Was kommt am 28.01.2020 im TV-Programm?

Folgesendung
Serie
00:15
93min
Klemperer - Ein Leben in Deutschland
Küss mich in der Kurve / 6. Der gepflanzte Himmel Dramaserie, Deutschland 1999 Regie: Kai Wessel Autor: Peter F. Steinbach Musik: Andreas Hoge Kamera: Rudolf Blahacek

5. Küss mich in der Kurve Auf der Rückfahrt von Heidenau nutzen Lore und Eberhard die Gelegenheit, die sich ihnen unverhofft bietet: Nach einer Wagenpanne begegnen sie auf der Suche nach Hilfe dem Dorfpfarrer Dost. Dost, kein Freund der Nazis, erklärt sich spontan bereit, die beiden heimlich zu trauen. Religionszugehörigkeit und Rassengesetze kümmern ihn nicht. ''Es gilt'', versichern sich Lore und Eberhard immer wieder. Während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin entspannen sich die Verhältnisse vorübergehend. Victor Klemperer erhält eine Einladung seines alten Verlegers Hardenburg. Voller Hoffnung macht er sich auf den Weg nach Berlin. Doch Hardenburg, schwer krank, will nur Abschied nehmen von seinem Autor. Er weiß, wie es um Klemperer steht, doch er kann nichts für ihn tun. Das gilt auch für Hardenburgs forschen Sohn Edwin, der den Verlag übernommen hat und Beziehungen bis in die höchsten Parteikreise pflegt. Edwin zeigt durchaus Sympathie für den ehemaligen Autor, sieht aber keine Möglichkeit, Klemperers Arbeit zu veröffentlichen. Noch deprimiert von diesem Fehlschlag, begegnet Klemperer überraschend seiner früheren Studentin Eva Theissig. Beide sind überwältigt von diesem unverhofften Wiedersehen. In Dölzschen bekommt Eva Besuch von Müller. Der SS-Mann warnt sie vor einer geplanten Strafverfolgung. Victor soll beschuldigt werden, der Beziehung zwischen Lore Libeskind und Eberhard Klingler Vorschub geleistet zu haben. Dank Müllers Geldgier und Evas Tatkraft kann das Schlimmste verhindert werden. Doch die hochschwangere Lore und ihre Eltern müssen Deutschland binnen 24 Stunden verlassen. Sonja, die noch immer heimlich für Eva arbeitet, ermöglicht Lore und dem ahnungslosen Eberhard Klingler eine letzte gemeinsame Nacht. 6. Der gepflanzte Himmel In Deutschland brennen die Synagogen. Victor und Eva Klemperer werden vom Ausbruch des braunen Terrors in einer kleinen Ortschaft überrascht. Nach einem Autounfall sieht ihr Wagen etwas ramponiert aus. Der örtliche Schupo bemängelt ungerührt die Schäden am ''Bock'', während in Sichtweite die jüdischen Familien des Dorfes gedemütigt, ihre Geschäfte geplündert und in Brand gesetzt werden. Eva kann das nicht mit ansehen. Sie will wenigstens den Frauen und Kindern beistehen. Im Gegensatz zu ihr wird der gesundheitlich angeschlagene Victor Klemperer von seiner Angst überwältigt. In dieser angespannten Atmosphäre schleppt Natscheff den heimlich aus der ausgebrannten Dresdner Semper-Synagoge geretteten Davidstern bei Klemperer an. Victor und Eberhard Klingler können den Stern eben noch notdürftig verstecken, bevor in Gestalt des Gemeindebeauftragten Odenthal neue Schikanen drohen. Man beschwert sich über das übermäßige Unkraut im Klemperschen Garten und stellt empfindliche Strafen in Aussicht. Pfarrer Dost erweist sich als Retter in der Not. Er ist nicht nur bereit, den Davidstern in seiner Kirche zu verstecken, er will auch Eberhard Klingler und Lore Libeskind für einen Tag Asyl gewähren. Lore befindet sich mit Söhnchen Samuel auf der Reise von England nach Palästina. In Dresden hat sie einen Tag Aufenthalt. Für Eberhard Klingler ist es die einzige Chance, Lore und seinen Sohn noch einmal zu sehen. Was die Zukunft für sie bereithält, beginnen Victor und Eva Klemperer zu ahnen, als mitten in der Nacht SS-Obersturmführer Malachowski vor der Tür steht. Eine Hausdurchsuchung wegen Waffenbesitzes dient als Vorwand, um Victor und Eva bis in die frühen Morgenstunden zu terrorisieren. Victor Klemperer: Matthias Habich Eva Klemperer: Dagmar Manzel Pfarrer Dost: Gerd Olschewski Schwester Dost: Carmen Maja Antoni Eva Theissig: Lisa Martinek Annemarie: Nicole Heesters Sonja: Esther Esche Müller: Michael Kind Lore Libeskind: Kathrin Angerer Eberhard Klingler: Anian Zollner Benno (2): Roman Remer Deutsches Historiendrama auf der Grundlage der Tagebücher von Victor Klemperer, einem deutschen Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, der als Jude nach der Machtergreifung der Nazis nicht die Zeichen der Zeit erkennen will. Während viele seine jüdischen Freunde emigrieren oder schlichtweg verschwinden, will er in Deutschland bleiben.

