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Vormittag
 
02:10 Verrückt nach Wüste - Vom Tourismus in der Sahara
Infosendung ~60 Min
Immer mehr Touristen zieht es in die Wüste. Sie entscheiden sich gegen den gewohnten Komfort und für karge Zeltlager auf Wüstensand, stundenlange Kamelritte oder Märsche bei bis zu 50 Grad durch eine menschenfeindliche, aber faszinierende Landschaft. Sie verzichten auf fließendes Wasser und Strom und stellen sich der Herausforderung, welche die Durchquerung eines Wüstenabschnitts auch heute noch darstellt.Der Film begleitet eine Touristengruppe aus Deutschland und Luxemburg auf ihrer Trekkingtour durch die Sahara, die größte Wüste der Welt. Fernab vom Massentourismus reisen sie mit Zelten, die jeden Tag neu auf- und abgebaut werden müssen. Fünf bis sechs Stunden täglich durchqueren sie die marokkanische Wüste: zu Fuß und mit Kamelen. Ihr Vorbild sind die traditionellen Karawanen. Begleitet werden sie von Nomaden, die für ihre Sicherheit und Verpflegung sorgen. Die Organisatoren der Reise, die Brüder Lahcen und Mohamad Ahansal, sind in und mit der Wüste großgeworden. Beide haben sich international als Wüstenmarathonläufer einen Namen gemacht. Brahims Vater lebt noch immer mit seinen Ziegen in der Wüste. Er selbst verdient- wie viele andere ehemalige Nomaden - seinen Lebensunterhalt durch den Tourismus.'Verrückt nach Wüste - Vom Tourismus in der Sahara' führt die Zuschauer in die Welt der Nomaden, deren Lebensraum die Wüste seit Jahrtausenden ist. Die Zuschauer sind dabei wenn Kamel-Händler über einen Leithengst feilschen, wenn ein Sandsturm und eine Magen-Darm Infektion die Trekkingtour gefährden und lernen, wie man Brot im 'Sandfeuer' bäckt. Und dass es nichts Schöneres gibt als ein kühles Bier, wenn man die letzte Düne vor der Zivilisation überwunden hat.
09:30 Der Kampf um die Kohle
Infosendung ~30 Min
Ruth, 30 Jahre, lebt in Leipzig. Schon während ihres Studiums verbrachte sie einen Großteil ihrer Zeit mit ihrem politischen Engagement. Inzwischen arbeitet sie bei einer Organisation für Klimabildung und unterstützt dort den Widerstand der Einwohner von Pödelwitz gegen die Braunkohle. Doch nicht nur beruflich, auch privat setzt sich Ruth voll und ganz gegen die Kohle ein. Immer wieder bringt sie das an ihre Grenzen. Philipp, 35 Jahre, lebt in Köln. Direkt nach seinem Studium fing er bei RWE als Instandhaltungsingenieur an und arbeitet seit nunmehr 9 Jahren im Tagebau Hambach. Seine Arbeitsstelle im Bergbau ist für ihn zu einer zweiten Heimat geworden. Doch sie scheint bedroht, denn Umweltschützer protestieren mit immer radikaleren Mitteln gegen die Kohleindustrie. Setzt sich der Klimaschutz durch, wird er seinen Job verlieren. Anja, 36 Jahre, lebt in Spremberg in der Lausitz. Dort baut sie sich gerade eine eigene Werbeagentur auf und bezieht einen Großteil ihrer Aufträge von Unternehmen, die in der Braunkohle tätig sind. Die Kohle ist in der Lausitz seit Jahrzehnten ein wichtiges Bindeglied der Gesellschaft - fällt sie weg, weiß Anja nicht, wie es mit ihrer Region weitergehen soll. Der Kampf um die Kohle ist für drei Menschen zur persönlichen Zukunftsfrage geworden, jedoch auf völlig verschiedenen Seiten. Während Philipp hofft, bis zu seiner Rente seinen Arbeitsplatz behalten zu können und Anjas Leben immer stärker von der Kohle abhängt, setzt sich Ruth mit zunehmend radikaleren Aktionen und trotz möglicher juristischer Konsequenzen für einen sofortigen Ausstieg aus der Kohle ein. Der Film beschreibt, wie sich die Debatte um den Kohleausstieg im persönlichen Leben auswirkt und sich auf diese Weise Politik und Privates verzahnen. Wie erleben Philipp und seine Kollegen die Klimaproteste in ihrem Tagebau? Wie erklärt Ruth ihren jüngeren Geschwistern, dass sie für ihr Engagement bereit ist, gesundheitliche und juristische Risiken in Kauf zu nehmen? Wie geht Anja damit um, dass ihre Zukunft auf einem wackligen und gefährlichen Fundament erbaut ist?



Abend
 
20:15 Flug MH XXR - Das Ende der Willkommenskultur?
Infosendung ~45 Min
Wie gerecht ist die aktuelle Abschiebepraxis? Flüchtlingshelfer, die sich ehrenamtlich engagieren, kommen ebenso zu Wort wie Polizisten und Entscheider. Was macht die Flüchtlingspolitik mit ihnen? Wie argumentieren Politiker, Kritiker und Befürworter in der aktuellen Asyldiskussion? Bundespolizist Christian K. arbeitet am Münchener Flughafen. Der 36-jährige hat bereits Dutzende Abschiebungen nach Asien, Afrika oder Südamerika begleitet. Nun bereitet er eine Sammelabschiebung von 44 Personen nach Afghanistan vor. Die sogenannten 'Schüblinge' kommen aus der ganzen Bundesrepublik nach München. Was kostet eine solche Sammelabschiebung, wer bezahlt das und warum bekommen die Beamten die Maschine nicht voll? Sind wir zu dumm zum Abschieben? DokThema begleitet die Bundespolizei und zeigt das bürokratische Räderwerk, das einer Sammelabschiebung per Flugzeug vorausgeht. Seit 27 Jahren engagiert sich der Arbeitskreis Asyl für Flüchtlinge und Integration. Über 100 Mitglieder zählt der Verein. Im September 2015 herrschte hier eine regelrechte 'Willkommen-Euphorie'. 2018 ist davon wenig übriggeblieben. Ernüchterung macht sich breit. Wen schützen wir? Was kann ich dabei tun? Wer ist würdig, wer nicht? Fragen, die immer mehr Mitglieder stellen und die zum Teil sehr kontrovers diskutiert werden. Oder wird die Willkommenskultur nur von den Politikern zu Ende geredet? DokThema konfrontiert Politiker, Kirchenvertreter, Befürworter und Kritiker der aktuellen Abschiebepraxis mit den Recherchen. Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer kommen zu Wort, die sich für die Integration von Asylbewerber stark machen. Welche Probleme haben die Polizisten, welche die Helfer? Was macht die aktuelle Flüchtlingspolitik mit ihnen? Anhand von Kaufbeuren zeigt die Sendung, wie sich die Situation in den Kommunen darstellt.