TV-Programm arte 03.02.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft im TV-Programm von arte am 03.02.?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
00:35 Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 mit B. Chamayou
Musik ~45 Min
Im Februar 2018 führte das Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Mikko Franck zusammen mit hochkarätigen Solisten sämtliche Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven auf. Den krönenden Abschluss bildete das auch unter dem Titel ''Emperor Concerto'' bekannte Klavierkonzert Nr. 5 mit dem Pianisten Bertrand Chamayou, das ARTE nun ausstrahlt. Beethoven selbst lehnte den Namen ''Emperor Concerto'' ab; er akzeptierte lediglich den Untertitel ''Grand Concerto''. Der Grund ist verständlich: Beethoven schrieb das Werk praktisch im Kanonendonner, denn im Entstehungsjahr 1809 standen die napoleonischen Truppen vor den Toren Wiens. Der Komponist wählte eine für das Genre ungewöhnliche neue Form, in der sich Solist und Orchester ein virtuoses Wechselspiel liefern, das alle musikalischen Register von heroischen bis hin zu intimen, kammermusikalischen Momenten zieht. Nach der explosiven Einleitung schlägt das Klavier gleich im ersten Satz sehr leise Töne an, während das Orchester beinahe martialisch auftritt. Nach diesem Klavier-Pianissimo mit massivem orchestralem Gegenpart fügen sich beide Stränge zu einem ausgeglichenen epischen Fluss. Das Klavier gewinnt an Stärke. In seinem Donnern entspricht sich ein stimmungsreicher Dialog zwischen Orchester und Instrumentalstimmen. Verspielte Motive wechseln jäh mit Kampfszenen, die wiederum einer versöhnlichen Stimmung weichen. Bertrand Chamayou überzeugt hier als einer der großen Pianisten der Gegenwart. Auch optisch ist das Konzert eine Augenweide. Vor allem die Nahaufnahmen machen die enge Verbindung von Interpreten und Werk nachvollziehbar.
Untertitel16:9
08:00 Die Hüter des Amazonas
Infosendung ~45 Min
Die grüne Lunge der Erde: das Amazonasgebiet. Hier lebten schon immer Hunderte verschiedene Ethnien. Die Yawalapiti, die entlang des brasilianischen Rio Xingu im größten Schutzgebiet für indigene Völker leben, stehen beim Schutz des von allen Seiten bedrohten Regenwaldes an vorderster Front. Ihr Land bildet regelrechte Naturschutzinseln. Deren Fläche macht zehn Prozent des brasilianischen Staatsgebiets aus und ist etwa so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen. Die europäischen Eroberer sahen den Wald nicht als heiligen Ort, sondern als Land, das es einzunehmen galt. Heute ist Brasilien weltweit führend in der Sojaproduktion und Viehzucht - und die Landwirtschaft der gefährlichste Feind des Amazonas-Regenwaldes. Eine der größten Bedrohungen des Xingu-Reservats und des gesamten Amazonasgebiets sind Brände. 2016 wurde wegen der schlimmsten Dürre seit 50 Jahren die Alarmstufe Rot ausgerufen. Wenn nicht gegengesteuert wird, könnte sich der Regenwald in eine Grassteppe verwandeln. Um die Folgen des Klimawandels für die Region besser zu verstehen, errichteten Wissenschaftler ein Forschungszentrum mitten im Dschungel. Für ihre Studien knüpfen sie an das Wissen der indigenen Völker an, die sich seit Jahrtausenden mit dieser Frage beschäftigen. Der junge Yawalapiti-Häuptling Tapi schildert die klimatischen Veränderungen und die Bedrohungen, die sich auf die Region und die gesamte Kultur auswirken. Neben Tapi kommen in der Dokumentation auch einige der Wissenschaftler zu Wort. Das Amazonasgebiet bietet ein ideales Klima für die Entwicklung von Tieren, Pflanzen und Menschen. Die indigene Bevölkerung kennt die Reichtümer, die der Wald beherbergt; für die Wissenschaft sind diese Ressourcen eine Goldgrube. Von der Bewahrung dieses kostbaren Gebiets hängt die Zukunft des Planeten ab. Die Natur im Regenwald hat für die indigenen Völker auch eine spirituelle Bedeutung. Die Yawalapiti führen ihre traditionellen Riten trotz aller Schwierigkeiten und Bedrohungen fort. So beginnen sie ein Jahr nach dem Tod des alten Häuptlings mit einer Zeremonie, die den Geist des Verstorbenen befreien soll.