Matthias Habich ("Victor Klemperer") - Dagmar Manzel ("Eva Klemperer") - Gerhard Olschewski ("Pfarrer Dost") - Carmen-Maja Antoni ("Schwester Dost") - Lisa Martinek ("Eva Theissig") - Nicole Heesters ("Annemarie")
Film
22:10
85min
Über die Grenze - Gesetzlos
(Über die Grenze) Staffel 1: Episode 2 Krimi, Deutschland 2017 Regie: Michael Rowitz Autor: Felice Götze - Paul J. Milbers - Sabine Radebold Musik: Helmut Zerlett Kamera: Stefan Unterberger

Ein Drogendeal wird überwacht, um die Täter auf frischer Tat zu erwischen. Bevor sie die Dealer festnehmen können, müssen die Ermittler mit anhören, wie ein Unbekannter einen der beiden Russen erschießt. Der andere überlebt verletzt, verweigert aber jegliche Aussage. Bei dem Toten handelt es sich um den Sohn eines mächtigen russischen Kriminellen. Es droht der Ausbruch eines Bandenkrieges. Im Mittelpunkt der Krimiserie steht eine deutsch-französische Polizeieinheit unter Leitung von Steffen Herold (Thomas Sarbacher). Zu der Ermittlergruppe, die von Kehl aus arbeitet, gehört mit Leni Herold (Anke Retzlaff) auch die Tochter des erfahrenen Polizisten. Aus Frankreich wurde Yves Kléber (Philippe Caroit) über den Rhein geschickt, um die Einheit zu unterstützen, die in Ausnahmesituationen schnell auf beiden Seiten der Grenze aktiv werden kann. Auch Kléber und den alten Herold verbindet eine langjährige Beziehung, die vor über 20 Jahren begann und damals das Berufliche überschritt.

Thomas Sarbacher ("Steffen Herold") - Anke Retzlaff ("Leni Herold") - Philippe Caroit ("Yves Kléber") - Noémie Kocher ("Ségolène Combass") - Bernhard Piesk ("Tino Loher") - Karmela Shako ("Joanne Trudeau") - Johannes Krisch ("Jegor Sobolew") - Jenny Schily ("Sabine Herold") - Christian Kuchenbuch ("Diakon Junkers") - Sebastian Hülk ("Danne Marquardt") - Artjom Gilz ("Petja Kremer")
Spielfilm
23:35
110min
Krieg in London - The Crime
(The Sweeney) Actionfilm, England 2012 Regie: Nick Love Autor: Ian Kennedy Martin - John Hodge Kamera: Simon Dennis

Jack Regan (Ray Winstone) arbeitet für eine berüchtigte Spezialeinheit von Scotland Yard. Wenn herkömmliche Ermittlungsmethoden versagen, dann rückt der raubeinige Londoner Bulle mit seinen Elitepolizisten an, um Drogendealern und Bankräubern das Handwerk zu legen. Jack und seine Männer arbeiten erfolgreich, hinterlassen bei ihren Einsätzen aber jedes Mal einen gigantischen Trümmerhaufen. Weil auch immer ein Teil der Beute verschwindet, soll der interne Ermittler Ivan Lewis (Steven Mackintosh) den gesetzlosen Umtrieben ein Ende bereiten. Jack denkt nicht daran, sich von diesem blassen Bürohengst an die Kette legen zu lassen. Nach einem blutigen Raubüberfall verfolgt er dank seiner gewohnt rabiaten Methoden schon bald eine heiße Spur. Doch diesmal erlebt der abgebrühte Cop eine böse Überraschung. Mit der Verhaftung des Einbruchsexperten Francis Allen (Paul Anderson) unterläuft ihm ein Ermittlungsfehler, der eine Serie peinlicher Pannen und ausufernde Schießereien nach sich zieht. Jack gerät völlig außer Kontrolle, wird verhaftet und landet dort, wo viele Ganoven sehnsüchtig auf ihn warten: im Gefängnis. Der knallharte britische Gangsterkrimi basiert auf einer englischen Kultserie, die in Deutschland unter dem Titel ''Deckname Sweeney'' zu sehen war. Mit Fernsehen hat Nick Loves entfesseltes Action-Spektakel allerdings nichts mehr zu tun. Dank einer rasanten Kameraführung und der wuchtigen Filmmusik von Lorne Balfe erinnern die spektakulären Verfolgungsjagden an William Friedkins Genreklassiker ''French Connection''. Ray Winstone als bulliger Alpha-Rüde, der immer mehr Beulen und Schrammen abbekommt, verleiht dem atemlosen Polizeifilm einen ''britisch Touch''.

