Was kommt am 29.08.2019 im TV-Programm?

Folgesendung
Film
23:45
95min
Son of Saul
Drama, USA, Frankreich, Israel, , 2015 Regie: Nemes Jeles László - László Nemes Autor: Clara Royer Musik: László Melis Kamera: Mátyás Erdély

Im Oktober 1944 läuft die Mordmaschinerie in Auschwitz auf Hochtouren. Der Ungar Saul Ausländer (Géza Röhrig) ist Mitglied eines Sonderkommandos jüdischer Häftlinge, das für die Deutschen im KZ die Aufräumarbeiten erledigen muss. Saul arbeitet unaufhörlich, sein Blick ist leer, der Geist verkümmert. Geblieben ist nur ein Körper, der die ihm aufgezwungene bestialische Arbeit verrichtet. Sein Gesicht bleibt regungslos, auch wenn er die Opfer durch die dunklen Gänge ins Gas treibt, die abgelegten Kleider sortiert, später die Todeskammern säubert um sie für den erneuten Einsatz bereit zu machen. Saul hat dem Teufel seine Seele verkauft. Hätte er sich nicht völlig gefühllos gemacht, könnte er die perverse Logik, die ihn bei seinem ''Job'' hält, nicht ertragen, schickt er doch die eigenen Leute in den Tod, um selbst überleben zu können. Sauls Lebensgeister beginnen sich noch einmal zu regen, als er glaubt, die Leiche seines Jungen entdeckt zu haben. Er beschliesst, die Kinderleiche nicht einfach der maschinellen Auslöschung zu überlassen, sondern zusammen mit einem Rabbi für ein jüdisches Begräbnis zu sorgen. Zur selben Zeit wie Saul nach einem Rabbi sucht, gehen andere Mitglieder des Sonderkommandos daran, einen Aufstand zu organisieren. Nachdem sie Wind davon bekommen haben, dass nach all den anderen nun auch sie vernichtet werden sollen, suchen sie mit dem Mut des Verzweifelten nach Waffen um ihre deutschen Widersacher töten zu können.

Géza Röhrig ("Saul Ausländer") - Levente Molnár ("Abraham Warszawski") - Urs Rechn ("Oberkapo Biederman") - Todd Charmont ("Falscher Rabbi / Braun") - Molnar Levente - Sándor Zsótér ("Dr. Miklos Nyiszli") - Amitai Kedar ("Hirsch") - Uwe Lauer ("SS-Oberscharführer Voss") - Christian Harting ("Oberscharführer Busch") - Jerzy Walczak ("Rabbi Frankel") - Marcin Czarnik ("Feigenbaum") - Attila Fritz ("Yankl") - Gergö Farkas ("Saul's Son") - Balázs Farkas ("Saul's Son") - Levente Orbán ("Russian Prisoner") - Kamil Dobrowlski - Juli Jakab ("Ella") - István Pion ("Katz") - Kamil Dobrowolski ("Mietek") - Mihály Kormos ("Schlojme") - Márton Ágh ("Apikoyres (Greek Rabbi)") - Tamás Polgár ("Landesman") - Rozi Székely ("Female Kapo") - Erno Fekete ("SS Doctor") - László Somorjai ("Old Rabbi") - Zsolt Alkay ("Soldier") - Sandor Altmann - Mendy Cahan ("Sonderkommando Member") - Eszter Csépai ("Young girl in female barrack")
Info-Sendung
23:15
90min
Woodstock
Drei Tage, die eine Generation prägten Musikdoku, Deutschland 2019 Regie: Barak Goodman - Jamila Ephron Autor: Don Kleszy Musik: John Kusiak - P. Andrew Willis