16:9
09:40 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
Island: Von strickenden Männern und Pullovern Das karge Land am Polarkreis, wo Menschen und Tiere ganz und gar ungerührt den Elementen wie Wind und Kälte trotzen - das ist Island. In den langen und kalten Wintern ziehen sich die Bewohner in ihre Häuser zurück und geben sich einer uralten Leidenschaft hin: Sie stricken, und zwar Frauen und Männer! ''Geo Reportage'' hat den strickenden Isländern über die Schulter geschaut und feiert das Comeback des Islandpullovers. Musikmanager Pétur Oddbergur Heimisson ist 35 Jahre alt und strickt seit seinem zwölften Lebensjahr. Mit großer Leidenschaft fertigt er den traditionellen Islandpullover mit seinen Jacquardmustern und aus einer Wolle, die nur von isländischen Schafen stammt. Um mehr über die Geschichte des Islandpullovers zu erfahren, begibt er sich auf eine Reise durch das Land, um dem Ursprung der Wolle, der einzigartigen Muster und der wundervollen Farben nachzugehen. Dabei entdeckt er, wie viel der legendäre Pullover mit den Wikingern, der atemberaubenden Landschaft und seinen Vorfahren zu tun hat. Und so verwundert es nicht, dass man in der Hauptstadt Reykjavík abends in den Cafés eine drollige Szenerie antrifft: Verheiratete Männer, Familienväter, Singles aller Berufsgruppen stricken beim Bier, manche begleitet von ihren Frauen. Sie bewegen sich auf den Spuren ihrer Vorfahren, denn Stricken war nicht nur unter Seeleuten, sondern auch unter Männern auf dem Land weit verbreitet. Die Freude, etwas Kreatives und zugleich Praktisches mit den eigenen Händen zu erschaffen, einer beruhigenden Tätigkeit nachzugehen und zeitgleich mit Freunden zu plaudern, sein Bier zu trinken oder fernzuschauen - das macht das Stricken so einzigartig. Die Nachfrage nach dem Original führt das kleine Land und seine strickenden Hände an seine Grenzen - woher die vielen Pullover nehmen, und wie vermeiden, dass auch hier die asiatischen Kopien den Markt erobern? Die Isländer hatten eine Idee ... Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
10:35 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
Sacramento im Mai 2019. Mit etwas mehr als 500 Einwohnern scheint die kleine Stadt in Kentucky weit entfernt von der Hektik der großen amerikanischen Millionenstädte. Überall in der Stadt gibt es Hinweise auf die Schlacht von Sacramento - ''Battle of Sacramento'', die die kleine Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Die Männer, die hier leben sind Pferdenarren - das gehört zur Lebensart und hat viel mit der Geschichte des landwirtschaftlich geprägten Südens zu tun. Ihre Pferde trainieren sie für die jährliche Nachstellung der berühmten Schlacht von Sacramento - wenn die Gegner von Union und Konföderierten im Gefecht aufeinander stürmen und Schüsse und Kanonenkugeln dröhnen. Doug Key ist einer dieser Männer - und wie für die meisten Südstaatler sind für ihn Heimat, Familie und Freunde das wichtigste Gut, egal ob Schwarz oder Weiß: ''Wir alle funktionieren zusammen wie eine große Familie. Wir sind Brüder, und der Erfolg in der Schlacht bringt uns noch näher zusammen und lässt uns gestärkt in die nächste gehen...'' Jedes Jahr im Mai wird die Schlacht von 1861 wieder lebendig - und mit ihr die Sichtweise des Südens, worum es im Bürgerkrieg ging. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
13:45 Tarzan und sein Sohn
TV-Sendung ~95 Min
Auf einem Flug über den dichten Dschungel Afrikas mit Ziel Kapstadt stürzt das Privatflugzeug des englischen Industriellen Richard Lancing ab. Er und seine Frau kommen bei dem Unglück ums Leben, ihr Baby jedoch überlebt die Katastrophe und landet in einem Affennest. Eine fürsorgliche Schimpansin bringt den Kleinen zu Tarzan und seiner Frau Jane in deren Lager. Das Paar nimmt den Jungen als ihr eigenes Kind an und tauft ihn Boy. Unter der mütterlichen Fürsorge Janes und den väterlichen Ratschlägen Tarzans wächst Boy friedlich und im Einklang mit Flora und Fauna auf. Doch es lauern auch Gefahren im Dickicht des Urwaldes und Boy muss lernen, sich vor manch gefährlichem Tier in Acht zu nehmen. Als dann auch noch Fremde in den Urwald kommen, ist es vorbei mit dem ruhigen Leben der Familie. Die Entdecker aus London sind auf der Suche nach ihren Verwandten, dem Ehepaar Lancing und ihrem Kind, die fünf Jahre zuvor auf einer Reise nach Kapstadt im Dschungel verschwunden sind. Sollte der Kleine überlebt haben, wäre er der Erbe großen Reichtums. Als sie herausfinden, dass Boy tatsächlich der verschwundene Sohn der Lancings und damit der rechtmäßige Erbe ist, wollen sie ihn mit nach London nehmen. Nach anfänglichen Bedenken möchte Jane ''ihrem'' Sohn ein sichereres Leben in der Zivilisation nicht verwehren und übergibt den Jungen an seine Verwandten. Doch dann erfährt sie, dass die geldgierigen Fremden den Jungen umbringen wollen, um selbst an das Erbe zu kommen. Werden Tarzan und Jane ''ihr'' Kind noch retten und die Eindringlinge vertreiben können?