Ray Winstone ("DI Jack Regan"), Ben Drew ("DC George Carter"), Hayley Atwell ("DC Nancy Lewis"), Steven Mackintosh ("DCI Ivan Lewis"), Paul Anderson ("Francis Allen"), Alan Ford ("Harry"), Damian Lewis ("DCI Frank Haskins"), Caroline Chikezie ("DC Kara Clarke"), Allen Leech ("DC Simon Ellis"), Ronnie Fox ("Johnny Wextru"), Michael Wildman ("Evelyn Simmonds"), Haley Atwell, Steven Waddington ("DC Nathan Miller"), Kevin Michaels ("Makin Trebolt"), Kara Tointon ("Megan Barret"), Tayo Walker-Allen ("Neil"), Allan Corduner ("Doctor"), Nick Nevern ("Freddy"), Ed Skrein ("David"), Dean Harrison ("Mikey"), George Anton ("Screw"), Joan Blackham ("Landlady"), Max Bennett ("Symes"), John Warnaby ("Mr. Bledsloe"), Lee Whitlock ("Whiting"), Zora Suleman ("Reporter"), Matthew Hilliker ("Robber 1"), Matthew Thirlwall ("Robber 2"), DI Jack Regan ("Ray Winstone"), Mark Killeen ("Spook 1"), Aleksandra Mikic ("Thug 1"), Josh Myers ("Armed Officer"), Florence Brudenell-Bruce ("Young Bank Lady"), Sonny Muslim ("Sabaru Driver 1"), Alex Austin ("Sabaru Driver 2"), Ruby Wild ("Girl"), Jack Cooper ("Spook 2"), Marina Niel ("Natalija Wolscal"), Tony Lucken ("Sawn Off"), Julia Deakin ("Older Woman"), DC George Carter ("Ben Drew"), DC Nancy Lewis ("Hayley Atwell"), DCI Ivan Lewis ("Steven Mackintosh"), Francis Allen ("Paul Anderson"), Harry ("Alan Ford"), DCI Frank Haskins ("Damian Lewis"), DC Kara Clarke ("Caroline Chikezie"), DC Simon Ellis ("Allen Leech"), Johnny Wextru ("Ronnie Fox"), Evelyn Simmonds ("Michael Wildman"), DC Nathan Miller ("Steven Waddington"), Makin Trebolt ("Kevin Michaels"), Megan Barret ("Kara Tointon"), Neil ("Tayo Walker-Allen")
Film
22:20
85min
Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto
(Who Will Write Our History?) Wer will unsere Geschichte aufschreiben? Dokumentation, USA 2018 Regie: Roberta Grossman Musik: Todd Boekelheide Kamera: Dyanna Taylor