Woodstock ist zur Legende einer ganzen Generation geworden, der Höhepunkt der Hippiebewegung. Im Sommer 1969 kamen eine halbe Million junger Menschen auf einer Farm im Bundestaat New York zusammen, um drei Tage lang zu feiern und Musik zu hören. Batikklamotten, lange Haare, Haschischschwaden und eine fröhliche Schlammschlacht bei freier Liebe und Musik; diese Bilder hat man vor Augen. Ikonische Bilder, unsterblich gemacht durch einen Kinofilm. Von diesen Dreharbeiten schlummern noch Hunderte von Stunden bislang nie gesendetes Material im Archiv. Der bereits einmal für einen Oscar nominierte Regisseur Barak Goodman erhielt für die deutsch-französisch-amerikanische Koproduktion Zugang zu diesem Material. Gedreht von Kamerateams, die damals im Publikum gefilmt und eingefangen haben, was den Geist von Woodstock tatsächlich ausgemacht hat. Die wenigsten Besucher des Festivals konnten die Musik hören oder gar die Bühne sehen. Doch immer mehr Menschen strömten auf das Gelände, längst war jegliche Organisation oder Logistik hinfällig. Aber es blieb friedlich. Barak Goodmans Film ''Woodstock - Drei Tage, die eine Generation prägten'' erzählt 50 Jahre nach dem Ereignis von den Organisatoren des Festivals, die völlig unhippiehaft ganz einfach nur Geld machen wollten und absolut unterschätzt hatten, welche Ausmaße die Veranstaltung annehmen würde. Und er erzählt aus der Perspektive von Woodstock-Besuchern, wie sie sich im Chaos selbst organisierten. Frances Schoenberger aus Bayern war erst wenige Wochen in Amerika und alles andere als ein Hippie. Völlig verschüchtert bestaunte sie die Nackten, die im Schlamm tanzten. Dass die völlig zugedröhnt waren mit LSD, kam ihr nicht in den Sinn. ''Alles war unfassbar friedlich, die Menschen waren einfach nur nett zueinander. Alles war frei und happy, alle Leute vertrauten einander'', erinnert sie sich. Nach Woodstock wollte sie nicht mehr zurück nach Bayern und machte Karriere als Journalistin in Hollywood. Woodstock zeigte der Welt, die Ende der 1960er-Jahre tief in Konflikten steckte, dass Liebe und Selbstlosigkeit möglich waren. Der Film zeigt, wie Anwohner, die nichts mit Hippies im Sinn hatten, die Festivalbesucher versorgten. Armeehubschrauber flogen Proviant ein. Dabei waren die Hippies damals doch eigentlich gegen die Armee und den Vietnamkrieg. Man erlebte Clowns, die für die Sicherheit sorgten, und Farmer, die Joghurt und Milch für die Massen spendeten. Die Kamerateams haben den Geist von Woodstock eingefangen, wie er nie zuvor zu sehen war. Heute sehen viele die Welt wieder so zerrissen, konfliktgeladen und hasserfüllt wie damals Ende der 1960er-Jahre. Mit ''Woodstock - Drei Tage, die eine Generation prägten'' will Regisseur Barak Goodman daran erinnern, dass es möglich ist, friedlich und fürsorglich miteinander umzugehen, Zeichen zu setzen und Hoffnung zu schaffen, die eine ganze Generation nachhaltig geprägt hat.

Joan Baez ("Herself") - David Crosby ("Himself") - Richie Havens ("Himself") - Jon Jaboolian ("Himself") - Hugh Romney ("Himself") - Joel Rosenman ("Himself") - Stephen Stills ("Himself") - Max Yasgur ("Himself")
Info
00:45
90min
Lotterleben im Südwesten
Reportage, Deutschland Autor: Friedrich Bohnenkamp

Der Südwesten Deutschlands galt und gilt als Heimat fleißiger, rechtschaffener Bürger und das völlig zu recht. Für den Film ''Lotterleben im Südwesten'' wurden in den Archiv-Computer Begriffe eingegeben, die mit Kehrwoche, Sonntagsbraten, bürgerlichem Leben eher wenig zu tun haben: Haschisch, Peep-Show, Hippies, Erotik-Bar, Gammler, Striptease. Der Computer spuckte sie aus, die Namen, Daten, Sendungen, die sich mit diesen Parallelwelten beschäftigten. Ein Name taucht gleich mehrfach auf: ''Gina Wildkatze''. Die junge Frau betrieb Ende der 60er Jahre eine Bar in Freiburg, den ''Playboy''. Gipfel der Verworfenheit: Das Plantschen im Pool mit jungen Damen und Champagner. Mehr war - so Gina- nicht möglich, an Intimität. Man glaubt es, hatten doch auch Prominente keinerlei Probleme damit, sich zu ''Playboy''-Besuchen zu bekennen. Längst vergessen, aber mit starken Wurzeln im Südwesten: Die DSP, die ''Deutsche Sex Partei''. 1970 gegründet, kam eines ihrer Mitglieder bei Landtagswahlen in Reutlingen auf immerhin 1367 Stimmen. 1996 gelang Journalisten ein Blick in die vormalige Parteizentrale, die in der Tat einen schummrigen Eindruck machte. Vor allem in den 60er Jahren für die Erwachsenen ein rotes Tuch: Junge Männer und lange Haare. Nach Kuba zum Fidel Castro schicken will sie die ältere Dame, ''die sollen sich mal waschen'', fordert der Mit-Vierziger in Heidelberg, wo sich Ordnungsamt, Polizei und Geschäftsleute Anfang der 70er Jahre einer Invasion offenbar lebenslustiger, aber arbeitsloser Jugendlicher gegenüber sehen. Für bundesweites Aufsehen sorgt 1970 der ''Gammler-Mord von Konstanz'': Auf einer Parkbank erschießt ein Hilfsarbeiter einen 17-jährigen Lehrling mit einem Bolzen-Schussgerät - weil er sich durch ihn gestört fühlt. Das Urteil lautet damals: Drei Jahre Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung. ''Lotterleben im Südwesten'' zeigt das Leben im Südwesten von einer anderen Seite aus. Zigtausende Beiträge zeugen im SWR Archiv vom bürgerlichen Alltag und einige Dutzend von dem, was außerhalb von Beruf, Daheim so passieren konnte. Und die erleben eine teilweise Wiederaufführung.