Schwarz /weiß
16:05 Das Gesetz der Löwen
Infosendung ~45 Min
In der Trockenzeit kommen die Elefanten zur Oase. Mit dem Rüssel graben sie tief im Sand nach sauberem Wasser. Die Kapunji-Löwen machen es ihnen nach. Dieses für Raubkatzen ungewöhnliche Verhalten ist im Tal nicht selten. Die paradiesische Atmosphäre wird jedoch bald umschlagen. Aus dem nahen Ruaha-Tal ist Löwengebrüll zu hören. Einzelgänger aus mehreren Rudeln unterschiedlicher Reviere jagen mit vereinter Kraft Büffel. Auch die nomadisierenden Njaa-Löwinnen folgen den Büffelherden, die sie als ihr Revier betrachten. Doch mit männlichen Löwen würden sie es nie aufnehmen. Deshalb gedulden sie sich, bis diese ihre Jagd beendet haben. In der Nähe des Kapunji-Tals lebt das größte Rudel des Ruaha-Parks. Hunger und Durst quälen die Löwinnen und ihre Jungen mehr und mehr. Deshalb verlassen sie ihr Revier und ziehen zur Oase, wo sie genügend Wasser und Nahrung finden. Eine Giraffe ist ins Tal gekommen, um zu trinken. Von den Baobab-Löwen beobachtet schleichen sich die Kapunji-Löwen an. Dann passiert etwas äußerst Seltenes: Die Baobab-Löwen helfen den Kapunji-Löwen, die Giraffe zu erlegen, um sie dann gemeinsam mit ihnen zu verschlingen. Die Njaas, denen die ungewöhnliche Kooperation nicht entgangen ist, versprechen sich leichte Beute. Plötzlich greift die Anführerin des Njaa-Rudels eine einzelne junge Baobab-Löwin, die ihr zu nahe gekommen ist, brutal an. Mit einem einzigen Biss durchtrennt die kampferprobte Großkatze der Jüngeren die Wirbelsäule. Die anderen Njaa-Löwen kommen herbei, um ihr endgültig den Garaus zu machen. Letztlich teilen sich alle drei Rudel das Fleisch der Giraffe. Im Kapunji-Tal kehrt wieder Ruhe ein; angesichts der Fülle an Nahrung und Wasser scheint das Leben hier paradiesisch. Doch schon bald wird sich das Leben der Kapunji-Löwen und ihrer Jungen ändern, denn der Anführer des Rudels wird einen männlichen Nachkommen verjagen müssen.
16:9
17:20 Rituale der Welt
Infosendung ~30 Min
Anne-Sylvie Malbrancke kennt sich in Papua-Neuguinea bereits gut aus: Sie lebte 18 Monate lang bei zwei verschiedenen indigenen Gruppen auf der Hauptinsel des Landes. Nun trifft sie zum ersten Mal den Volksstamm der Baining. Paul hat sie eingeladen, einem Feuertanz beizuwohnen, der diesmal im Rahmen einer Trauerzeremonie aufgeführt wird. Die Vorbereitungen für das Ritual erstrecken sich über drei Tage. Paul nimmt Anne-Sylvie und einige Männer der Dorfgemeinschaft mit in den Wald, um Material für die Herstellung der großen Masken zu besorgen. Das Tuch, das sogenannte Tapa, für ihre Masken gewinnen die Männer aus Papiermaulbeerbäumen. Der Rindenbast muss dafür zwei Stunden nach einer altüberlieferten Methode geschlagen werden. Die Masken stellen die Waldgeister dar, welche ihre Stammesvorfahren in den Höhlen des Dschungels gesehen haben sollen. Robert, ein junger Mann aus der Baining-Gemeinde, darf erstmals dabei sein, wenn die Männer die Masken herstellen. Er ist 17 Jahre alt und wurde von den anderen als stark genug befunden, um den Geistern des Waldes standzuhalten. Und dann kommt das aufregendste: Die Männer müssen noch eine Pythonschlange fangen, die Teil der Zeremonie werden wird. Bei Einbruch der Dunkelheit wird im Dorf ein großes Feuer entfacht. Die Namen der Verstorbenen werden genannt und Körbe mit Erinnerungsstücken an die Flammen übergeben. Es ist ein emotionaler Moment. In diesem Augenblick kommen auch die maskierten Männer und tanzen ums Feuer. Sie springen in die rotglühende Asche, um zu beweisen, dass sie mächtiger sind als die Flammen und damit stärker als die Natur.