Es ist eine der bemerkenswertesten und bislang unerzählten Geschichten des Holocaust: Der junge couragierte Historiker Emanuel Ringelblum initiierte und leitete im Warschauer Ghetto ein Untergrundarchiv. Dort wurden Tagebücher und Fotos, NS-Verordnungen und jiddische Poesie gesammelte und vergraben, um der Nachwelt ein authentisches Zeugnis zu geben vom Leben im Ghetto und den Verbrechen der NS-Besatzer. Seit 1999 ist das Ghettoarchiv Weltdokumentenerbe der UNESCO. ''Wer schreibt unsere Geschichte? Wie können wir sicherstellen, dass unsere Erlebnisse, unsere Traditionen, unser Leid durch unsere eigenen Zeugnisse und nicht nur aus der menschenverachtenden Perspektive der Nazis überliefert werden?'' Getrieben von diesen Fragen und Motiven haben Emanuel Ringelblum und seine rund 60 Mitstreiter über Jahre hinweg ein Geheimarchiv betrieben und gefüllt. Zeitzeugenberichte und Kinderzeichnungen, Lebensmittelkarten und Plakate aus jüdischen Theatern, Zeugnisse des religiösen Lebens und die Benennung konkreter Verbrechen, sowohl von Deutschen als auch von Polen und Juden - das Archiv sollte ein möglichst breites und ungefiltertes Bild des dem Untergang geweihten Lebens im Ghetto widerspiegeln. Emanuel Ringelblum promovierte 1927 über die Geschichte der Warschauer Juden im Mittelalter. Er begann im Oktober 1939 mit der Organisation eines konspirativen Netzwerks. Seine Mitstreiter, die die verschiedensten politischen und kulturellen Richtungen repräsentierten, begannen in ihren jeweiligen Kreisen zu sammeln. Über die Arbeit im Archiv hinaus waren die Mitglieder der Gruppe auch in Hauskomitees, bei der Organisation von Suppenküchen und in anderen Selbsthilfeorganisationen aktiv, die das Überleben im Ghetto sichern sollten. ''Oneg Shabbat'', ''Freude am Shabbat'', war der Tarnname der Gruppe, die bis auf drei Mitstreiter im Zuge der Räumung des Ghettos ermordet wurden. So auch Emanuel Ringelblum, der im März 1944 zusammen mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn von Deutschen erschossen wurde. Eine der Überlebenden ist Rachel Auerbach, aus deren Perspektive der Film erzählt wird. Sie machte sich nach Kriegsende auf die Suche nach den verborgenen Kisten im zerstörten Warschau. Im September 1946 wurden zehn Blechkisten mit 1208 Archivalien tief unter den Trümmern eines Hauses wiedergefunden. Im Dezember 1950 konnten zwei große Milchkannen mit weiteren 484 Archivalien geborgen werden, andere Teile des Archivs blieben unauffindbar. Heute wird die Sammlung ''Oneg Shabbat'' im Jüdischen Historischen Institut in Warschau aufbewahrt, sie umfasst etwa 25.000 Seiten. Der Film von Roberta Grossman erzählt von der Entstehung des Untergrundarchivs und von der ersten Begegnung zwischen Rachel Auerbach und Emanuel Ringelblum, über die Weiterentwicklung des ''Oneg Shabbat'' bis zur Räumung des Ghettos und dem Auffinden der vergrabenen Dokumente nach dem Krieg. Mit aufwendigen Spielszenen, zeithistorischen Aufnahmen, renommierten internationalen Experten und vielfältigen Auszügen aus den überlieferten Tagebüchern werden das alltägliche Leiden im Ghetto, der Hunger, die Verzweiflung - und die leidenschaftliche gemeinsame Arbeit an einer eigenen, jüdischen Überlieferung veranschaulicht. Der Film entstand als große internationale Koproduktion unter Beteiligung des NDR in Zusammenarbeit mit Arte.

Jowita Budnik ("Rachela Auerbach") - Piotr Glowacki ("Emanuel Ringelblum") - Piotr Glowacki ("Emanuel Ringelblum") - Piotr Jankowski ("Hersz Wasser") - Wojciech Zielinski ("Abraham Lewin") - Karolina Gruszka ("Judyta Ringelblum") - Bartlomiej Kotschedoff ("Lejb Goldin") - Gera Sandler ("Rabbi Szymon Huberband") - Andrew Bering ("Izrael Lichtenstein") - Marta Ormaniec ("Luba Lewin") - Julia Lewenfisz-Górka ("Ora Lewin") - Bartlomiej Kotschedoff ("Lejb Goldin")
Info
23:45
25min
Der Tod - das letzte Tabu: Sterben auf Bestellung
(Reporter) Der Tod - das letzte Tabu - Sterben auf Bestellung (3/4) Reportagereihe, Schweiz 2019

