Was kommt am 28.10.2019 im TV-Programm?

Folgesendung
Info
23:30
45min
Erst die Miete, dann die Moral?
Dokumentation, Deutschland 2019

In vielen deutschen Großstädten ist das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt aus den Fugen geraten. Die soziale Spaltung wächst. Immer häufiger stehen sich Vermieter und Mieter unversöhnlich, sogar feindlich gegenüber. Die Regeln des fairen Miteinanders scheinen nicht mehr zu gelten. Wohnen ist ein international verbrieftes Menschenrecht. Doch aus Sicht der Investoren sind Immobilien vor allem eine Kapitalanlage. Sollten sie auf Profit verzichten - zum Wohle der Allgemeinheit? Geht es um das existenzielle Bedürfnis Wohnen, vermag der freie Markt nicht alles zu richten. Im ehemaligen Berliner Arbeiterviertel Wedding eskaliert der Konflikt zwischen Mietern und Vermieter: Eine Studenten-WG wird zwangsgeräumt. Auch im Stadtteil Wilmersdorf kämpfen Senioren gegen die Vernichtung von preiswertem Wohnraum. Seit 15 Jahren steigt der Mietpreis in der Hauptstadt dramatisch. Selbst Normalverdiener finden kaum Wohnungen. Die Landesregierung will deshalb die Mieten deckeln. Die Immobilienbranche gerät in Panik. Und ganz Deutschland schaut auf Berlin, denn eine solche Begrenzung der Miete ist ein drastischer Eingriff und wäre eine bundesweite Premiere. Die Autoren sind dabei, wenn die bundesweit bekannte Bausenatorin Katrin Lompscher von der Linkspartei Mieter und Investoren trifft. Sie begleiten ebenso eine Vertreterin der Immobilienbranche auf Berliner Baustellen, um zu erfahren, warum Investoren und Vermieter gegen die geplante Mietregulierung sind. Welche Gefahren sehen sie, und wo liegt ihre soziale Verantwortung? Aber es gibt in Deutschland durchaus Modelle für mehr Gerechtigkeit auf dem Mietenmarkt. Der Film zeigt drei Beispiele: So kauft die Stadt Ulm seit mehr als 100 Jahren Bauland auf Vorrat, beeinflusst damit die Boden- und Baupolitik und sorgt für günstigen Wohnraum. In Weimar schließen sich Bürger zusammen und kaufen eine alte Feuerwache, die jahrelang leer stand. Hier wollen sie 20 neue Wohnungen für bezahlbare Mieten bauen, die sie selbst bewohnen und verwalten, nach dem Prinzip: Die Häuser denen, die darin wohnen. Sie gehören zum ''Mietshäuser Syndikat''. Ein Berliner Hausbesitzer tut alles dafür, dass sich seine Mieter ihre Wohnungen leisten können und gründet deshalb eine gemeinnützige Stiftung. Überschüssige Mieteinnahmen spendet er für soziale Projekte. Sein Grundsatz: ''Man kann auch eine Menschlichkeit haben, wenn man mit Wohnungen wirtschaftet.''

Film
22:15
105min
Atomic Blonde
Action, USA 2017 Filmstart Deutschland: 26.07.2017 Regie: David Leitch Susie Jones Drehbuch: Kurt Johnstad Antony Johnston Produktion: Nick Meyer Charlize Theron Ton: Tyler Bates Tyler Bates Kamera: Jonathan Sela

