TV-Programm tag24 26.05.

   

Was läuft im TV-Programm von tag24 am 26.05.?


Vormittag
 
00:20 betriff
Infosendung ~45 Min
Zuerst schließt der Gasthof, dann die Grundschule und irgendwann wird der letzte Geldautomat abgeschraubt. Häuser stehen leer, weil die jungen gutausgebildeten Menschen ihre Heimat verlassen und nicht zurückkommen. Die kleinen Gemeinden siechen dahin. Gerade im Südwesten ist die Landflucht ein permanentes, großes Thema. Dabei sind die meisten Menschen im Südwesten nach wie vor in ländlichen Gebieten zu Hause. Nach Expertenangaben leben in Baden-Württemberg 60 Prozent der Menschen im ländlichen Raum (6,5 Millionen von insgesamt rund elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern). In Rheinland-Pfalz sind es sogar 79 Prozent der Bevölkerung (3,2 Millionen von rund vier Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern). Neben den ''abgehängten Regionen'' gibt es auch Dörfer, die stabil sind, die es sogar schaffen zu wachsen statt zu schrumpfen. Was machen diese Dörfer anders? ''betrifft'' will zeigen, dass Dörfer auch eine Zukunft haben können und welche Gründe ein solcher Aufschwung hat. Der Film ''Hat das Landleben Zukunft? Wie Dörfer ums Überleben kämpfen'' sucht Lösungen, mit denen sich die Probleme des Landlebens bewältigen lassen. Ein Jahr lang hat das ''betrifft''-Team Dörfer in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit der Kamera begleitet. Gezeigt werden unglaublich aktive und engagierte Menschen, die sich nicht mit dem Dörfersterben abfinden wollen, sondern für ein intaktes Leben auf dem Land kämpfen.
02:35 70 Jahre Grundgesetz - Unsere lebendige Verfassung
Infosendung ~45 Min
Als vor 70 Jahren über das Grundgesetz beraten wird, hängt das Leben zweier Menschen unmittelbar davon ab. Eine Mörderin und ein Raubmörder warten in Neuwied und Rottenburg auf die Hinrichtung - während gleichzeitig wird in Bonn über die Abschaffung der Todesstrafe gestritten. Eine von vielen spannenden Geschichten, die ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam in einer besonderen Dokumentation erzählt. Wie entstand unser Grundgesetz, wie entstanden die Artikel zur Menschenwürde, zur Gleichberechtigung oder zum Grundrecht auf Asyl? Die SWR-Dokumentation ''70 Jahre Grundgesetz - Unsere lebendige Verfassung'' schildert das Ringen der Gründerväter und -mütter, für ein halb zerstörtes und geteiltes Land eine neue Grundlage zu schaffen - auch mit dem Wissen, dass mit der Gründung der Bundesrepublik eine Teilung Deutschlands unvermeidlich sein würde. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Menschen aus dem Südwesten, wie dem späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss, der mit der hessischen Vertreterin Elisabeth Selbert um die Gleichberechtigung stritt, Carlo Schmid, Friedrich Wilhelm Wagner oder Adolf Süsterhenn. Frank Bräutigam verknüpft diese Geschichte(n) mit der Gegenwart. An Originalschauplätzen und mit Hilfe von Archivmaterial führt er die Zuschauer zurück in die Zeit, in der das Grundgesetz entstand. Interviewpartner wie der ehemalige FDP-Innenminister Gerhart Baum, der ehemalige Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Ferdinand Kirchhof oder die ehemalige Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolf ordnen die Geschehnisse ein. Aktuelle Fallbeispiele zu Verfassungsgerichts-entscheidungen zeigen, wie die damaligen Diskussionen im Parlamentarischen Rat bis heute nachhallen.