Der Tod - das letzte Tabu (3/4): Sterben auf Bestellung Der Tod - das letzte Tabu (3/3): Sterben auf Bestellung Die Freitodorganisation ''Exit'' sucht per Inserat nach ''emotional gefestigten Persönlichkeiten zwischen 40 und 68 Jahren'', die bereit sind, als Freitodbegleiter zu arbeiten. Sechs Kandidaten sind ausgesucht worden, sie absolvieren derzeit eine Ausbildung. ''Reporter'' stellt zwei von ihnen vor. Sterbehelfer ist wohl einer der ungewöhnlichsten Berufe der Schweiz. Wie lernt man, Todkranken den Sterbewunsch zu erfüllen? Jürg Billwiller ist angespannt. Seine zweite Freitodbegleitung steht bevor. ''Wir besuchen einen Menschen, der sich entschieden hat, heute zu sterben. Ich frage mich, was in ihm vorgegangen ist letzte Nacht.'' Billwiller steigt im Bahnhof Zürich in den Zug nach Bern. Jedem Novizen wird ein erfahrener Sterbebegleiter zugeteilt. Bei Jürg Billwiller ist es Doris Wartenweiler. Sie weiß, worauf sie achten muss. Bei der Bahnfahrt zum Sterbeort lässt sie zum Beispiel den Koffer mit der Flasche, die das tödliche Mittel enthält, nicht aus den Augen: ''Wenn es gestohlen würde, hätte ich ein riesiges Problem.'' Derzeit arbeiten rund 40 Sterbehelfer ehrenamtlich für Exit. Zu wenig für die steigende Zahl Menschen, die sich mithilfe der Organisation das Leben nehmen. Auch Sabine Schultze aus Chur macht die Ausbildung zur Freitodbegleiterin. Lange Zeit leitete sie ein Altersheim in der Innerschweiz. Gegen viel Widerstand hat sie verfügt, dass Exit dort Freitodbegleitungen durchführt. Was Sabine Schultze bei der Ausbildung lernt, geht ins kleinste Detail. ''Reporter'' fährt mit ihr zu einer Sterbebegleitung. Zuvor macht sich die 63-Jährige im Bad zurecht. ''Ich nehme nicht zu viel Parfüm'', sagt sie. ''Sterbende mögen keine zu starken Gerüche, darauf nehme ich Rücksicht.'' Nächstes Jahr werden Sabine Schultze und Jürg Billwiller selbstständig den assistierten Suizid durchführen können. Mit dem Thema Suizid kennt Billwiller sich aus. Er war bis zu seiner Pensionierung Leiter des Polizeigefängnisses in Zürich. Dort kam es regelmäßig vor, dass Untersuchungshäftlinge sich das Leben nahmen. Billwiller wollte dies verhindern, entfernte die Kajütenbetten und ließ Panzerglas vor die Gitter schrauben. Früher hat er den Suizid verhindert, heute hilft Billwiller beim Freitod. Für ihn kein Widerspruch. ''Suizid im Gefängnis passiert unter Druck, es ist eine Kurzschlusshandlung'', sagt er. ''Jemand, der mit Exit stirbt, hat diesen Druck nicht.'' Reporter Thomas Vogel war dabei, als Jürg Billwiller in der Exit-Zentrale im Unterricht saß und als er seine zweite Sterbebegleitung durchgeführt hat. Und auch, als er abends müde von seiner Frau empfangen wurde. ''Wenn ein Mensch gestorben ist, mache ich das Fenster auf, damit seine Seele raus kann'', sagt er. ''Danach ziehe ich mich zurück. Erst wenn ich zur Ruhe gekommen bin, rede ich mit meiner Frau über das, was ich erlebt habe.''

Info-Sendung
22:30
45min
Traumhäuser
Ein Haus mit Vergangenheit Dokureihe, Deutschland 2019

Michaela Fiedler hat ihr Elternhaus in Gerbrunn bei Würzburg geerbt. Zusammen mit ihrem Mann stellt sie sich seit 2018 einer aufwendigen Sanierung des schon mehrfach umgebauten Gebäudes. Immer wieder geht es dabei um die eigene Vergangenheit und den richtigen Umgang mit dem Bestand, um die Balance zwischen Gestern und Heute. Michaela Fiedler hat ihr Elternhaus in Gerbrunn, einem Vorort von Würzburg, geerbt und führt zusammen mit ihrem Mann Alexander eine ausführliche ''Konversation'' mit dem dreißig Jahre alten Haus. Sie haben Erinnerungen an ihre Jugendzeiten, an ihre ersten Jahre, die sie hier zusammen verbracht haben. Immer wieder drängt das Haus sich so in ihr heutiges Leben hinein und spricht sie an. Sie stellen sich der Auseinandersetzung seit 2018 und unternehmen eine aufwendige Sanierung des schon vorher mehrfach umgebauten Gebäudes. Immer wieder geht es um die eigene Vergangenheit und den richtigen Umgang mit dem Bestand. Denn sie wollen zwar das Haus für sich nutzen, es aber dennoch nicht völlig umkrempeln. Es geht also um die Balance zwischen Gestern und Heute, zwischen der eigenen Zukunft und dem Familienerbe. Ihr Architekt Claus Arnold hat die beiden zwei Jahre lang unterstützt bei der Sanierung, für die sie sich ungemein engagieren. Dabei ist Michaela und Alexander, die beide Frisöre sind, Design wichtig. Sie wollen ein Zuhause aus einem ästhetischen Guss. Das ist eine große Herausforderung, denn der alte Bestand und viele Erinnerungen stemmen sich mächtig dagegen. Der Dialog währt ganz intensiv eineinhalb Jahre lang. Schließlich wird aus dem Laminatboden ein Gussasphaltboden, werden Wände eingerissen, ein Treppengehäuse entworfen und aufwendig realisiert. Die Sache läuft so gut, dass zwischen Architekt und Bauherren eine Freundschaft entsteht.