Berlin kurz vor dem Mauerfall. Eine britische Agentin soll eine verloren gegangene Liste von Doppelagenten ausfindig machen, die in Zeiten des Kalten Krieges für viel Unheil sorgen kann. Tatkräftige Unterstützung findet die smarte Spionin bei dem unkonventionellen Verbindungsoffizier Percival, während die französische Spionin Delphine ihr erotisches Interesse weckt. Doch wer hier Freund und wer Feind ist, das stellt sich erst (fast zu) spät heraus. Berlin im November 1989: Am Rande einer Demonstration in Ostberlin wird ein MI6-Agent ermordet. Er sollte eine Liste mit Namen von Doppelagenten vom Osten in den Westen schmuggeln. Die englische Spionin Lorraine Broughton (Charlize Theron) wird nach Berlin geschickt, um den Mordfall zu untersuchen und die Liste sicherzustellen. Dort angekommen trifft Lorraine auf den unorthodox arbeitenden Verbindungsoffizier David Percival (James McAvoy), der nach eigenen Regeln lebt und arbeitet. Obwohl sie sich gegenseitig nicht trauen, versuchen beide, ihre Mission erfolgreich zu erledigen. Der Beginn eines aberwitzigen und schlagkräftigen Katz-und-Maus-Spiels, in dem eine sexy Agentin aus Frankreich (Sofia Boutella), der undurchsichtige CIA-Agent Emmett Kurzfeld (John Goodman), der ominöse Verräter Spyglass (Eddie Marsan) und der brutale KGB-Mann Bremovych (Roland Møller) ganz eigene Ziele verfolgen. Auf der Basis der Graphic Novel ''The Coldest City'' schuf Regisseur und Stuntman David Leitch vor der Folie des geteilten Berlin einen ebenso coolen wie stylishen Actionfilm mit einer furios kämpfenden Charlize Theron und einem 80er-Jahre-Soundtrack (Nena, Falco, David Bowie) vom Feinsten. David Leitch spielte sie alle: Er war der Stuntman für Brad Pitt, Matt Damon und Jean-Claude Van Damme und choreografierte die Stunts für eine Vielzahl großer Actionfilme wie ''Fight Club'', ''Matrix'', ''Mr. und Mrs. Smith'' sowie die ersten drei ''Bourne''-Filme. Seit über 20 Jahren ist David Leitch nun im Geschäft und erhielt für seine Stuntarbeit zu ''Matrix Reloaded'' den Taurus World Stunt Award for Best Fight sowie einen Screen Actors Guild Award in der Kategorie Bestes Stuntdouble für ''Das Bourne Ultimatum''. Seither wird er nicht nur als Stunt- und Martial-Arts-Fachmann von zahlreichen Fans gefeiert, sondern vor allem auch in der Filmbranche als Experte seines Fachs wahrgenommen. Es war schließlich an der Zeit, dass David Leitch auch auf dem Regiestuhl Platz nehmen sollte. Zunächst als Second-Unit-Regisseur von Blockbustern wie ''Jurassic World'', ''The First Avenger: Civil War'' und ''Logan'' tätig, folgte schnell eine eigene Regiearbeit. Für die beiden Rachethriller ''John Wick'' und ''John Wick 2'' übernahm er mit seinem Stunt-Kollegen Chad Stahelski, mit dem Leitch auch die gemeinsame Produktionsfirma für Stuntaufnahmen, 87Eleven, gründete, die Regie und begeisterte mit den bahnbrechenden Kampfchoreografien nicht nur Genre-Fans. Für den Dreh von ''Atomic Blonde'' zog es Leitch nun von Hollywood nach Berlin. Neben der skrupellosen MI6-Agentin Lorraine Broughton spielt die deutsche Hauptstadt eine ebenso große Rolle innerhalb der Geschichte. Der Zuschauer folgt der Titelheldin an ikonische Originaldrehplätze: Gedächtniskirche, Fernsehturm, Weltzeituhr, Haus der Jugend, Flughafen Tempelhof, Kino International, Berliner Dom. Produziert wurde ''Atomic Blonde'' von Hauptdarstellerin Charlize Theron. Der Oscar-prämierte Hollywoodstar hatte bereits in ''Mad Max: Fury Road'' ihre Kämpfer-Qualitäten unter Beweis gestellt. Für ''Atomic Blonde'' setzt die coole Blondine noch eins drauf, springt von Balkonen, badet im Eiswasser, tötet mit High Heels und empfiehlt sich mit diesem Auftritt für eine weibliche Nachfolge von James-Bond-Aussteiger Daniel Craig. In einer kleinen Nebenrolle als Uhrmacher ist Til Schweiger zu sehen.

