TV-Programm tag24 27.05.

   

Was läuft im TV-Programm von tag24 am 27.05.?


Vormittag
 
00:25 Europawahl
Infosendung ~60 Min
Über die Europawahl und die Bürgerschaftswahl in Bremen am 26. Mai wird die ARD crossmedial berichten. Das Erste sendet live aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Jörg Schönenborn präsentiert fortlaufend Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse zur Wahl des Europaparlaments in Deutschland und zu den Bürgerschaftswahlen in Bremen. Zudem blickt er auf Ergebnisse aus anderen EU-Ländern und liefert tiefergehende Analysen. Moderiert wird die Sendung von Ellen Ehni, Chefredakteurin WDR-Fernsehen. Sie und die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel, interviewen prominente Politiker aller Parteien in Berlin. Knapp anderthalb Jahre nach der Bundestagswahl sind die deutschen Ergebnisse der Europawahl und die Wahl in Bremen auch ein wichtiger Stimmungstest für die deutsche Bundesregierung. Welche Auswirkungen haben die Wahlergebnisse auf die Große Koalition? Wie wählt die Hansestadt Bremen? Andreas Neumann, Redaktionsleiter ARD aktuell Radio Bremen, interviewt Politiker der Hansestadt zum Wahlausgang. ARD-Studioleiter Brüssel Markus Preiß wird die europäischen Folgen einschätzen und Reaktionen von Europapolitikern einfangen. Außerdem gibt es Schalten in Länder der EU: Wie wird die Wahl beispielsweise in Frankreich aufgenommen? Was bedeutet das Wahlergebnis in Polen oder Italien? Und wir fragen auch in London nach: Wie wird die Wahl im Brexit-Land aufgenommen? Was heißt das für die EU? Das Netzgeschehen in ganz Europa und in Deutschland soll auch Thema in den Live-Sendungen sein. Außerdem analysiert Ellen Ehni gemeinsam mit drei jungen Journalistinnen und Journalisten aus Polen, Österreich und Frankreich die Ergebnisse der Europawahl in einem Pressetalk. Es gibt an dem Abend zwei Sendestrecken im Ersten: Von 17:30 Uhr bis zur ''Tagesschau'' um 20:00 Uhr und dann nach den ''Tagesthemen'' von 23:25 Uhr bis 0:25 Uhr weitere aktuelle Ergebnisse der Europa- und Bremenwahl. Im Netz berichten wir fortlaufend zwischen 20:15 Uhr und 23:20 Uhr auf den digitalen Kanälen von ''Tagesschau'' und ''Weltspiegel''.
02:25 Gehalt vom Staat - der lange Weg zu echter Arbeit
Infosendung ~35 Min
Jahrelang werden sie von Maßnahme zu Maßnahme geschickt, oft ohne Erfolg: Viele Langzeitarbeitslose schaffen es nicht, Arbeit zu finden. Nun schafft der Staat für Milliarden Euro wieder einmal Jobs für Langzeitarbeitslose. Ist das Steuergeldverschwendung oder ein echter Ausweg aus Hartz IV? Was Thomas Gaing geschafft hat, gelingt vielen nicht, die jahrelang arbeitslos sind: Der Sprung zurück auf den Arbeitsmarkt. ''Bürgerarbeit ist für mich ein guter Einstieg in den Arbeitsmarkt gewesen. Ich hab einen geregelten Tagesablauf und mache, was mir Spaß macht - und werde das wahrscheinlich auch bis zur Rente tun können.'' Der Havelberger pflegt zusammen mit seinem Team die Grünflächen seiner Stadt. Eine Maßnahme des Jobcenters, die sogenannte Bürgerarbeit, hat ihm geholfen, seine Stelle zu bekommen. Damit ist er eine Ausnahme: In Mitteldeutschland sind aktuell rund 287.000 Menschen arbeitslos, jeder Dritte davon langzeitarbeitslos. Für viele reihen sich Bewerbungstrainings, Umschulungen und Weiterbildungskurse endlos aneinander. Einen festen Job bekommen diese Menschen häufig nicht. Sie sind auf Hartz IV- Leistungen angewiesen. So wie Britta Winkler. Die Naumburgerin war nach schwerer Krankheit arbeitslos geworden und will unbedingt wieder arbeiten: ''Ich war Geschäftsleiterin im Warenhausbereich und bin an Krebs erkrankt, war körperlich und psychisch so belastet, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben konnte. Als ich vom Teilhabechancengesetz gelesen habe, dachte ich: Das ist deine Chance, noch mal in den Arbeitsmarkt reinzukommen.'' Vier Milliarden Euro will der Staat ausgeben, um im Rahmen des neuen Teilhabechancengesetzes 150.000 Langzeitarbeitslosen staatlich finanzierte Jobs zu verschaffen. Dabei sollte die Bilanz früherer Projekte eine Warnung sein. Schon einmal hat die Bundesrepublik öffentlich geförderte Arbeitsplätze finanziert. ''Bürgerarbeit'' hieß das Projekt - von dem es langfristig weniger als ein Fünftel der Teilnehmer geschafft hat, auf den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen. Wilhelm Töller hat den Glauben an solche Maßnahmen vom Jobcenter inzwischen verloren. Er hat selbst lange Jahre von Hartz IV gelebt, heute betreibt er in Magdeburg ein Sozialkaufhaus, in dem er selbst Langzeitarbeitslose beschäftigt. Er will nicht mitmachen beim neuen Programm: ''Das ist ein Wahnsinnshaufen an Bürokratie, der auf einen zukommt. Wenn ich diese Maßnahme mittrage, müsste ich eigentlich jemanden halbtags einstellen, der diese Sachen bearbeitet.'' ''Exakt - Die Story'' begleitet diese drei Menschen, die in der Arbeitslosigkeit ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben - und fragt nach, ob das Teilhabechancengesetz alte Fehler wiederholt oder ob es wirklich Arbeitslosen helfen kann, die Abhängigkeit von Hartz IV hinter sich zu lassen.
09:15 45 Min
Infosendung ~45 Min
In vielen ländlichen Regionen Norddeutschlands fehlen Hausärzte. Patienten sind verzweifelt, Ärzte arbeiten am Limit. Dabei gibt es Rezepte gegen den Landarztmangel. ''45 Min'' zeigt, welche Konzepte funktionieren, und fragt, warum in manchen Gemeinden die medizinische Grundversorgung nicht mehr gesichert ist. Ein Beispiel: Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Zwölf Hausarztstellen sind dort nicht besetzt. In diesem Jahr schließt eine weitere Praxis. Nachfolger gibt es nicht. Bei den verbliebenen Ärzten herrscht Aufnahmestopp für neue Patienten. Die Praxis von Dr. Joachim Hesse etwa ist schon lange überlaufen. Zwölf-Stunden-Arbeitstage sind für ihn die Regel. Hausbesuche schafft er nicht mehr. Die übernimmt sein 80-jähriger Vater, Dr. Peter Hesse. Die Situation ist symptomatisch für viele Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und einigen Regionen Schleswig-Holsteins. Und sie wird sich zuspitzen. Die düstere Prognose der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: bis 2030 werden bundesweit 10.567 Hausärzte fehlen. Kommunen wie Büsum haben das Problem gelöst. Die Gemeinde gründete selbst ein Ärztezentrum und schaffte es, sechs Hausärzte dafür zu gewinnen. Die Mediziner sind bei der Kommune angestellt. Teamwork ist für sie selbstverständlich, Teilzeitarbeit möglich. Das Modell, das mittlerweile Schule macht und andernorts kopiert wird, hat auch Nachwuchsmediziner nach Büsum gelockt. Zwei Ärzte werden dort zum Facharzt für Allgemeinmedizin weitergebildet. Einer ist Dr. Klaas Lindemann. Er tritt in die Fußstapfen seines Vaters Dr. Arno Lindemann, der aus seiner Büsumer Einzelpraxis in das Ärztezentrum wechselte. Dr. Lindemann sen. kann bald mit gutem Gewissen in den Ruhestand gehen: Seine Patienten werden versorgt, sein Sohn ist nicht von Burn-out bedroht. Im Büsumer Ärztezentrum stimmt die Work-Life-Balance. Ein weiterer Baustein könnten rollende Hausarzt- und Zahnarztpraxen sein. Dr. Kerstin Finger hat ihren Kleinbus mit Zahnarztequipment ausgestattet und fährt damit in entlegene Dörfer der Uckermark. Sie versorgt Patienten, die den Weg in eine Zahnarztpraxis nicht mehr bewältigen können. Investigative Dokumentationsreihe über aktuelle gesellschaftliche Themen, wie z.B. Betrüger, die sich auf alte Menschen spezialisiert haben, oder die Frage, ob der Euro wirklich der ''Teuro'' ist. Die Sendungen sind konkret am Nutzwert für die Zuschauer orientiert und sollen ''Orientierung in einer immer komplexeren Welt'' bieten.