Serie
23:45
55min
Ice
Schliff Staffel 1: Episode 9 Dramaserie, USA 2017 Regie: Jon Amiel Autor: Joe Halpin - Holly Harold - Mark Valadez Musik: Simon Franglen Kamera: Robert Aschmann

Die Halbbrüder Jake und Freddy sind die Sprösslinge des Diamantenhändlers Isaac Green. Als Freddy im Affekt einen anderen Diamantenhändler umbringt, droht Green & Green Diamonds der Untergang. Denn die Gegenseite will Rache und plötzlich tauchen bei den Greens brutale Schläger auf. Zudem rufen Geschäfte mit Blutdiamanten und gefälschte Zertifikate die Beamten des FBI auf den Plan. Die Dramaserie „Ice“ spielt in Los Angeles und handelt von Familie Green, die in in das kriminelle Diamantengeschäft von L.A. eintaucht. Nachdem der wilde Sohn Freddy einen bekannten Diamantenhändler umgebracht hat, soll ihn sein Halbbruder aus dem Knast herausholen. Zusammen müssen sie dann G&G Diamonds, das Geschäft ihres Vaters und ihres Onkels, retten und sich im Zuge dessen mit Juwelendieben, Blutdiamanten und Fälschungen auseinandersetzen, während ihnen die Behörden auf den Fersen sind. Doch ihr größter Gegner ist der skrupellose Pieter Van De Bruin, ein afrikanischer Diamantenhändler, der das in Antwerpen ansässige Diamantenkartell anführt.

Cam Gigandet ("Jake Green") - Jeremy Sisto ("Freddy Green") - Donald Sutherland ("Pieter Van De Bruin") - Audrey Marie Anderson ("Ava Green") - Judith Shekoni ("Lady Rah") - Reynaldo Gallegos ("Carlos Vega") - Chloe East ("Willow Green") - Ray Winstone ("Cam Rose") - Ella Thomas ("Lala Agabaria") - Antonio Cupo ("Nick")
Serie
00:40
55min
Ice
Patt Staffel 1: Episode 10 Dramaserie, USA 2017 Regie: Rod Holcomb Autor: Holly Harold - Joe Halpin - Mark Valadez Musik: Simon Franglen Kamera: Robert Aschmann

Die Halbbrüder Jake und Freddy sind die Sprösslinge des Diamantenhändlers Isaac Green. Als Freddy im Affekt einen anderen Diamantenhändler umbringt, droht Green & Green Diamonds der Untergang. Denn die Gegenseite will Rache und plötzlich tauchen bei den Greens brutale Schläger auf. Zudem rufen Geschäfte mit Blutdiamanten und gefälschte Zertifikate die Beamten des FBI auf den Plan. Die Dramaserie „Ice“ spielt in Los Angeles und handelt von Familie Green, die in in das kriminelle Diamantengeschäft von L.A. eintaucht. Nachdem der wilde Sohn Freddy einen bekannten Diamantenhändler umgebracht hat, soll ihn sein Halbbruder aus dem Knast herausholen. Zusammen müssen sie dann G&G Diamonds, das Geschäft ihres Vaters und ihres Onkels, retten und sich im Zuge dessen mit Juwelendieben, Blutdiamanten und Fälschungen auseinandersetzen, während ihnen die Behörden auf den Fersen sind. Doch ihr größter Gegner ist der skrupellose Pieter Van De Bruin, ein afrikanischer Diamantenhändler, der das in Antwerpen ansässige Diamantenkartell anführt.

