaffen beeinflusste.
Untertitel16:9
22:55 Rückkehr ans Meer
Spielfilm ~85 Min
Mousse (Isabelle Carré) und Louis (Melvil Popaud) sind jung, verliebt und drogensüchtig. Ihr Leben ist ein Rausch - bis zu dem Tag, an dem Louis an einer Überdosis stirbt. Seine gutbürgerliche Familie, die von seiner Sucht nichts wusste, hat nur ein Interesse: den Skandal möglichst schnell unter den Teppich zu kehren. Da entdeckt Mousse, dass sie schwanger ist. Louis'' Mutter (Claire Vernet) wünscht sich aber keinen Nachfahren ihres gefallenen Sohnes und fordert Mousse unmissverständlich dazu auf, das Kind abzutreiben. Aber Mousse widersetzt sich diesem Ansinnen. Sie verlässt Paris und zieht sich in ein Haus am Meer zurück, das ihr ein Gönner zur Verfügung stellt. Allen Ratschlägen zum Trotz entscheidet sie sich dafür, das Baby auszutragen. Eines Tages erhält sie Besuch von Louis'' Bruder Paul (Louis-Ronan Choisy), der im Gegensatz zu seiner Familie ihre Entscheidung unterstützt. Obwohl Paul schwul ist, kommen er und Mousse sich näher. Je mehr Wesenszüge sie an Paul entdeckt, die sie an Louis erinnern, desto stärker fühlt sich Mousse von ihm angezogen. Aber da ist auch noch Serge (Pierre Louis-Calixte), der Gärtner, in den sich Paul verliebt. Die drei verbringen viel Zeit miteinander, und in Mousse reift ein Entschluss, wie es mit ihrem Baby weitergehen soll. ''Le Refuge'' ist kein realistisches Sozialdrama, sondern eine Art Charakterstudie, die von den Stimmungen und der Eigenart der rätselhaften Protagonistin lebt. Hauptdarstellerin Isabelle Carré war bei den Dreharbeiten im sechsten Monat schwanger. Almut Steinlein schrieb auf critic.de ''François Ozon gibt dem schwangeren Körper seiner Actrice eine zentrale Präsenz auf der Leinwand und rückt diese besondere Ausstrahlung werdender Mütter in vielen sonnendurchfluteten Nahaufnahmen ihres runden Bauches und ihres ungeschminkten Gesichts in Szene. Der faszinierte Kamerablick auf die Sinnlichkeit und das Mysterium der Schwangerschaft umgibt Mousse mit einer geradezu heiligen Aura. Zu guter Letzt scheint sie und nicht das Haus am Meer das titelgebende Refugium zu sein, das dem Tode trotzt und neues Leben spendet.''.
16:9