Nachmittag
 
13:15 Unsere Bienen - Rettung in Sicht?
Infosendung ~45 Min
Der erste Blick in den Bienenstock nach dem Winter offenbart Imkern nicht selten eine kleine Katastrophe: Tausende von toten Bienen, ganze Kolonien, die den Winter nicht überlebt haben. Der Bienenforscher Torben Schiffer sucht nach den Gründen für die Anfälligkeit der Honigbienen in Deutschland. Sein Ziel ist es, die Bienenvölker für die Zukunft zu erhalten. Die Dokumentation zeigt, welche neuen Lösungsansätze es dafür gibt. Mehr als ein Jahr lang hat Autor Tim Boehme den ungewöhnlichsten deutschen Bienenforscher mit der Kamera begleitet. Schiffer ist eigentlich Lehrer für Biologie und Englisch an einer Hamburger Stadtteilschule. Durch die Arbeit mit seinen Schülern ist der renommierte Forschungsverein der Universität Würzburg rund um den Bienenexperten Jürgen Tautz auf ihn aufmerksam geworden. Sie rekrutierten Schiffer als externen Forscher für die Bienenforschung.Von Jahr zu Jahr beobachtet Schiffer, dass der ''Bien'' anfälliger wird. Bien ist der alte imkerliche Begriff für den Superorganismus Bienenvolk. So kann man es sich vorstellen: Jede Biene in einer Kolonie ist wie eine Zelle im Körper des Biens. Und dieser Superorganismus hält zwar enorm viel Stress und widrige Bedingungen aus, doch nur bis zu einem gewissen Grad. Ist die Belastungsgrenze erst einmal erreicht, bringt ein Quäntchen mehr Umweltstress die Kolonie zur Implosion.Dabei ist die moderne Landwirtschaft mit ihren Pestiziden und der Monokultur ein großes Problem. Darüber ist schon viel berichtet worden. Aber für die Bienengesundheit spielen Haltung und Züchtung mindestens eine genauso wichtige Rolle. Und über diese Faktoren wurde bislang in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht informiert.Ohne jährliche Säurebehandlung der Honigbienen gegen gefährliche Parasiten gäbe es wohl kaum noch deutschen Honig im Supermarktregal. Sprich: Ohne den Imker können unsere sanft gezüchteten Bienen nicht mehr überleben. Wie kann das sein? Torben Schiffers Befund: Ausgerechnet die Imker, also die Menschen, die sich den Bienen verschrieben haben, haben die Anfälligkeit des Biens mit zu verantworten. 45 Millionen Jahre haben die Bienen ohne Imker in der Natur problemlos überlebt - eine der erfolgreichsten Tiergattungen überhaupt. Schiffers These: In weniger als 150 Jahren haben wir die Bienen so ''erfolgreich'' gezüchtet, dass sie genetisch verarmt sind und heute nicht mehr ohne fremde Hilfe überleben können. Außerdem seien die Haltungsbedingungen für Bienen nicht annähernd artgerecht, so der Wissenschaftler. War früher die Baumhöhle im Wald eine bunte Gesellschaft von unterschiedlichen Lebewesen, die sich gegenseitig halfen, ''wohnen'' Bienen heute einsam und allein in feuchten ''Plattenbauten''. Das sei nicht bienengerecht, empört sich Torben Schiffer, und macht sich damit eine Menge Feinde. Doch inzwischen wird er als Redner zu Fachkongressen der Imker eingeladen. Investigative Dokumentationsreihe über aktuelle gesellschaftliche Themen, wie z.B. Betrüger, die sich auf alte Menschen spezialisiert haben, oder die Frage, ob der Euro wirklich der ''Teuro'' ist. Die Sendungen sind konkret am Nutzwert für die Zuschauer orientiert und sollen ''Orientierung in einer immer komplexeren Welt'' bieten.
16:30 Mit dem Zoll auf Streife
Infosendung ~30 Min
Die meisten Bürger erleben die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zolls nach Rückkehr aus ihrem Urlaub am Flughafen. Dort wird kontrolliert, ob keine verbotenen Gegenstände im Gepäck verstaut sind und zollfreie Waren wie Alkohol oder Zigaretten nur im gesetzlichen Rahmen gekauft wurden. Möglichst schnell will man dann durch den grünen Ausgang an den Zollbeamten vorbeihuschen. Am Hamburg Airport Helmut Schmidt schauen Zollbetriebsinspektor Axel Salomon und Zollobersekretär Gunnar Prinz den Reisenden ins Gepäck. Sie sind zwei von rund 40.000 Beamten, die im gesamten Bundesgebiet für Steuergerechtigkeit und Sicherheit sorgen, trotz Europäischer Union, Schengener Abkommen und offener Grenzen. Denn die unverzollten Flaschen Schnaps oder Zigarettenstangen, Kleinkram könnte man meinen, summieren sich. Allein durch das sogenannte ''Umgehen der Einfuhrumsatzsteuer'' entgehen dem Fiskus jährlich mehrere Hundert Millionen Euro. Aber der Zoll sorgt auch dafür, dass Waren aus sogenannten Drittstaaten, also alle anderen Länder außerhalb der EU, nur eingeführt werden, wenn sie sicher für Gebrauch oder Verzehr sind. Genauso fallen die Bekämpfung der Schwarzarbeit sowie die des Waffen- und Rauschgiftschmuggels in die Zuständigkeit der deutschen Zöllner. Zucht, Ordnung und doppelt Leistung: Das ist die leicht augenzwinkernde Selbstbeschreibung des Zolls. Der Bundeshaushalt liegt bei rund 350 Milliarden Euro jährlich. Gut 150 Milliarden Euro davon treibt der Zoll für den Staat ein. Die NDR Reportage aus der Reihe ''Wie geht das?'' zeigt, wie die große Bundesbehörde operiert. Das Filmteam schaut Zollbeamten bei Passagier- und Grenzkontrollen über die Schulter, ist dabei, wenn Zollfahnder der Observationseinheit für den Einsatz gegen Drogendealer trainieren, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf einer Baustelle überprüft und Zöllner im Hamburger Hafen Container aus Übersee auf illegale Inhalte prüfen.