16:9
17:50 Stromaufwärts! Europas Wasserwege
Infosendung ~40 Min
Erstes Etappenziel ist die Camargue, eine Welt zwischen Land und Meer. Die Biologin Delphine Nicolas erforscht in den Etangs - Teichen, aus denen Salz gewonnen wird - die Entwicklung von Fischpopulationen. Die Route führt weiter über die Rhône nach Arles und Avignon. Von allen französischen Flüssen hat sie die größten Umbaumaßnahmen erfahren, auch durch die vielen Wasserkraftwerke. Die natürlichen Lebensräume und Migrationswege für Fische werden dort in aufwendigen Verfahren wiederhergestellt. Nächster Haltepunkt der Reise ist das Weinanbaugebiet bei Châteauneuf-du-Pape, in dem der Winzer Patrick Brunel die Rebsorte Mourvèdre anbaut. Sie gedeiht gut in Flussnähe, denn Wassermassen sorgen für eine ausgeglichene Temperatur. Ein Stück flussaufwärts beginnt die Ardèche. Der wilde Fluss hat über Jahrhunderte nicht nur dramatische Schluchten geformt, sondern auch ein gigantisches Höhlensystem. Nicolas Bransolle führt in die dunklen Gänge und Grotten, die teils über, teils unter dem Wasser liegen. Die Familie Peschier ist auf der Ardèche zu Hause. Vater und Söhne haben im Kajaksport etliche Olympiasiege errungen. Die Biologin Anne-Cécile Monnier erforscht auf Tauchgängen die Lebensräume der Flussforellen. Die Reiseetappe endet an der Beaume, die sich noch ursprünglicher zeigt als die Ardèche. In ihrem Charakter ist sie der perfekte Kontrast zur begradigten Rhône - und ein Paradies für Fliegenfischer.
Untertitel16:9


Abend
 
23:25 Die erste Bewegung des Unbewegten
Infosendung ~85 Min
Der italienische Komponist Giacinto Scelsi schuf ein sehr eigenwilliges Werk, das sich den zeitgenössischen Strömungen der Moderne nicht zuordnen lässt. Seine Kompositionen fußen weder auf traditionellen Satztechniken noch besitzen sie eine Nähe zu Konzepten der musikalischen Moderne. Er entwickelte eine Vorstellung vom ''sphärischen'' Klang, die er versuchte, durch mikrotonale Elemente in seiner Musik zum Ausdruck zu bringen. Eine Kindheitserinnerung an diese Musik veranlasste den Regisseur Sebastiano d''Ayala Valva, dem Werk des Komponisten Giacinto Scelsi nachzuspüren. Dieser lehnte eine eindeutige Autorenschaft ab und behauptete, seine Musik stamme nicht von ihm, sondern sei eine göttliche Eingebung. Eine Vielzahl seiner Werke entstand daher in einer Art intuitiver Improvisation. Diese Improvisationen schnitt Scelsi auf Tonband mit und ließ sie dann von zumeist unbekannt gebliebenen Komponisten in Notenschrift übertragen. In seinem Nachlass fanden sich mehr als 900 solcher Tonbänder, die zu einem Großteil bis heute noch nicht untersucht wurden. Scelsi selbst war stets bemüht, keine Details über sein Leben in die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Er wollte nicht fotografiert werden und lebte zurückgezogen in seiner Wohnung in Rom. Dort zeichnete er am Lebensende seine Memoiren auf Tonband auf und verfügte, dass sie erst 15 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht werden dürften. In dem Dokumentarfilm ist Scelsi nur wie ein Phantom in Form von Klangwellen präsent und mit seiner Stimme, über die bisher unveröffentlichten Aufnahmen dieser Tonbänder. Sebastiano d''Ayala Valva taucht in das geistige und klangliche Universum dieses Künstlers ein. So lauscht der Film seiner Stimme, seiner Musik und den wenigen Interpreten seines Werkes, die Scelsi zu Lebzeiten zuließ.
Untertitel16:9