TV-Programm BR heute

   
   Was läuft beim TV Sender BR

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von BR?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender BR - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Wir zeigen es - immer aktuell, schnell und bequem. Planen Sie hier Ihren Fernsehabend, egal ob Filme, Serien, Dokus oder Sportevents. Sie finden hier das Programm vom TV-Sender BR

Vormittag
 
00:25 Ringlstetter
Show ~45 Min
Hannes Ringlstetter begrüßt in seiner Personality-Show den Kabarettisten Django Asül sowie den Sportjournalisten und Doping-Experten Hans-Joachim ''Hajo'' Seppelt. Wäre Django Asül Bankkaufmann bei der Sparkasse Deggendorf oder Tennislehrer geblieben, dann hätte Deutschland eindeutig weniger zu lachen! Der vielfach ausgezeichnete Kabarettist ist dem BR-Fernsehpublikum vor allem durch seine Sendung ''Asül für alle'', den satirischen Jahresrückblick ''Rückspiegel'', die Festrede beim jährlichen Maibockanstich oder seine vielzähligen Auftritte im ''Schlachthof'' oder bei ''Kabarett aus Franken'' bekannt. Vor zwei Jahren war der gebürtige Hengersberger zuletzt Gast am Schreibtisch von Hannes Ringlstetter - mehr als 700 Tage, über die es reichlich zu erzählen gibt. Aktuell tourt Django Asül mit seinem siebten Soloprogramm ''Offenes Visier'' durch Deutschland. Hier klärt er unter anderem so brisante Fragen wie ''Ist der Einzelne in der Gesellschaft tatsächlich ersetzlich oder eher entsetzlich?'' Bei Ringlstetter gibt es die Antwort. Hans-Joachim ''Hajo'' Seppelt ist einer der führenden Experten für Dopingprobleme im deutschen und internationalen Sport und kann mit Fug und Recht als Top-Enthüllungsjournalist bezeichnet werden. Er recherchierte bis heute für über 25 Dokumentationen zum Thema Doping. Hier thematisiert er zum Beispiel russisches Staatsdoping, Kinderdoping in der DDR, Vertuschungen in Kenia, China oder Nordkorea und berichtet von den üblen Machenschaften der weltweiten Dopingnetzwerke. Er veröffentlichte zwei Bücher zum Thema und erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen wie 2018 den Preis ''Deutscher Sportjournalist des Jahres'' durch das Medium Magazin sowie ebenso 2018 das Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der gebürtige Berliner engagiert sich im Kampf gegen den Betrug im Spitzensport wie kein anderer. Früher wurde er nach eigenen Aussagen belächelt, heute wird er gehasst. Bei Ringlstetter verrät er, warum er sich das antut.
16:9
04:25 Lebenslinien
Infosendung ~50 Min
Oti Schmelzer ist leidenschaftlicher Winzer, Kabarettist und Straßenwärter bei der Autobahnmeisterei Knetzgau in Unterfranken. Seit 2011 gehört er zum festen Künstlerstamm der ''Fastnacht in Franken'' und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Doch zu Hause dauert es lange, bis er von den Eltern die ersehnte Anerkennung als Komödiant und für seine radikale Modernisierung des geerbten Betriebes erhält. Als Kind ist der Franke Oti Schmelzer ein Wildfang, der kaum zu bändigen ist. Mit elf Jahren entdeckt er sein Talent, andere Menschen zum Lachen zu bringen. Fremde applaudieren ihm, doch auf die Anerkennung seiner Eltern wartet er vergebens. Zunächst fügt sich Oti dem Willen der Eltern und probiert mehr oder weniger freiwillig mehrere Berufe aus, macht mit mäßiger Begeisterung eine Gärtner- und eine Elektrikerlehre. Als die älteren Brüder den Hof mit Landwirtschaft und Weinberg nicht übernehmen, wird Oti der Hoferbe. Und er bringt neue Ideen mit und strukturiert gegen den Widerstand der Eltern den Betrieb radikal um: Er verkauft das Vieh und setzt ganz auf den Weinanbau. Um seine Familie zu ernähren, nimmt er zusätzlich eine Stelle als Straßenwärter bei der Autobahnmeisterei Knetzgau an. Gleichzeitig lässt ihn seine ''Sucht'', die Menschen als Humorist zu unterhalten, nie los. Nach einem kurzen Debüt bei der ''Fastnacht in Franken'' 1999 wird es noch 12 Jahre dauern, bis er einen festen Platz im ''Olymp des Faschings'' in Veitshöchheim bekommt. Und auch das so sehnlich vermisste Lob der Eltern stellt sich schließlich ein. Doch am wichtigsten ist Oti längst sein Weinbau geworden. Seine über 90-jährige Mutter sagt: ''A weng a Deifi ist er scho, der Otmar'', und meint damit den Winzer Oti - und a weng den Komödianten.
Untertitel16:9
10:25 Mit allen Wassern gewaschen - Die Tricks und Finten der Fische
Infosendung ~45 Min
Korallenriffe sind Bühnen für kleine und große Dramen. Fische und andere Meeresbewohner, die diese Korallenpaläste bewohnen, sind Meister im Taktieren, Tricksen und Täuschen. Mit unglaublichen Finten sichern sie sich das Überleben. Hier zählen keineswegs nur Stärke, Schnelligkeit und Größe. Im Gegenteil: Fische und andere Meeresbewohner, die Korallenriffe bewohnen, sind Meister im Taktieren, Tricksen und Täuschen. Mit unglaublichen Finten bewältigen sie ihren Alltag und sichern sich das Überleben. Manche Riffbewohner stülpen sich einen Schwamm über, um nicht erkannt zu werden. Andere schaukeln wie Blätter in der Dünung oder erstarren zu leblosen Steinen. Doch das ist nicht alles: Fische sind mitunter sehr kreativ, können Einfälle haben und eigene Ideen entwickeln. Im Riff zeigen sie die ganze Bandbreite ihrer Fantasie. Zum Beispiel Zackenbarsche: Manchmal suchen sie Muränen auf und ''überreden'' sie zu einer gemeinsamen Jagdpartie - ein erfolgreiches Unternehmen, bei dem jeder seine Stärken einbringt. Oder Partnergrundeln: Sie tun sich mit blinden Pistolenkrebsen zusammen. Die Krebse baggern die gemeinsame Wohnhöhle aus, während die Grundeln mit ihren scharfen Augen Wache halten. Ebenso großartig sind die Täuschungskünste mancher Tintenfische. Kleine Männchen verkleiden sich als Weibchen, indem sie deren Färbung und Haltung annehmen. So erschleichen sie sich ein Stelldichein samt Paarung, ohne den Verdacht der überlegenen Rivalen zu wecken. Immer mehr Tricks der Meeresbewohner werden entdeckt. Doch wie sie ihre Finten tatsächlich erleben oder fühlen, weiß außer ihnen niemand.
Untertitel16:9