Abend
 
20:20 Europawahl
Infosendung ~40 Min
Pressetalk zur Europawahl Am Europawahlabend sendet tagesschau24 (und parallel auf den digitalen Plattformen von Tagesschau und Weltspiegel) einen Pressetalk mit Ellen Ehni, Chefredakteurin WDR Fernsehen. Mit drei jungen Pressevertretern aus unseren direkten europäischen Nachbarländern wird Ellen Ehni die zentralen Fragen des Abends diskutieren. Bei diesem interaktiven Format können User und Zuschauer gezielt Fragen an die Presserunde stellen. Unsere Gäste an diesem Abend sind Cécile Calla (Frankreich), Magdalena Gwozdz (Polen) und Rainer Nowak (Österreich). Magdalena Gwozdz ist freie Journalistin aus Warschau. Sie studierte Germanistik, Publizistik und Medienforschung in Breslau und Zürich und war Stipendiatin der Robert Bosch Stiftung, des Goethe Instituts und der Marion Dönhoff Stiftung. Zwischen 2009 und 2016 arbeitete sie als Moderatorin und Reporterin beim polnischen staatlichen Sender TVP. Sie wurde zwei Mal nominiert für den Deutsch Polnischen Tadeusz Mazowiecki Journalistenpreis. Zur Zeit ist sie freie Journalistin und berichtet unter anderem für die Deutsche Welle aus Warschau. Rainer Nowak ist Chefredakteur und Herausgeber der drittgrößten österreichischen Tages Zeitung ''Die Presse''. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaften in Wien und arbeitete bereits während des Studiums als freier Mitarbeiter für die ''Vorarlberger Nachrichten''. 1996 begann er als Redakteur im Ressort Innenpolitik bei der österreichischen Tageszeitung ''Die Presse''. Später behandelte Rainer Nowak den Bereich ''NS Entschädigungen'' und das Ressort Wien. Zudem schrieb er Artikel für die britische Tageszeitung ''The Independent'' und ist Redaktionsmitglied des jüdischen Kulturmagazins ''Nu''. 2009 übernahm Rainer Nowak die redaktionelle Leitung der ''Presse am Sonntag'' und 2010 die Leitung des Ressorts Innenpolitik. Seit 2012 ist er Chefredakteur und seit 2014 zudem Herausgeber der ''Presse''. 2017 veröffentlichte Rainer Nowak gemeinsam mit Thomas Prior und Christian Ultsch das Buch ''Flucht Wie der Staat die Kontrolle verlor''. Cécile Calla studierte Geschichte und Soziologie, sowie Politik mit Schwerpunkt Journalismus in Paris. Seit 2003 lebt und arbeitet sie in Berlin und schrieb unter anderem für ''Le Figaro''. 2006 bis 2010 war sie Deutschlandkorrespondentin der französischen Tageszeitung ''Le Monde'' und bis April 2015 Chefredakteurin des deutsch französischen Magazins ''ParisBerlin''. Heute arbeitet Cécile Calla als freie Journalistin und Autorin. 2015 wurde sie für ihr Buch ''Que reste t il du couple franco allemand?'' mit dem deutsch französischen Parlamentspreis ausgezeichnet.