Abend
 
23:30 Das fliegende Auge
Infosendung ~30 Min
Die Drohnen sind los. Kleine, ferngesteuerte und preisgünstige Fluggeräte sind enorm beliebt. Rund eine halbe Million soll es bereits in deutschen Privathaushalten geben. Was einst die Modelleisenbahn war, ist jetzt der High-Tech-Flieger. Aber die rapide Verbreitung der Drehflügler bereitet Sicherheitsleuten und Datenschützern Sorgen. Denn Drohnen sind hervorragend als Angriffswaffen und zum Spionieren geeignet. Kein Wunder, dass sie längst für kriminelle Zwecke eingesetzt werden. So werden Drogen und Handys in Gefängnisse geschmuggelt, aber sie haben auch das Potenzial für Anschläge eingesetzt zu werden, wie der Drohnenflug vor Bundeskanzlerin Merkel beim Wahlkampf 2013 in Dresden bewiesen hat. Eine kleine Drohne flog ganz nah ans Podium von Angela Merkel, bevor sie wegen Funkproblemen abstürzte. Auch der Luftverkehr sieht die kleinen Flugobjekte kritisch. Im vergangenen Jahr wurden 152 Eingriffe in den Luftverkehr registriert, als Drohnen zu nahe an Flughäfen und Flugzeuge herankamen. ''Im Drohnenzeitalter ist die Flugsicherheit ständig in Gefahr'', sagt Thilo Vogt von der Deutschen Flugsicherung. Aber Drohnen sind nicht nur eine Bedrohung, sie sind auch eine große Chance. Gerd Schaufelberger und Lucas Günther aus Dresden haben sie genutzt. Mit ihrer noch jungen Firma Airclip lassen sie geschäftlich die Drohnen steigen - kontrollieren Häuserfassaden auf Beschädigungen, machen Verkehrszählungen oder messen die Luftqualität. Häufig begegnet ihnen dabei Skepsis der Bürger, berichtet Gerd Schaufelberger. ''Wenn eine Drohne übers Grundstück fliegt, dann denken sie sofort, dass sie selbst im Focus des Interesses stehen, obwohl wir eigentlich nur Vermessungsarbeiten machen.'' ''Exakt - Die Story'' zeigt die rasante Entwicklung der Drohnentechnik, die ständig in immer neue Lebensbereiche vordringt. Die Sendung geht aber auch der Frage nach, wie sich die Gesellschaft vor den Gefahren schützen kann, die die Drohnen zweifellos mit sich bringen.