TV-Programm arte 27.05.

   

Was läuft im TV-Programm von arte am 27.05.?


Vormittag
 
01:20 Europe, She loves
Infosendung ~100 Min
''Europe, She Loves'' erzählt die Geschichten von vier jungen Paaren, die zwischen Liebe, Sex und Leidenschaft um ihr tägliches Auskommen kämpfen. Acht junge Menschen suchen ihren Platz in der Gesellschaft verschiedener europäischer Länder, die von Wirtschaftskrisen und sozialen Missständen gezeichnet sind. Juan (21) und Caro (23) leben in Sevilla. Die beiden Frischverliebten wissen nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Für Siobhan (28) und Terry (23) aus Dublin war der Anfang ihrer Beziehung zugleich der Beginn einer Heroinabhängigkeit. Seit einiger Zeit sind sie clean und versuchen, ein gemeinsames Leben aufzubauen. Ihre Leidenschaft scheint dabei jedoch abhandenzukommen. An der nordöstlichen Grenze Europas, in Tallinn, sehen sich Veronika (29) und ihr Freund Harri (31) mit den Schwierigkeiten einer Patchworkfamilie konfrontiert. Veronika verdient ihr Geld als Go-go-Tänzerin. Sie hat einen Sohn aus einer vorherigen Beziehung und möchte, dass Harri die Vaterrolle übernimmt, doch das ist nicht immer einfach. Im griechischen Thessaloniki will Penny (23) sich von ihrem langjährigen Freund Niko (33) trennen, um in Italien zu arbeiten. Aber wie soll man jemanden verlassen, der einen über alles liebt? Im Kampf um eine Zukunft wird die Privatsphäre für diese jungen Menschen zum einzigen Rückzugsort. Die ineinander verwobenen Geschichten der vier Paare werden zum Sinnbild für Europa und seine Bewohner. Der Regisseur Jan Gassmann ist im digitalen Zeitalter aufgewachsen und nimmt sich gerne formale Freiheiten. Er begleitet seine Protagonisten ganz ungezwungen, zeigt intime Momente und spart auch Sexszenen nicht aus. Seine Bilder sind ebenso schlicht wie eindringlich. Präzise erfassen sie alle Gefühle, die eine Beziehung ausmachen können.
Untertitel16:9
09:40 360° Geo Reportage
Infosendung ~50 Min
Jedes Jahr während der Regenzeit steigt das Wasser des Tonle-Sap-Sees um viele Meter. Im September machen die Fischer daher immer weniger Fänge: Ihre Netze reichen nicht mehr bis auf den Grund. Deshalb weichen sie auf Ratten aus: Die Tiere leben bei Hochwasser auf den Bäumen und ernähren sich von Früchten. Hygienisch gelten sie deswegen als rein und können auch gegessen werden. Auf Rattenfang gehen die Fischer des Sees erst seit Ende der 90er Jahre. Das Hochwasser, aber auch die Überfischung und der Verlust von Laichgebieten zwingen sie dazu. Dass die Tiere nun genießbar sind, verdanken die Fischer ebenfalls dem jährlichen Hochwasser: Während die Ratten den Rest des Jahres in Erdhöhlen leben, flüchten sie nun in die noch freistehenden Baumkronen, um dort ihre Nester zu bauen. Statt Müll und Unrat fressen sie vor allem Früchte und Blätter; deshalb gilt ihr Fleisch nun als hygienisch unbedenklich. Auch der 20-jährige Sey Ha geht mit seinem Vater und den Nachbarn regelmäßig auf die Jagd. Mit dem Verkauf sichern sich die Familien während der fischlosen Zeit, wenn ihre Netze nicht mehr bis auf den Grund des Sees reichen, eine Einnahmequelle. Während Sey Has Familie gezwungenermaßen zur Ratte greift, weil sie sich Huhn oder anderes Fleisch nicht leisten kann, gilt der Nager auf den Märkten oder in Restaurants als Spezialität. Dort ist Rattenfleisch teurer als Fisch. Sogar Städter kommen, um die Saisonware zu probieren. Wie in vielen Ländern Asiens erstarkt auch in Kambodscha die Mittelschicht. Schon einmal in der Geschichte des Landes standen Ratten auf dem Speiseplan vieler Menschen, als die Roten Khmer das Land terrorisierten und die Bevölkerung hungerte. Auch in Sey Has Familie gab es während der Schreckenszeit Opfer - und Täter. Seine Mutter möchte sich diesem Trauma nun stellen und nach Siem Reap fahren. Die dortige Pagode befindet sich auf einem ehemaligen Killing Field. Mönche haben hier mit der Aufarbeitung der Vergangenheit begonnen. Doch die Reise der Mutter muss erst einmal finanziert werden. Der Verkauf der erlegten Ratten soll Sey Ha dabei helfen. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
10:30 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
Die Kleinstadt Andes in den kolumbianischen Bergen ist das Zentrum der Chiva-Kultur. Die Busse sind umgebaute Lkw und werden aufwendig per Hand detailreich bemalt. Man nennt sie auch ''buses de escalera'', auf Deutsch etwa ''Leiterbusse, denn neben den Fahrgästen in der Kabine transportieren die Chivas seit Jahrzehnten auch allerlei Waren und landwirtschaftliche Produkte von und zu den Fincas abseits der Großstädte. Die Waren werden zumeist über Leitern auf das Dach gehievt und dort verstaut. Die Chivas sichern seit langem das Überleben im kolumbianischen Hinterland. Nun war ''360° Geo Reportage'' mit ihnen unterwegs. Einer der erfahrensten Chiva-Fahrer ist Humberto Restrepo, genannt Frijoles, übersetzt ''Böhnchen'', denn der 46-Jährige aß als Kind gerne Bohnen. Seit 27 Jahren fährt er mit seinem bunten Bus über geteerte und unasphaltierte Straßen und Wege quer durch ganz Kolumbien. Zurzeit steuert Frijoles den Bus eines Freundes, da seine eigene Chiva neu bemalt wird. Seit 15 Jahren ist der Bus nicht mehr überholt worden; fünf Millionen Pesos wird die vollständig neue Bemalung kosten, das entspricht immerhin fast 2.000 Euro. Alejandro und Humberto Serna, die Maler, die den Bussen ihren eigenwilligen Charakter geben und sich auch um die Chiva von Frijoles kümmern, sind Stars in Kolumbien. Die Brüder haben die Kunst von ihrem Vater gelernt und setzen seit dessen Tod im Jahr 2010 die Familientradition fort. Unter ihren Händen entsteht in etwa zwei Monaten ein Meisterwerk auf vier Rädern. Für Frijoles sind die fünf Millionen Pesos eine zwingend notwendige Investition, denn nur eine überzeugende Chiva-Optik wird auch erfolgreich Fahrgäste anlocken. Außerdem steht in der Bezirkshauptstadt Medellín in Kürze die alljährliche Chiva-Parade samt Wettbewerb an. Bis dahin soll Frijoles'' Chiva fertig sein und dort hoffentlich gut abschneiden. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
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Nachmittag
 