Info-Sendung
22:00
95min
Unter Wasser: Megacities in Gefahr
(Inondations, une menace planétaire) Dokumentation, Frankreich, Belgien 2015 Regie: Marie Mandy

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts häufen sich die Klimakatastrophen auf unserem Planeten. Besonders stark haben in den vergangenen Jahren die Flutkatastrophen in den großen Küstenmetropolen zugenommen. Erst vor kurzem zeigte sich am Beispiel von New York, Bangkok und New Orleans, wie schutzlos die 130 Megacitys dieser Welt den Launen des Meeres ausgesetzt sind. Hinzu kommt, dass der Boden unter den Megalopolen zunehmend nachgibt. Städte an Flussmündungen sacken regelrecht in sich zusammen. Schuld daran ist der Mensch: Gründe sind exzessives Abpumpen des Grundwassers, Staudämme, rasant wachsende Megalopolen und sogenannte Bodenverflüssigung, wovon besonders Tokio bedroht ist. Während die Städte absinken, steigt der Meeresspiegel weiter an. Diese zwei Phänomene hängen zwar nicht zusammen, verschlimmern jedoch beide die Überschwemmungen in den Küstenstädten. Wenn die politisch Verantwortlichen nicht schnell reagieren, könnte die nächste Sturmflut viele Todesopfer nach sich ziehen. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mensch diese Städte eines Tages verlassen muss. Bis dahin gilt es, sich effizient vor dem Meer und vor allem vor Sturmfluten zu schützen. Heute entstehen weltweit Initiativen, um große Überschwemmungen besser zu managen und die Schäden zu begrenzen. Abgesehen von den menschlichen und materiellen Verlusten verursachen Überschwemmungen gewaltige Kosten für die Weltwirtschaft und stellen für die betroffenen Staaten ein Fass ohne Boden dar. Denn diese müssen nicht nur die Schäden reparieren, sondern auch die internationalen Handelsverluste auffangen.

Info
23:35
60min
Klimafluch und Klimaflucht
Massenmigration - Die wahre Umweltkatastrophe Umwelt, Deutschland 2018

Es wurde immer heißer und trockener, so dass Mohammed Ibrahim entschied dort hinzugehen, wo die Temperaturen nicht so unmenschlich waren und es noch ein wenig Wasser gab: vom Niger hinüber in den Tschad und dann immer weiter Richtung Süden. Über mehrere Jahre, mit seiner Frau, seinen Kindern und seinen 70 Kamelen. Die Hitze verfolgte Mohammed und seine Tiere, von denen immer mehr verdursteten. Jetzt lebt er mit seiner Familie in einem Flüchtlingscamp nahe des Tschadsees und nur sieben Kamele sind ihm geblieben. Mohammed Ibrahim ist einer der ungezählten Menschen in der Sahelzone, die ihre Heimat verlassen haben. Nicht wegen Kriegen und Krisen, sondern wegen der hohen Temperaturen. Er ist ein Klimaflüchtling. Migration hat es immer gegeben, als Anpassungsstrategie an eine sich verändernde Umwelt. Doch die Zahl derer, die ausschließlich wegen des Klimawandels zur Migration gezwungen werden, hat sich etwa seit den 90er Jahren drastisch erhöht. Es ist eine doppelte Ungerechtigkeit: Die Industriestaaten, die auf Kosten anderer Länder reich geworden sind, schädigen mit ihren Emissionen die Atmosphäre und lassen ein zweites Mal die Bewohner der ärmeren Regionen zu Opfern werden. Wie viele Menschen werden bis zur Mitte unseres Jahrhunderts gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen? Dieser Frage geht die Dokumentation ''Klimafluch und Klimaflucht'' nach: in der Sahelzone, in Indonesien und in der russischen Tundra, sogenannten Hotspots des Klimawandels.