Charlize Theron ("Lorraine Broughton") - James McAvoy ("David Percival") - John Goodman ("Emmett Kurzfeld") - Til Schweiger ("Watchmaker") - Eddie Marsan ("Spyglass") - Sofia Boutella ("Delphine Lasalle") - Toby Jones ("Eric Gray") - Bill Skarsgård ("Merkel") - James Faulkner ("Chief 'C'") - Roland Møller ("Aleksander Bremovych") - Sam Hargrave ("James Gasciogne") - Jóhannes Haukur Jóhannesson ("Yuri Bakhtin") - Lili Gesler ("Helena") - Sara Natasa Szonda ("Audrey") - Cale Schultz ("Boris") - Barbara Sukowa ("Coroner") - Attila Árpa ("East German Guard #1") - Martin Angerbauer ("East German Guard #2") - Declan Hannigan ("Driver") - Balázs Lengyel ("Gentleman") - Daniel Hargrave ("Sniper") - Greg Rementer ("Spotter") - Daniel Bernhardt ("Soldier")
Show
22:40
45min
Sträters Männerhaushalt
Show, Deutschland 2018 Moderation: Torsten Sträter Gäste: Max Giermann - Ralf Richter

In der Herbstausgabe seines ''Männerhaushalts'' stellt Torsten Sträter eine bedrohte Tierart vor, lüftet das Geheimnis von mysteriösen Gegenständen, präsentiert wieder einen ultimativen Haushaltstipp für Männer und empfängt mit Comedian Max Giermann und Schauspieler Ralf Richter zwei prominente Gäste. Der mit zahlreichen TV-Preisen ausgezeichnete Comedian und Schauspieler Max Giermann feierte seinen Durchbruch als Parodist und Imitator bekannter Persönlichkeiten wie Stefan Raab, Dieter Bohlen und Klaus Kinski. In der NDR-Satireshow ''extra 3'' schlüpft er regelmäßig in die Rollen prominenter Politiker und schildert im Gespräch mit Torsten Sträter, wie aufwändig die Vorbereitungen für seine detailgetreuen Parodien sind. Eine wahre Ruhrpott-Ikone ist der Schauspieler Ralf Richter, nicht zuletzt wegen seiner Rolle als Kalle Grabowski in dem Kultfilm ''Bang Boom Bang''. Bis heute werde er auf die Filmkomödie angesprochen, die nach nunmehr 20 Jahren immer noch jeden Freitag in einem Bochumer Kino zu sehen ist. In ''Sträters Männerhaushalt'' verrät Richter, dass es im nächsten Jahr wohl zu einer Neuauflage des Klassikers kommen wird. In der Rubrik ''Sträter unterwegs'' setzt sich Torsten Sträter für eine bedrohte Tierart ein: die Fledermaus. ''Seit meinen frühesten Kindertagen hat es mir dieses Tier besonders angetan. Ich bin der größte Batman-Fan der Welt'', meint er. In ''Zeuch von euch'' erklärt er die Funktion von mysteriösen Gegenständen und im ''Haushaltstipp für Männer'' widmet er sich dem Thema ''Zwiebeln schneiden ohne Tränen''.

Info-Sendung
22:25
100min
Ama-San - Die Frauen des Meeres
(Ama-San) Die Frauen des Meeres Dokumentation, Portugal, Japan 2016 Regie: Cláudia Varejão