Nachmittag
 


Abend
 
20:15 Herbstmilch
Spielfilm ~105 Min
Mit dem Tod ihrer Mutter endet für die achtjährige Anna die Kindheit: Von nun an muss sie die neunköpfige Familie versorgen. Entbehrungsreiche Jahre, die auch kein Ende finden, als Anna heiratet: Ihr Mann Albert muss als Soldat in den Zweiten Weltkrieg und die schwangere Anna muss in Schwerstarbeit den Hof bewirtschaften und kranke Verwandte pflegen. Einsam und den Schikanen der tyrannischen Schwiegermutter ausgesetzt, wartet sie auf Albert, ohne Gewissheit, ob er je wieder zurückkehrt. Ein niederbayerisches Dorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Wie selbstverständlich muss die erst achtjährige Anna nach dem Tod ihrer Mutter den bäuerlichen Haushalt der neunköpfigen Familie versorgen. Es beginnen Jahre der Selbstaufopferung, der Mühsal und der Entbehrung. Neun Jahre später lernt sie Albert, einen Jungbauern, kennen und lieben. Obwohl sie Krankenschwester werden wollte, zieht sie nach der Hochzeit mit auf seinen Hof und wird Bäuerin. Ihre tyrannische Schwiegermutter macht ihr von Anfang an das Leben zur Hölle und schon bald wird Albert als Soldat in den Zweiten Weltkrieg eingezogen. Anna, die inzwischen schwanger ist, muss ganz alleine die schwere körperliche Arbeit auf dem Hof bewältigen und kranke Verwandte pflegen. Auch als ihr Kind geboren wird, stellt die Schwiegermutter ihre Demütigungen und Schikanen nicht ein. Anna bleibt zwischen den Qualen der Arbeit und der Einsamkeit nur die Hoffnung, dass Albert irgendwann zurückkehrt. ''Herbstmilch'' ist eine in Niederbayern gebräuchliche Bezeichnung für die magere Sauermilch, so mager, dass sie nicht verkauft werden kann, sondern gerade zur Ernährung der Ärmsten ausreicht. Die 1919 in Niederbayern geborene Bäuerin Anna Wimschneider wählte die Bezeichnung als Titel für ihre niedergeschriebenen Lebenserinnerungen. Ihr 1985 veröffentlichter autobiografischer Roman, auf dem der Film beruht, war ein großer Publikumserfolg. Vier Jahre später entstand der Film - es ist der erste von Joseph Vilsmaier als Regisseur. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, allein die Hauptdarstellerin Dana Vávrová erhielt vier (u. a. den Bayerischen Filmpreis und den Deutschen Filmpreis, das Filmband in Gold), außerdem erhielt Vilsmaier für ''Herbstmilch'' das Filmband in Silber für den Besten Spielfilm und den Gilde-Filmpreis in Gold. ''Vilsmaier umgeht verschiedene Fallstricke des Themas: Er vermeidet eine pittoreske Armutsidylle ebenso wie ein wehleidiges Schicksalsdrama oder ein gefühlsüberladenes Heimatmelodram. Er arbeitet mit vielen kleinen Details und Beobachtungen, zeichnet ein authentisches Milieu und aus realistisch-subjektivem Blickwinkel das Leben einer armen Bäuerin, das in deutlichem Kontrast zu dem in dieser Zeit vom Nationalsozialismus propagierten Bauern-Mythos steht.'' (Karl Eugen-Hartmann, film-dienst, 24.01.1989)