Spielfilm
23:15
90min
Bis zum Ende der Welt
TV-Drama, Deutschland 2014 Regie: Matthias Tiefenbacher Autor: Thorsten Näter Kamera: Klaus Merkel

Einst war Maria Nikolai eine gefeierte Musikerin. Vor 20 Jahren kam sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann nach Hamburg. Doch ihr früher nachbarschaftlich geprägtes Viertel droht sich allmählich in einen sozialen Brennpunkt zu verwandeln: Die Straßen sind schmutzig, Jugendliche schlagen vor dem Supermarkt die Zeit tot und Alkohol ist vielen ein ständiger Begleiter. Auch ziehen seit einiger Zeit zunehmend Ausländer in das Viertel. In ihrem Haus ist Maria inzwischen fast die einzige Deutsche. Vor allem die große Roma-Familie im oberen Stockwerk beobachtet sie mit Misstrauen und voller Vorurteile - dass sie selbst einst als bettelarme osteuropäische Migrantin nach Deutschland kam, ist für sie etwas anderes. Ihr Versuch, den ungeliebten Nachbarn die Polizei auf den Hals zu hetzen, schlägt fehl. Die Kripobeamtin Susanne kennt die Ressentiments gegen Roma nur zu gut - ihre eigene Roma-Herkunft hält sie aus Angst vor Diskriminierung geheim. Als eine rassistische Jugendclique einen brutalen Überfall auf Marias Nachbarn verübt, gewährt sie dem 16-jährigen Roma Bero und seinen jüngeren Geschwistern Zuflucht in ihrer Wohnung. Der bescheiden wirkende Junge war ihr schon vorher positiv aufgefallen. Nun merkt sie durch Zufall, dass er ein außerordentliches Musiktalent besitzt. Maria beschließt, Bero privaten Musikunterricht zu geben und ihn zum Vorspielen am Konservatorium anzumelden. Für sie selbst ist diese Mentorinnenrolle auch ein Weg, ihrem einsamen Leben wieder einen Inhalt zu geben. Zugleich lernt Maria durch den Kontakt mit dem sympathischen Teenager, ihre Vorurteile gegen die Roma langsam abzubauen. Beros älterer Bruder Rudko beobachtet die neue Freundschaft seines kleinen Bruders mit Eifersucht. Er selbst hat keine Perspektive und wird von den anderen Jugendlichen als ''Zigeuner'' ausgegrenzt. In seiner Verbitterung lässt Rudko sich eines Tages zu einem Plan überreden, mit dem er nicht nur die ahnungslose Maria in Gefahr bringt, sondern auch seinen eigenen Bruder verrät.

Christiane Hörbiger ("Maria Nikolai") - Marie-Lou Sellem ("Susanne Howacht") - Samy Abdel Fattah ("Bero Muharem") - Merab Ninidze ("Beros Vater") - Albert Kitzl ("Beros Großvater") - Zino Gleich ("Rudko Muharem") - Michael Wittenborn ("Igor Goldmann") - Hans Uwe Bauer ("Mark Brodersen") - Karin Neuhäuser ("Brigitte König") - Michael Prelle ("Breckner") - Moritz Leu ("Sven") - Franziska Brandmeier ("Nicole") - Ferdinand Lehmann ("Ecki König")
Serie
22:55
45min
New Amsterdam
Dénominateur commun Staffel 2: Episode 4 Série hospitalière, USA 2019 Regie: Michael Slovis Autor: David Foster Musik: Jefferson Friedman