Ein Sprung ins Wasser, und das Licht der Nachmittagssonne bricht sich in den Wellen. Die Luft in der Lunge muss reichen, um am Meeresgrund die begehrten Abalone-Muscheln vom Felsen zu lösen. Seit 2000 Jahren tauchen die Ama-San - die Frauen des Meeres - in Japan nach Meeresfrüchten aller Art. Der Film begleitet den Alltag dreier Frauen verschiedenen Alters, die seit 30 Jahren vor einem kleinen Fischerdorf auf der Shima-Halbinsel im Meer tauchen. Matsumi, Mayumi und Masumi beten um Muscheln, Abalone und Seeigel und um Schutz vor Unfällen. Sie sind Mütter oder Großmütter und leben in einem traditionellen Fischerdorf auf der japanischen Halbinsel Izu. Sie sind Ama-San, Frauen des Meeres. Die drei Frauen üben einen Beruf aus, der sich über 2000 Jahre hinweg kaum verändert hat. Zwar tauchen sie nicht mehr nackt, wie einst ihre Großmütter, sondern in Neoprenanzügen - aber noch immer ohne Sauerstofftank, mit kunstvoll gewickelten Kopftüchern und mit extremer Ausdauer. Unter Wasser verwandeln sich die grazilen Körper zu Meeresjägern. Die Ama-San gelten seit jeher als Vorreiterinnen für die Stellung der Frau in der japanischen Gesellschaft. Wenn die Männer für längere Zeit auf der Jagd oder zum Fischen auf See waren, mussten die Frauen anderweitig Nahrung finden, um ihre Familien versorgen zu können. Den Winter über arbeiteten sie auf den Feldern, und sobald es wärmer wurde, kamen sie in Gruppen am Strand zusammen und sammelten Meeresfrüchte. Das Tauchen ermöglichte den Ama-San mehr Unabhängigkeit, und in vielen Familien wurden Frauen die einzigen Erwerbstätigen.Ein solches Phänomen ist in dem patriarchalischen und konservativen Japan einmalig. Sie leben seit jeher unabhängig innerhalb ihrer Gemeinschaften, deren schwesterliche Bande den Zusammenhalt gewähren. Trotz der Verantwortung für das Haupteinkommen, das sie in ihren Familien meist stellen, haben sie sich bis heute untereinander einen sehr respektvollen Umgang bewahrt. Aufgenommen zwischen der stillen Unterwasserwelt und dem ländlichen Leben an Land, ist dieser Dokumentarfilm von Cláudia Varejão ein einzigartiges Porträt einer Tradition, die seit Jahrtausenden gelebt wird.

Info
00:05
30min
37°: Schluss mit Überfluss
(Schluss mit Überfluss) Von Minimalisten und Konsumverweigerern Dokumagazin, Deutschland 2019

