TV-Programm tag24 heute

   
   Was läuft beim TV Sender tag24

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von tag24?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender tag24 - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Der Sender tagesschau24 legt seinen Schwerpunkt auf Informations- und Nachrichtensendungen, Reportagen, Dokumentationen und Gesprächssendungen.

Vormittag
 
01:20 Hessenreporter: Plötzlich Lehrerin!
Infosendung ~30 Min
Lehrermangel lähmt die Schulen. In der Not werden immer mehr Quereinsteiger umworben - egal, ob sie etwas können oder nicht. Die hr-Journalistin Petra Boberg wagt den Selbstversuch, als Lehrerin ohne Ausbildung mit ihrem Familiennamen Petra Bollmann vor der Klasse zu bestehen. Für drei Monate unterrichtet sie eine 1. und eine 4. Klasse in Deutsch, Sachkunde und Musik. So fällt der Unterricht in der Brennpunktschule nicht aus. Aber wird es mehr sein als nur Betreuung? Werden die Kinder bei ihr auch etwas lernen? Der Lehrerverband schätzt, dass deutschlandweit aktuell 40.000 Stellen durch Studenten, Pensionäre, Quer- und Seiteneinsteiger besetzt werden. Es werden zwar auch viele Lehrer neu eingestellt, aber das reicht bei Weitem nicht. Schon für die Kleinsten, die Grundschüler, fehlt häufig qualifiziertes Personal, besonders in Brennpunktschulen mit hohem Bedarf an Förderunterricht - wie in Wiesbaden. Petra Boberg hofft, dass befreundete Lehrer und das Lehrerkollegium der Schule ihr weiterhelfen und Tipps geben. Wie vermittelt man den Lehrstoff, welche Unterrichtsmaterialien sind sinnvoll, wie geht man mit Störern um, mit Krach in der Klasse? Fragen über Fragen, auch Internet-Tutorials sind eine mögliche Info-Quelle. Die Mutter zweier Teenager hofft auf ihre Erfahrung als Mutter und Journalistin und fragt sich, ob es wirklich ein seriöser Weg ist, Quereinsteiger als Lehrer einfach so vor die Klasse zu stellen.
09:15 Leben in der Landkommune
Infosendung ~45 Min
Leben in der Landkommune - Städter wagen den Neuanfang Weit und breit ist - nichts. Fast nichts. Nur Vogelgezwitscher und höchstens mal ein neugieriger Spaziergänger oder ein geräuschloser Segelflieger auf dem Gelände nebenan. Und die Gemeinschaft ''Lebensbogen''. Die hat sich im Sommer 2015 mitten in einem Naturschutzgebiet angesiedelt, 20 Kilometer entfernt von Kassel. 18 Erwachsene und zwei Kinder leben in der Gemeinschaft - eine junge Familie sowie Paare und Singles aus ganz Deutschland. ''Wir sind wie eine Großfamilie, die sich bei allem unterstützt'', sagen sie. Zwischen zwei und 70 Jahre alt sind sie, von Beruf Schreiner, Heilpraktiker oder Prokuristen. Einige arbeiten außerhalb, die meisten jedoch im Projekt, wo sie ein Café und ein Tagungshaus betreiben. Wichtige Entscheidungen werden einmal pro Woche gemeinsam im Plenum getroffen, das Geld, das sie verdienen, fließt in einen gemeinsamen Topf. Gemeinschaftsökonomie nennen sie das. Wer Vermögen hat, kann es gerne einbringen, Pflicht ist das aber nicht. Allerdings muss es dann ruhen, damit alle die gleichen Lebensbedingungen haben. Es gibt hier auf dem Dörnberg viel zu tun für die Bewohner. Die lange leerstehenden Gebäude und das große Gelände haben sie vor zwei Jahren für rund 1,2 Millionen Euro als Genossenschaft gekauft. Das ehemalige Altenheim mit dem Beton-Charme der 60er Jahre ist von außen grau und hässlich, hat aber eine ideale Struktur mit reichlich Platz. Denn die Gemeinschaft soll noch wachsen, am liebsten auf 50 Erwachsene plus Kinder. Wer Teil davon werden möchte, kann zu Kennenlern-Wochenenden kommen, nach mindestens zwei Wochen wird dann auf beiden Seiten entschieden, ob es Stück für Stück weitergeht. Inka hat diese Kennenlern-Phase hinter sich. Die 34-Jährige ist gerade mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern eingezogen, hat an ihrem bisherigen Wohnort Heidelberg Eltern und Freunde zurückgelassen. ''Es gibt noch Abende, da will ich einfach nur in meinem Zimmer bleiben und will niemanden sehen. Und dann wache ich morgens wieder auf und denke, juhuu, schön, dass ich hier bin.'' Sie hat schon lange von einer Veränderung in ihrem Leben geträumt - und jetzt endlich gewagt, den letzten Schritt zu machen. Raus aus der Stadt mit den anonymen Nachbarn. Raus aus der Kleinfamilie, die alles alleine stemmen musste. Inka freut sich auf ihre Zukunft hier draußen auf dem Land. Und sie hofft, dass auch ihre Familie hier gut aufgehoben ist. ''Unser ganzes Familienleben ändert sich. Wir wollen hier in der Gemeinschaft die Beziehung Ehe und Eltern und Kind aufrechterhalten, aber trotzdem ist es eben keine Kleinfamilie mehr.'' ''Menschen hautnah'' hat Inka und ihre Familie in ihren ersten Wochen in der Landkommune begleitet. Hält der Traum von Veränderung, was er verspricht?