Cam Gigandet ("Jake Green") - Jeremy Sisto ("Freddy Green") - Audrey Marie Anderson ("Ava Green") - Judith Shekoni ("Lady Rah") - Reynaldo Gallegos ("Carlos Vega") - Chloe East ("Willow Green") - Ray Winstone ("Cam Rose") - Donald Sutherland ("Pieter Van De Bruin") - Konstantin Lavysh ("Alexi Yakenev") - Catherine Barroll ("Sarah Rose")
Film
00:00
90min
Die Kinder meines Bruders
Drama, Deutschland, Österreich 2016 Regie: Ingo Rasper Autor: Robert von Thayenthal - Josephine von Thayenthal Musik: Martin Probst Kamera: Johannes Louis

Was kostet die Welt? Nach diesem Motto genießt der unstete Eric Steiner (David Rott) in Berlin sein Leben. Er liebt seine Freundin Verena (Anna Thalbach) und will sie glücklich machen, kann jedoch mit deren kleiner Tochter so gar nichts anfangen. Überhaupt: Familie, Verantwortung und Verpflichtung sind für Eric Fremdwörter. Als er vom Tod seines Bruders Christoph (Roman Knika) erfährt, der als Milchbauer in Sachsen-Anhalt lebte, ist dies ein Schock. Trotzdem will er den Hof schnellstmöglich abwickeln und Christophs Kinder, den 16-jährigen Nico (Max Hegewald) und die 11-jährige Leonie (Cosima Schroeder), zu Pflegeeltern abschieben. Verantwortung für die Kinder und den familiären Milchhof zu übernehmen, auf dem er selbst aufwuchs? Das kommt Eric nicht in den Sinn. Auch als er in seine alte Heimat zurückkehrt, will er nur eins: so schnell wie möglich wieder verschwinden. Daraus wird allerdings nichts: Die Formalitäten ziehen sich hin und Eric muss notgedrungen in der ungeliebten Provinz bleiben. Vor allem der rebellische Nico fühlt sich von seinem Onkel im Stich gelassen und zeigt ihm deutlich seine Verachtung. Auf eigene Faust will der Teenager für den Hof seines Vaters kämpfen. Eric wird bald klar, dass Christophs Existenz vom gnadenlosen Preisdumping der Großmolkereien ruiniert wurde. Und plötzlich wird Erics Kampfgeist geweckt. Er will sich gegen die Ausbeutung wehren und dafür auch die anderen Milcherzeuger mobilisieren. Damit macht er sich unter den alteingesessenen Bauern zwar nicht nur Freunde. Dafür bringen ihn sein kämpferisches Engagement und seine wachsende Fürsorge seinem Neffen und der kleinen Leonie näher. Eric erkennt, dass er sich seiner Verantwortung stellen muss - und auch will. Mit viel Gespür für eigenwillige Charaktere und ländliche Milieus greift der Film aktuelle gesellschaftliche Themen auf, ohne dabei die menschliche Perspektive aus dem Blick zu verlieren: Im Mittelpunkt steht ein Mann, dessen persönliche Lebensgestaltung durch äußere Umstände infrage gestellt wird - und der erst an unüberwindbar geglaubten Herausforderungen wächst. Die Hauptrolle spielt David Rott, bekannt unter anderem aus ''Die Spiegel-Affäre'' und ''Der Mann mit dem Fagott''. Unterstützt wird er von den beiden vielfach preisgekrönten Darstellern Anna Thalbach und Max Hegewald. Ingo Rasper machte sich als Regisseur von Kinoerfolgen wie ''Reine Geschmacksache'' und ''Vatertage - Opa über Nacht'' einen Namen.

David Rott ("Eric Steiner") - Max Hegewald ("Nico Steiner") - Anna Thalbach ("Verena") - Carmen-Maja Antoni ("Helga Güntsche") - Axel Werner ("Otto Güntsche") - Roman Knizka ("Christoph Steiner") - Cosima Schroeder ("Leonie Steiner") - Uwe Dag Berlin ("Tacke") - Eva Löbau ("Sandra Kalmus") - Moritz Berg ("Busche") - Manfred Möck ("Bankdirektor Melzer") - Patrick von Blume ("Molkereieinkäufer Bubik") - David Bredin ("Dorfpolizist") - Nadine Wrietz ("Frau Weber") - Teresa Harder ("Wirtin Else") - Bernhard Conrad ("Frank Kurnoth")