Wie viel Besitz brauche ich wirklich, um glücklich zu sein? ''37°'' begleitet ein Jahr lang drei Menschen, die sich entschieden haben, konsequent nach dem Prinzip ''weniger ist mehr'' zu leben. Während der durchschnittliche Haushalt in Deutschland vor 100 Jahren 180 Dinge besaß, sind es heute circa 10 000. Stetige Reizüberflutung, aggressive Werbung und marktfreundliche Erziehung sollen uns dazu anhalten, immer mehr zu konsumieren. Doch langsam entsteht eine Gegenbewegung, und Menschen beschäftigen sich mit der Reduktion aufs Wesentliche. Die Sehnsucht nach Übersichtlichkeit und die Konzentration auf das, was wirklich wichtig ist, gewinnen an Bedeutung. Dabei gibt es für minimalistische Lebensentwürfe weder Blaupausen noch Patentrezepte. Jeder muss für sich selbst den besten Weg finden, das eigene Leben komplett umzukrempeln. Nach der Trennung von ihrem Partner verkauft Susanna (65) das gemeinsame, 200 Quadratmeter große Haus und zieht in eine ganze neun Quadratmeter umfassende Gartenlaube. Den Großteil ihres Besitzes verschenkt oder veräußert sie, reduziert sich auf das Nötigste. Von nun an muss die Osteopathin, um wenigstens etwas Platz zu haben, ihr improvisiertes Bett jeden Tag auf- und abbauen und ihre Mahlzeiten auf einem Gaskocher vor dem Fenster zubereiten. Doch auf engstem Raum entdeckt Susanna sich ganz neu und erlebt die Veränderung hin zur Minimalistin als großes Abenteuer. Weil es ihr in der Laube auf Dauer zu einsam ist, sucht Susanna nach einer für sie geeigneten alternativen Wohnform. In Betracht kommt die Anschaffung eines Wohnwagens genauso wie das Leben in einem Tiny House, einem der selten mehr als 15 Quadratmeter großen, mobilen Holzhäuser. Doch Susanna wünscht sich mehr als nur einen Wohnort: Sie sucht eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, der sie sich anschließen kann. Wird sie diese im Tiny House Village im bayerischen Mehlmeisel finden? Marc (45) ist den umgekehrten Weg gegangen. Er hat sich aus der Gemeinschaft mit anderen weitestgehend zurückgezogen. Nachdem er schwer depressiv geworden war, verließ der ehemalige Golflehrer mit nichts als einem Rucksack seine Wohnung und kehrte nie mehr zurück. Seit fast sieben Jahren lebt Marc im Odenwald. Zunächst bewohnte er ein Tipi, seit 2017 lebt er in einer selbst konstruierten und selbst gebauten Hütte, ohne Strom, fließend Wasser und Toilette. Und trotzdem: Marc ist so glücklich wie nie zuvor. Seine einzige Gefährtin: die Mischlings-Hündin Rala. Marc schlägt sein eigenes Holz zum Heizen und Kochen, erntet selbst angebautes Gemüse und lebt als ''Waldmensch'' im Einklang mit der Natur. Obwohl sein Lebensstil viele Neugierige anzieht, die bei ihm sogar Wildnis-Kurse buchen, bleibt Marcs Entscheidung, nur mit dem Nötigsten zu leben, oft unverstanden: nicht zuletzt von der eigenen Mutter, die ihn regelmäßig besucht und sich immer noch wünscht, ''dass ihr Junge wieder vernünftig wird''. Marc hat für seine Hütte keine offizielle Genehmigung - wird er dauerhaft im Odenwald bleiben dürfen? Von einem minimalistischeren Leben erhofft sich Antonia (36) vor allem mehr Zeit. Daran mangelt es ihr als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, die neben dem Haushalt noch zwei Jobs zu bewältigen hat. Antonia hat sich vorgenommen, ihren Besitz um die Hälfte zu reduzieren, denn weniger Kram bedeutet zugleich weniger Arbeit. Das gilt für ihre mehreren Mini-Donut-Maker genauso wie für den untauglichen Eiscrusher und ungenutztes Spielzeug. Beim Ausmisten im Kinderzimmer kommt es zu Diskussionen mit dem Nachwuchs. Die Mutter muss sich entscheiden: Will sie ihren Kindern nachgeben oder ihren neuen Lebensentwurf konsequent verfolgen? Bei ihrem Kleiderschrank hingegen muss Antonia keine Kompromisse eingehen. Ihr Ziel: eine sogenannte Capsule Wardrobe. Bei diesem Konzept lassen sich zwischen 30 und 50 Kleidungsstücke mühelos kombinieren. Angesichts des übervollen Schranks ein ambitioniertes Vorhaben.

Serie
22:45
50min
Der Kaiser von Schexing
Die großen und die kleinen Sachen Staffel 3: Episode 1 Serie, Deutschland 2008 Regie: Franz Xaver Bogner Autor: Ginny Noack - Frank D. Müller

An einer Kreuzung steht der Mais inzwischen so hoch und dicht an der Straße, dass der Lehrer Bruno Laubinger bereits zweimal von einem anderen Wagen gerammt worden ist. Nun verlangt er vom Bürgermeister, dass das Getreide umgehend entfernt wird. Die ehrgeizige Reporterin Eva Raschke wittert eine spannende Story. Derweil ist in der Bäckerei in Schexing ein mysteriöser Kleinbildfilm liegengeblieben. Andreas Kaiser kehrt nach rund 15 Jahren in seinen bayerischen Heimatort Schexing zurück. Die Bürgermeisterwahlen stehen an, doch es findet sich niemand, der das Amt übernehmen will. Gemeindekämmerer Nelz und Rathausleiterin Rosi Specht sehen in Andreas den idealen Kandidaten. Unerfahren wie er ist, glauben sie leichtes Spiel mit ihm zu haben. Ein Irrtum, wie sich schon bald herausstellt. Nicht weniger stur als sein Vater, Großbauer Ludwig Kaiser, stürzt sich Andreas in die Arbeit, entwickelt ungewohnte Ideen und beginnt langsam aber sicher, den idyllischen Ort umzukrempeln. Was nicht den Beifall von allen findet.