Abend
 
21:17 Fakt ist! Aus Erfurt
Show ~58 Min
Aus Erfurt Was erwarten die Bürgerinnen und Bürger nach der Thüringer Landtagswahl von den Parteien? Ist das alte ''Lagerdenken'' in der Politik noch zeitgemäß? Droht den Parteien Profilverlust, wenn sie ungewöhnliche Partner unterstützen? Diese und andere Fragen diskutieren die Moderatoren Dr. Andreas Menzel und Lars Sänger am Montag, 18. November um 22.05 Uhr bei ''Fakt ist! Aus Erfurt'' im MDR-Fernsehen mit ihren Gästen. ''Die CDU riskiert mit ihrer halsstarrigen Gleichsetzung von AfD und Linke ohne Not eine Staatskrise'', sagt der Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder. Angesichts der schwierigen Ausgangslage zur Koalitionsbildung in Thüringen werde die CDU mit ihrer Unbeweglichkeit dem Wandel in der Gesellschafft nicht mehr gerecht. Das sieht auch CDU-Mitglied Marion Eich-Born so. Sie hat deshalb gemeinsam mit anderen Akteuren einen Aufruf an alle demokratischen Parteien im Freistaat gerichtet, neue Wege zu beschreiten und altes ''Lagerdenken'' zu überwinden. Diesem Aufruf haben sich bisher über 2000 Menschen angeschlossen. Auf neuen Wegen sind die Linken in Thüringen unterwegs, wenn sie jetzt u.a. auch das Gespräch mit der CDU suchen. Für die Linke-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Susanne Hennig-Wellsow, ist das ungewöhnlich, aber Politik entwickele sich eben jeden Tag neu. Solchen Gedankenspielen kann die Thüringer CDU nichts abgewinnen und will bei den Wählern glaubwürdig bleiben. ''Auch nach der Wahl gilt unsere Aussage aus dem Wahlkampf, dass wir weder mit AfD noch mit der Linken koalieren'', sagt Generalsekretär Raymond Walk.
23:30 Wenn die Geburt zum Albtraum wird
Infosendung ~45 Min
Viele Frauen erleben die Geburt ihres Kindes mittlerweile als entwürdigende, demütigende und gewaltvolle Prozedur nicht selten mit traumatischen Folgen für ihr Leben. Denn seit mehr und mehr Kliniken ihre Geburtsabteilungen schließen und der Hebammenberuf wegen hoher Versicherungssummen an Attraktivität verliert, hat der Druck in deutschen Kreißsälen zugenommen. Es geht um Zeit, Geld und Risikominimierung immer weniger um das Wohl der Frauen. ''Aus mir als Gefäß musste ein Kind herausgeholt werden, egal wie'', sagt eine Betroffene. ''Ich war eigentlich nicht da.'' Die WHO spricht deshalb von gravierenden Verletzungen der Menschenrechte in geburtshilflichen Einrichtungen in Deutschland und zählt auf: körperliche Misshandlungen, Demütigungen, verbalen Beleidigungen, aufgezwungene oder ohne ausdrückliche Einwilligung vorgenommene medizinische Eingriffe, grobe Verletzung der Intimsphäre, Vernachlässigung unter der Geburt, Verweigerung der Schmerzbehandlung, sogar sexualisierte Gewalt. Und doch ist Gewalt in der Geburtshilfe bislang ein Tabuthema. ''Man wird entbunden'', sagt eine nach der Geburt traumatisierte Betroffene. ''Das klingt schon so passiv. Was spiel ich dabei für eine Rolle?'' Zeit und Kostendruck und ein Abrechnungssystem, das die tatsächlichen Abläufe einer natürlichen Geburt ignoriert, führen zu einer immer stärker technisch orientierten Orientierung in Kreißsälen. Die Folge: Geburten werden beschleunigt, Eingriffe werden den Frauen unzureichend erklärt, über Nebenwirkungen von Medikamenten nicht informiert. Die Story schildert die Gewalterfahrung zweier betroffener Frauen und fragt nach den Ursachen: Welche Rolle spielen Ärzte und Hebammen dabei? Welche Weichenstellungen haben zu diesem Anstieg von Stress und Aggression im Kreißsaal geführt? Und welche ökonomischen Bedingungen geben den Takt vor?