Lancée en septembre 2018 sur NBC aux Etats-Unis, ''New Amsterdam'' est une série inédite qui s''inspire du plus ancien hôpital public d''Amérique. Tout juste nommé à la tête de cette intuition en sous-effectif, le brillant et charismatique docteur Max Goodwill - incarné par le comédien Ryan Eggold que l''on a pu voir dans The Blacklist, ne craint pas de remettre en cause le système, perçu comme immuable. Persuadé que le système, c''est tout un chacun, ce médecin idéaliste aux méthodes peu conventionnelles ne recule devant rien pour en finir avec le statu quo, au risque de heurter ses confères. A ses côtés, les principaux chefs de services, interprétés par Janet Montgomery (urgentiste), Freema Agyeman (oncologue), Jocko Sims (cardiologue), Tyler Labine (psychiatre) et Anupam Kher (neurologue). Le nouveau directeur est bien décidé à redonner son lustre à cet hôpital fondé en 1736, seul au monde capable de traiter sous un même toit les patients Ebola, les prisonniers de Rikers et le président des États-Unis... Une promiscuité détonante, promesse d''un scénario à rebondissement. Dès le premier épisode, l''hôpital se voit d''ailleurs confronter à un risque d''épidémie. Dr. Max Goodwin ist der neue Medizinische Direktor des ältesten öffentlichen Krankenhauses der USA, dem Bellevue. Der brillante und charmante Arzt macht es sich zur Aufgabe, die bürokratischen und veralteten Strukturen aufzubrechen und die Behandlung der Patienten wieder als höchstes Gut zu etablieren. Die Ärzte und Angestellten des Krankenhauses sehen seine Idee jedoch als utopisch an. Doch Dr. Goodwin akzeptiert kein Nein und zeigt seinen Kollegen, dass er das unterbesetzte, unterfinanzierte und unterschätzte Krankenhaus wieder zu dem machen will, was es einmal war:

Ryan Eggold ("Dr. Max Goodwin") - Janet Montgomery ("Dr. Lauren Bloom") - Freema Agyeman ("Dr. Helen Sharpe") - Jocko Sims ("Dr. Floyd Reynolds") - Tyler Labine ("Dr. Iggy Frome") - Anupam Kher ("Dr. Vijay Kapoor") - Marcus Callender ("Kenny") - Kathleen Chalfant ("Molly") - Kevin Daniels ("Marquis Cannon") - Justus Davis Graham ("Xander")
Serie
23:40
40min
New Amsterdam
Le jeu Staffel 2: Episode 5 Série hospitalière, USA 2019 Regie: Nick Gomez Autor: Laura Valdivia Musik: Jefferson Friedman - Craig Wedren Kamera: Andrew Voegeli

Lancée en septembre 2018 sur NBC aux Etats-Unis, ''New Amsterdam'' est une série inédite qui s''inspire du plus ancien hôpital public d''Amérique. Tout juste nommé à la tête de cette intuition en sous-effectif, le brillant et charismatique docteur Max Goodwill - incarné par le comédien Ryan Eggold que l''on a pu voir dans The Blacklist, ne craint pas de remettre en cause le système, perçu comme immuable. Persuadé que le système, c''est tout un chacun, ce médecin idéaliste aux méthodes peu conventionnelles ne recule devant rien pour en finir avec le statu quo, au risque de heurter ses confères. A ses côtés, les principaux chefs de services, interprétés par Janet Montgomery (urgentiste), Freema Agyeman (oncologue), Jocko Sims (cardiologue), Tyler Labine (psychiatre) et Anupam Kher (neurologue). Le nouveau directeur est bien décidé à redonner son lustre à cet hôpital fondé en 1736, seul au monde capable de traiter sous un même toit les patients Ebola, les prisonniers de Rikers et le président des États-Unis... Une promiscuité détonante, promesse d''un scénario à rebondissement. Dès le premier épisode, l''hôpital se voit d''ailleurs confronter à un risque d''épidémie. Dr. Max Goodwin ist der neue Medizinische Direktor des ältesten öffentlichen Krankenhauses der USA, dem Bellevue. Der brillante und charmante Arzt macht es sich zur Aufgabe, die bürokratischen und veralteten Strukturen aufzubrechen und die Behandlung der Patienten wieder als höchstes Gut zu etablieren. Die Ärzte und Angestellten des Krankenhauses sehen seine Idee jedoch als utopisch an. Doch Dr. Goodwin akzeptiert kein Nein und zeigt seinen Kollegen, dass er das unterbesetzte, unterfinanzierte und unterschätzte Krankenhaus wieder zu dem machen will, was es einmal war:

Ryan Eggold ("Max Goodwin") - Freema Agyeman ("Helen Sharpe") - Tyler Labine ("Iggy Frome") - Janet Montgomery ("Lauren Bloom") - Anupam Kher ("Vijay Kapoor") - Jocko Sims ("Floyd Reynolds") - Margot Bingham ("Evie") - JJ Feild ("Zach Ligon") - Dierdre Friel ("Ella") - Donnetta Lavinia Grays ("Sophia")