Dieter Fischer ("Andreas - Andi - Kaiser, Bürgermeister") - Dorothee Hartinger ("Rosi Specht, Geschäftsleitung") - Gerd Anthoff ("Hermann Nelz, Kämmerer") - Winfried Frey ("Eugen Gänselmayr, Bau- und Ordnungsamt") - Josef Eder ("Gustav Pospischil, Hausmeister") - Monika Gruber ("Hannelore Herbst, Braumeisterin") - Christine Adler ("Eva Raschke, Reporterin") - Julia Eder ("Lydia Hell") - Michael König ("Ludwig Kaiser") - Christian Lerch ("Simon Fellermeier")
TV-Sendung
21:50
125min
Der Richter und der Mörder
(Le juge et l''assassin) Drama, Frankreich 1975 Autor: Bertrand Tavernier - Pierre Bost - Jean Aurenche Musik: Philippe Sarde Kamera: Pierre-William Glenn

1895 wird der sensible, aber jähzornige und ungehorsame Bouvier aus der Armee entlassen. Er kehrt zu seiner Angebeteten zurück, Louise will sich jedoch nicht mit ihm verloben. Es kommt zum Streit, Bouvier schießt auf sie und sich. Er überlebt, wird jedoch in eine Heilanstalt eingewiesen. Nach kurzer Zeit wird er entlassen - ein fataler Fehler: Bouvier zieht perspektivlos und mordend durchs Land. Zur selben Zeit verfolgt Provinzrichter Rousseau eine Serie von Morden an 12- bis 16-jährigen Jungen und Mädchen, die auf grausame Weise vergewaltigt und getötet wurden. Anhand des Phantombildes erkennt er Bouvier sofort, als dieser in die Gegend kommt. Es gelingt ihm, das Vertrauen von Bouvier zu erschleichen und ihm ein Geständnis abzuringen. Zugleich werden ihm die Ursachen der psychischen Probleme deutlich: Bouvier wurde selbst als Kind missbraucht. Als Bouvier ein umfassendes Geständnis ablegt, erregt der Fall großes öffentliches Interesse. Fortschrittliche Ärzte plädieren dafür, Bouvier als Geisteskranken zu internieren. Sie wollen den Fall erforschen und ''einen neuen Bouvier'' verhindern. Doch davon will der fanatische Richter nichts wissen. In seinen Augen ist Bouvier von Grund auf böse, und so setzt er alles daran, ihn als voll zurechnungsfähigen Mörder unter das Fallbeil zu bringen. Die Geschichte basiert auf dem realen Fall eines Serienmörders Ende des 19. Jahrhunderts. Der Film zeigt verschiedene Positionen angesichts der Ursachen dieser grausamen Verbrechen auf: Ist es Bosheit? Wahnsinn? Oder sind es durch Kindheitstraumata verursachte Persönlichkeitsstörungen?

