TV-Programm tag24 22.08.

   
   Was läuft beim TV Sender tag24

Was läuft im TV-Programm von tag24 am 22.08.?

Das tag24 Tagesprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
10:15 45 Min
Infosendung ~45 Min
Viele Deutsche mögen gern paniertes Schweineschnitzel. Ob in Restaurants, an der Frischetheke im Einkaufsmarkt oder tiefgekühlt, insgesamt 35 Kilogramm Schweinefleisch isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr, oft als Schnitzel. Damit ist Schwein die beliebteste Fleischsorte in Deutschland. Experten meinen, ein Grund für den großen Konsum von Schweinefleisch ist der Preis. Gerade Schnitzel zum Beispiel werden oft zu günstig angeboten. Ob als Lockangebot für vier oder fünf Euro pro Kilogramm im Supermarkt oder für etwa 13 Euro als Gericht mit Beilagen im Restaurant. Mit dem billigen Fleisch wird gern Kasse gemacht. Doch diese Preise sorgen für Probleme. Die gesetzlichen Mindeststandards der sogenannten konventionellen Schweinemast werden immer heftiger kritisiert: Die Tiere hätten zu wenig Platz, würden nicht nach ihren natürlichen Bedürfnissen gehalten und die Massentierhaltung schade der Umwelt. Ein Umdenken wird gefordert, denn immer noch werden 98 Prozent der Schweine in Deutschland konventionell gehalten und verarbeitet. ''45 Min'' fragt: Geht es den Schweinen schlecht, weil die Menschen in Deutschland zu viel und zu billiges Schnitzel essen? Landwirtin Gabi Mörixmann zeigt, dass es auch anders geht. Zwar möchte sie nicht in die Bio-Nische, das sei zu ungewiss. Deshalb versucht sie, die konventionelle Haltung für ihre Mastschweine lebenswerter zu machen. Die Tiere sollen aktiv sein, mehr Platz haben, spielen und wühlen können, bevor sie geschlachtet werden. Der Film zeigt, wie der Kunde das am Fleisch erkennen kann und auch, unter welchen Umständen die Tiere geschlachtet wurden. Der Film zeigt auch, worauf der Kunde bei der günstigsten Schnitzelvariante, Tiefkühlware, achten sollte. Denn gerade bei Tiefkühlschnitzeln warnt der ehemalige Lebensmittelkontrolleur und Metzgermeister Franz Voll vor sogenanntem Fremdwasser. Er demonstriert, wie Hersteller per Injektor Wasser ins Fleisch bringen können und so auch das Gewicht der Schnitzel erhöhen können. ''Der Kunde hat Schnitzel bezahlt und nicht Wasser. Und das werden wir damit ermitteln'', so Franz Voll. ''45 Min'' informiert über die Schweinefleischproduktion und die Forderungen von Verbraucher- und Umweltschützern, die konventionelle Schweinehaltung neu und besser zum Wohl der Tiere zu regeln. Auch wenn dadurch die Preise steigen. Investigative Dokumentationsreihe über aktuelle gesellschaftliche Themen, wie z.B. Betrüger, die sich auf alte Menschen spezialisiert haben, oder die Frage, ob der Euro wirklich der ''Teuro'' ist. Die Sendungen sind konkret am Nutzwert für die Zuschauer orientiert und sollen ''Orientierung in einer immer komplexeren Welt'' bieten.



Abend
 
20:15 Wem gehört der Osten?
Infosendung ~45 Min
Es ist ein Paradox: Der Osten ist besonders reich damit gesegnet, konnte aber lange nichts damit anfangen: Mit Schlössern, Burgen, Herrenhäusern. Östlich der Elbe lebten Könige, Ritter und Adlige einst pompös und machten das Land zum Schlösser und Burgenland. Über 4000 historische Herrensitze stehen in Ostdeutschland. Für die DDR waren die historischen Schönheiten in Volkseigentum überführt meist nur das verschmähte Erbe des Klassenfeindes. Das Ende der DDR scheint die Rettung für die vernachlässigten Schlösser und Burgen. Nur wer soll sie retten? Wem sollen sie gehören? Und vor allem: Wer soll sie in Zukunft unterhalten? Das Erbe so stellt sich schnell heraus ist ein schwieriges. Ein paar der besonders wichtigen Schlösser und Burgen schnappen sich die Bundesländer. Sachsen steigt mit 30 Objekten am größten ein. Manche davon wie die Schlösser Pillnitz und Moritzburg sind heute beliebte Touristenmagneten. Andere, wie das fast vergessene Schloss Hubertusburg, liegen noch im Dornröschenschlaf. Die meisten Schlösser und Burgen kommen nach der Wende auf den freien Markt man kann sie in Auktionen günstig ersteigern und von der Treuhand direkt abkaufen. Heute sind über 80 Prozent der historischen Gebäude in privater und in Investoren Hand. In Schönwölkau wird ein wertvolles barockes Schlossensemble an ein Investorenkonsortium um Justus Frantz verkauft der Stardirigent will dort dem Orchester der Nationen seinen Sitz geben und gleich noch ein Luxushotel bauen. Geblieben sind nur ein Werbefilm und ein kaputtes Schloss. Jetzt hat ein Immobilieninvestor das ramponierte Ensemble übernommen. Für das Schloss ist es wohl wirklich die letzte Chance. Für die, die schon immer davon geträumt haben, Schlossherr oder Burgfräulein zu werden: Die Chancen in Ostdeutschland stehen gut. Noch immer sind 20 Prozent der Schlösser und Herrenhäuser leer, sind lädiert und brauchen neue Herrschaften. Man sollte allerdings ein paar Rücklagen haben oder eine besonders gute Idee. Historische Immobilien brauchen heutzutage renditefähige Konzepte. Familie von Lochow hat das begriffen. Ferdinand und Alexandra haben ihr Gutshaus in Petkus zum ersten Skatehotel der Welt gemacht. Das Herrenhaus, in dem sie wohnen, finanzieren sie durch ihre Bio Landwirtschaft. Die von Lochows gehören zu den zirka 20 Prozent der Adligen, die nach der Wiedervereinigung nach Ostdeutschland zurückgekommen sind. Die Schnäppchen der Nachwendezeit sind heute nicht mehr zu haben. Schlösser und Burgen in Ostdeutschland sind ein schwieriges Geschäft.