12:10 Re: Mostar Rock School
Infosendung ~40 Min
Mostar Rock School: Mit Musik gegen Vorurteile und Hass Der Lebenslauf des 40-jährigen Orhan ''Oha'' Maslo liefert genügend Stoff für einen Spielfilm. Mit 14 schloss er sich den bosnischen Truppen an, dann lebte er in einem Heim, lernte Schlagzeug spielen und tourte nach dem Krieg mit der international bekannten Band Dubioza Kolektiv um die Welt. 2011 beendete der Drummer seine Karriere als Musiker und gründete die Mostar Rock School. ''Ich setze auf die Jugend. Nur wenn die sich versteht, kann sich das Land versöhnen. Es bringt nichts, ständig über die Teilung zu klagen, man muss aktiv etwas dagegen tun. Für mich spielt Religion keine Rolle und beim Musikmachen ist sie sowieso nicht wichtig, genauso wenig wie Nationalitäten oder ethnische Zugehörigkeiten, da kommt es darauf an, wie Du spielst'', erklärt er. Über 500 Schüler haben an den Kursen der Schule bislang teilgenommen, so wie in diesem Jahr Aria, Mario und Riad. Die Sängerin, der Drummer und der Bassist fiebern mit Schuldirektor Oha auf das nächste Konzert hin. Nur noch wenige Tage haben sie Zeit, um sich auf ihren Auftritt vorzubereiten. Und der ist nicht ohne. Zu den Konzerten kommen regelmäßig an die 300 Besucher. Dass der 16-jährige Riad und der 18-jährige Mario Freunde sind, ist in Mostar nicht selbstverständlich. Denn Riad kommt aus dem muslimischen Osten, Mario aus dem katholischen Westen. Die beiden haben sich durch die Musik kennengelernt. ''Es ist hier ein bisschen wie früher in Berlin, nur ohne Mauer. In den Köpfen vieler Menschen ist die Stadt geteilt. Für uns beide gibt es diese Mauer aber nicht, wir haben keine Lust, darüber überhaupt nur nachzudenken. Wir wollen die Vergangenheit einfach nur vergessen und gute Musik machen.''
Untertitel16:9
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~75 Min
Die Dominikanische Republik und der Bachata Das Théatre du Capitole und sein Publikum Hitchcocks gruseliges San Francisco (1): Hitchcocks gruseliges San FranciscoEine weitverzweigte Stadt auf steilen Felsen; abschüssige Straßen und zerklüftete Klippen am Rande des Pazifischen Ozeans: Anfang der 40er Jahre entdeckte der Brite Alfred Hitchcock die Landschaften rund um San Francisco. Hier drehte er einige seiner berühmtesten Filme, darunter ''Vertigo - Aus dem Reich der Toten'' und ''Die Vögel''. Die Region inspirierte ihn zu spannenden Geschichten, bei denen das Gruselfeeling nicht außen vor blieb.(2): Die Dominikanische Republik und der BachataDer laszive Rhythmus des Bachata lädt dazu ein, die Hüften schwingen zu lassen. Entstanden ist die wunderbare Mischung aus spanischer Sprache und afrikanischer Rhythmik in der Dominikanischen Republik, an den Wogen des Karibischen Ozeans; der Bachata ist die Musik der einfachen Leute, zu Gitarren und Blechblasinstrumenten bringen die Inselbewohner ihre Gefühle zum Ausdruck. Kein Wunder, dass der Bachata während der Trujillo-Diktatur verboten war ...(3): Das Théatre du Capitole und sein PublikumDas Théatre du Capitole ist das Wahrzeichen von Toulouse und dominiert mit seiner prächtigen neoklassizistischen Fassade aus Stein und Ziegeln den gleichnamigen Platz. Seit dem 19. Jahrhundert ist das Haus ein angesehener Ort für Opernaufführungen. Das Publikum hat dabei bisweilen großes Mitspracherecht.