Philippe Noiret ("Richter Rousseau") - Michel Galabru ("Sgt. Joseph Bouvier") - Isabelle Huppert ("Rose") - Jean Claude Brialy ("Der Staatsanwalt") - Renée Faure ("Die Mutter des Richters") - Cécile Vassort ("Louise Leseuer") - Monique Chaumette ("Louises Mutter") - Yves Robert ("Bassompierre")
TV-Sendung
23:55
230min
La Roue
Drama, Frankreich 1923 Regie: Abel Gance Musik: Bernd Thewes - Arthur Honegger - Robert Israel Kamera: Gaston Brun - Marc Bujard - Léonce-Henri Burel - Maurice Duverger

Der Lokomotivführer Sisif, ein Witwer, rettet bei einem Zugunfall ein kleines Mädchen, Norma. Das Waisenkind wächst zusammen mit Sisifs Sohn Elie auf. Alles scheint wunderbar zu verlaufen, doch je älter Norma wird, desto stärker empfindet Sisif eine aufkommende Liebe für sie ... Mit ''La Roue'' schuf der Kino-Visionär Abel Gance eine Familiensaga, die Motive des antiken Ödipusstoffs verarbeitet und mit den Stilmitteln des Kinos eine moderne Tragödie erzählt. Der Mammutfilm ist wegen der spektakulären Eisenbahnaufnahmen und rasanten Bildmontagen in die Filmgeschichte eingegangen. Lange Zeit war ''La Roue'' nur in gekürzten Fassungen zu sehen; vor allem fehlte eine adäquate aufführungsfähige Musik. Mit der aktuellen Rekonstruktion erlebt der Film nach 96 Jahren quasi einen zweiten Kinostart. Die sensationelle Wiederentdeckung der handschriftlich überlieferten Musikliste für den Stummfilm umfasst eine Musiksammlung aus insgesamt 117 Musikstücken von 55 verschiedenen französischen Komponisten. Sie wurde von Arthur Honegger gemeinsam mit Paul Fosse im Jahre 1923 in Paris zusammengestellt. Dem deutsch-französischen Kooperationsprojekt der Fondation Jérôme Seydoux-Pathé und ZDF/ARTE gelang es, verloren geglaubtes Filmmaterial aufzuspüren, zu rekonstruieren, zu restaurieren. Im Rahmen des Musikfests in Berlin feiert ''La Roue'' am 14. September von 14.00 bis 23.00 Uhr Welturaufführung im Konzerthaus Berlin. Begleitet wird der Film vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Frank Strobel.

Severin Mars ("Sisif") - Séverin-Mars ("Sisif") - Ivy Close ("Norma") - Gabriel De Gravone ("Elie") - Pierre Magnier ("Jacques de Hersan") - Max Maxudian ("Kalatikascopoulos") - Georges Térof ("Machefer") - Gil Clary ("Dalilah") - Géo Dugast ("Le cheminot Jacobin")
Film
21:45
90min
Tatort: Jagdzeit
Staffel 1: Episode 797 Krimi, Deutschland 2011 Regie: Peter Fratzscher Autor: Peter Probst Musik: Sebastian Pille Kamera: Thomas Merker

München. Die 32-jährige Tini Bürger kennt nur einen Chef: Teufel Alkohol. Seit ihr Lebensgefährte Lassnik vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, steht sie mit ihrer Tochter Nessi allein da. Depressionen bestimmen die Tage und Nächte vor dem ständig laufenden Fernseher. Ihre 13-jährige Tochter organisiert den Haushalt, das Essen und pflegt für ein paar Euro ihre ''angebliche Großmutter''. An einem frühen Morgen wird Nessi Zeugin, wie ein Mann an einer Tankstelle erschossen wird. Was genau hat Nessi gesehen? Bei dem Toten handelt es sich um den 55-jährigen Gerd Zach, verheiratet mit der attraktiven und wesentlich jüngeren Leonie, gelangweilte Herrscherin in ihrem ambitionierten Bogenhausener Reihenhaus. Er war auf dem Weg zur Jagd und wurde mit seinem eigenen Gewehr erschossen. Selbstmord kann sehr schnell ausgeschlossen werden. Was brachte den Mann dazu, an dieser Milbertshofener Billigtankstelle seinen Sprit aufzufüllen? Und wer konnte Zach ausgerechnet hier, in der Hochburg der ''Hartzer'', vermuten, um seinem Leben ein grausiges Ende zu bereiten? Die Münchner Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr wissen, dass Armut in München unsichtbar bleibt - anders als anderswo. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Kaum jemand weiß, wie es hinter den Fenstern des Nachbarn wirklich aussieht. Wohnen da Armut, Alter, Krankheit? Die am meisten Leidtragenden sind häufig Kinder. Nessi steht seit dem Mord unter ständiger Beobachtung der Polizei. Der Mörder könnte die mutmaßliche kleine Augenzeugin kaltstellen wollen. Der Tote war bei ''KoKo'' beschäftigt. Die Lebensmittelfirma ''Konserven-Koller'' aber hatte den stellvertretenden Personalchef Gerd Zach schon lange entlassen. Seine Frau Leonie war ahnungslos. Auch ahnungslos darüber, dass er verantwortlich war für weitere Entlassene, deren Leben von jetzt auf gleich ein Leben am Rand des Existenzminimums bedeutet? Plante einer von denen einen Racheakt? Batic und Leitmayr suchen nach einer Verbindung der unterschiedlichen Milieus. Die Stadt vibriert. Es ist Jagdzeit. Die Königsklasse der deutschsprachigen Krimilandschaft. Jede Sendeanstalt der ARD (plus ORF und SF) schickt mindestens ein Ermittlerteam ins Rennen. Die Filme leben vor allem vom Lokalkolorit der jeweiligen Region oder Stadt und den starken Persönlichkeiten der Kommissare. Für Schauspieler ist die Übernahme einer Rolle als Tatort-Kommissar wie ein Ritterschlag. Figuren wie Trimmel, Schimanski und Odenthal geniessen mittlerweile Kultstatus.

Miroslav Nemec ("Kriminalhauptkommissar Ivo Batic") - Udo Wachtveitl ("Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr") - Antje Widdra ("Fahnderin Peschke") - Laura Baade ("Nessi Bürger") - Katja Bürkle ("Tini Bürger") - Angela Ascher ("Leonie Zach") - Jens Atzorn ("Xaver Heintel") - Matthias Heidepriem ("Gerd Zach")
Serie
23:35
30min
Dharma & Greg
Wer rettet wen? Staffel 4: Episode 10 Sitcom, USA 2001 Regie: Kelada Asaad Autor: Chuck Lorre - Dottie Dartland - Bill Prady - Jenna Bruce - Rachel Sweet Musik: Dennis C. Brown

Dharma und Greg streiten sich darüber, wer von beiden denn mehr davon profitiert habe, dass das Schicksal sie zusammengeführt hat. Dharma, die sich vorher in argen monetären Schwierigkeiten befand? Oder doch Greg, der ohne seine Frau immer noch ein Spießerleben führen würde, das ihm selbst nicht gefiel? Sie könnten verschiedener nicht sein: die junge Yogalehrerin Dharma Finklestein und der karrierebewußte Yuppie Greg Montgomery. Eine unkonventionelle und eine wertkonservative Welt prallen aufeinander, als sich die beiden verlieben – und heiraten. Für beide Elternpaare eine Horrorvorstellung. Dharmas verrückte Freundin Jane und Gregs Freund und Anwaltskollege Pete vervollständigen das Quartett. Dharma Finklestein stößt in einer Justizbehörde auf den Anwalt Greg Montgomery. Die beiden verlieben sich auf Anhieb – und heiraten wenig später. Erst dann stellen sie fest, daß sie eigentlich ziemlich verschieden sind. Sowohl die Eltern von Greg als auch die Dharmas sind nicht gerade begeistert, als sie von der Eheschließung ihrer Sprößlinge hören. Dementsprechend verläuft das erste Treffen.

Jenna Elfman ("Dharma Finkelstein") - Thomas Gibson ("Greg Montgomery") - Shae D'Lyn ("Jane") - Susan Sullivan ("Kitty Montgomery") - Alan Rachins ("Larry Finkelstein") - Joel Murray ("Pete") - Mitch Ryan ("Edward Montgomery") - Mimi Kennedy ("Abby O'Neil") - Yeardley Smith ("Marlene") - J.D. Walsh ("Donald")