16:9
15:50 Unbekanntes Arabien
Infosendung ~50 Min
Saudi-Arabien - das riesige Königreich in der Wüste - gilt als superreich und streng konservativ. Geschlechtertrennung, Vollverschleierung der Frauen, keine Kinos, kein Theater, kein Vergnügen. Das klingt erst einmal abschreckend. Doch wie steht es wirklich um die Gesellschaft in dem islamischen Königreich? Wie leben die Menschen hier, wovon träumen sie, was erhoffen sie sich von der Zukunft? In Dschidda, Saudi-Arabiens buntester Stadt am Roten Meer, träumt die 18-jährige Dschumana Chalid davon, eines Tages als erste saudische Primaballerina öffentlich zu tanzen. Huda Talbani pfeift auf die strengen Regeln und hat sich mit ihrem mobilen Haustier-Service selbstständig gemacht. Die saudischen Frauen sind kreativ, wenn es darum geht, Nischen für ihre Bedürfnisse zu finden. Sind sie unter sich, finden sie Freiräume, und viele von ihnen arbeiten an der Gestaltung ihrer Zukunft. Die Männer dagegen, so hat es den Anschein, halten an ihren Traditionen fest. Die unmittelbare Nähe Dschiddas zu Mekka lässt Ali mindestens einmal im Jahr zur heiligsten Stätte des Islams pilgern. Dort findet er Ruhe und die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Und in den Bergen der Provinz Asir suchen einige Männer sogar Zuflucht in den Traditionen ihrer Vorväter. Die sogenannten Blumenmänner von Asir schmücken ihre Häupter mit Kränzen und tragen bunte Trachten - das ist ihre Art, sich dem Gleichheitsdiktat der Königsfamilie zu entziehen. Nach außen mag Saudi-Arabien als einheitliches Land erscheinen, doch der Blick in das Innere des Königreichs offenbart eine ungeahnte Vielfalt.
16:9
17:40 West-Papua - Mein Jahr bei den Korowai
Infosendung ~55 Min
Der Schriftsteller und Abenteurer Will Millard war in den letzten zehn Jahren häufig in Papua-Neuguinea, er spricht fließend Indonesisch. Dieses Mal ist er bei einer Korowai-Familie zu Gast. Ein Jahr lang will er sie filmen, um die heutigen Lebensbedingungen ihres Volkes besser zu verstehen und zu erforschen, wie viele von ihnen noch mitten im Wald in acht bis zwölf Metern über dem Boden errichteten Baumhäusern aus Holz, Bambus und Blattwerk wohnen. Zunächst lässt er sich in dem Dorf Mabul nieder, wo es Generatoren, Smartphones und eine Schule gibt. Dort erzählt ihm sein Dolmetscher von einer Familie, die angeblich noch in Baumhäusern lebt: Markus, seine beiden Frauen und ihre fünf Kinder. In ihrer Nähe soll es einige verlassene Hütten geben, die sich perfekt als Basislager für Millard und sein Team eignen. Also machen sich alle zu einem sechsstündigen Fußmarsch auf in den Wald. Will Millard trifft Markus und seine Familie, die tatsächlich in einem Baumhaus in zehn Meter Höhe leben. Doch plötzlich hat Will Zweifel und erfährt, dass Markus'' Familie vorwiegend in der Stadt lebt und nur in das Baumhaus gezogen ist, weil Will einen Drehort suchte. Und so geht Wills Suche weiter, bis er erfährt, dass ein weißbärtiger Mann noch im traditionellen Lebensstil im Wald wohnen soll. Also macht sich Will auf die Suche und findet eine ganze Familie vor: Haup und Halap, zwei ältere Männer, mit ihrem Adoptivsohn August, seiner Frau Amal und ihren beiden Kindern. Er beschließt zurückzukehren, um das Leben der Korowai zu dokumentieren. Doch ob das die richtige Entscheidung war?
16:9


Abend